Christoff Erlbeck, Pfleger zu Pfaffenhofen, Hans von Krewsen, Pfleger des Klosters Engelthal, beide für die ihnen untergeordneten armen Leute in Trawnfeldt, Sigmundt [I.] Gross, Pfleger zu Herspruck, für die armen Leute in Lirentzhofen (Lyrenz-), Wolff Holzschuher, Pfleger zu Altorff, für die nürnbergischen armen Leute von den Landpflegern des Rats zu Nurmberg dazu verordnet, schlichten gütlich einen Streit um Viehtrieb, Wunn und Weide zwischen den genannten Gemainen Trawnfeld und Lirentzhofen. Der seit langem unbezimmerte und öde Agerlastershof hatte Viehtrieb etc. gemeinsam mit der Gemain Trawnfeld; als vor Jahren die Gemein Lyrenzhofen diesen öden Hof gekauft hatte, bnenutzte sie von da an mit ihrem gesamten Vieh von acht oder neun Höfen die Weide etc. auf dem Grund von Trawnfwld, dessen Gemain sich dagegen mit dem Einwand zur Wehr setzte, dass dieses Recht nur einem wiederbesetzten Agerlastershof zustünde. Die Spruchleute entschieden: 1. sollen beide bisherigen Streitparteien zum Viehtrieb etc. auf dem Grund des öden Agelastershof berechtigt sein; im Fall der wiederbesetzung des Hofes mit einem Erbmann soll dieser wie früher mit der Gemain Trawnfeld treiben, weiden etc.;. 2. gesteht die Gemain Trawnfeld den von Lyrenzhofen zu, so lange der Agerlastershof öd bleibt, mit ihren eigenen (Bestandvieh ausgeschlossen) Rindern und Schafen jeden Mittwoch auf Wunn und Weide von Traunfelt, nicht aber auf Wiesmahd und Felder, zu treiben, wobei sie bei Zuwiderhandlung das Recht erhält, das mehr als zugelassen ausgetriebene Vieh von Lyrenzhofen zu pfänden. Je drei arme Leute aus den beiden Gemainen bekräftigen die Einhaltung des Vertraages an eidesstatt mit Handschlag: aus Lyrentzhofen Erhart Zecherle, Linhart Zecherle und Erhart Hengel, aus Trawnfelt Vtz von Esslingen, Erhart Peller und Wolff Schurer. - Siegler 1-4: die Spruchleute.

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Staatsarchiv Nürnberg