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Schwarz-Weiß-Fotografie einer in einem Raum stehenden Person. Sie ist vom Kopf bis zu den Füßen sichtbar, trägt dunkle Schuhe, einen dunklen Anzug, einen Hut auf dem Kopf und einen Kneifer auf der Nase. In der rechten Hand hält sie einen Spazierstock. Sie wurde halb frontal fotografiert und blickt direkt in die Kamera. Im Hintergrund sind die Wand des Zimmers sowie ein Teil eines gemusterten Vorhangs zu sehen.
Kontext:
Ein anderes Foto der Person wurde im Kontext sog. „homosexueller Transvestiten“ in der Publikation „Sexualpathologie, Teil 2“ des Sexualwissenschaftlers und Sexualreformers Magnus Hirschfeld abgedruckt. Diese „Kategorie“ stellte eine Erweiterung des ursprünglichen Konzepts des „Transvestitismus“ von Hirschfeld dar, da „Transvestiten“ zunächst als „heterosexuell“ gedacht wurden. Zum Teil herrschte eine Feindschaft zwischen homosexuellen und heterosexuellen „Transvestiten“, die sich gegenseitig mieden und aus manchen „transvestitischen Vereinigungen“ ausschlossen wurden (vgl. Hirschfeld: Sexualpathologie, Teil 2, S. 142).
Karl Giese und Richard Linsert schrieben in ihrem Artikel „Hauptmann Barker, ihre Vorgänger und Kollegen“ in der AIZ, dass es sich bei der Person um „eine Hamburgerin“ handelte; „sie wurde als abenteuerliche Nachterscheinung in den dunklen Vierteln Hamburgs in Männerkleidern ermordet. Ihr war der Spitz-Name ‚der Leutnant‘, unter dem sie allgemein bekannt war, ein Trost dafür, daß sie nie wirklich Offizier werden konnte.“ (Giese, Karl und Linsert, Richard (1929): „Hauptmann Barker, ihre Vorgänger und Kollegen“ in: Arbeiter-Illustrierte Zeitung, S. 4–5, hier S. 4)
Bildunterschrift in Giese/Linsert: Hauptmann Barker, ihre Vorgänger und Kollegen: Eine Hamburgerin, die als abenteuerliche Nachterscheinung in den dunklen Vierteln Hamburgs bekannt war. Sie trug den Spitznamen „der Leutnant“ und wurde schließlich in Männerkleidern ermordet aufgefunden
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Berlin
FSIFS-383_d
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Fotografische Sammlung des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft