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Joseph Grabenau und Johann (Hanß) Georg Köhler, Bürger aus Fulda,
bekunden, dass sie als Vormünder der Kinder des verstorbenen Franz
(Frantz) Köhl...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1721-1730
1722 November 13
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Lacksiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen cum clausula reservatoria consueta Fuldt den 13ten 9bris 1722
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Joseph Grabenau und Johann (Hanß) Georg Köhler, Bürger aus Fulda, bekunden, dass sie als Vormünder der Kinder des verstorbenen Franz (Frantz) Köhler, Bürger und Metzger aus Fulda, im Namen ihrer Pflegbefohlenen Konstantin [von Buttlar], Abt von Fulda, ein Viertel der in Eichenzell gelegenen Huttenwiese, die ein Lehen des Benediktinerinnenklosters St. Maria in Fulda ist, dauerhaft verkauft haben. Die Wiese ist im neuen Salbuch, Band 3, unter der Rubrik Eichenzell auf Seite 403 beschrieben. Die Kaufsumme beträgt insgesamt 409 Gulden, jeder Gulden zu 60 Kreuzern; 400 Gulden sind für die Wiese und neun Gulden für das auf der Wiese stehende Gras zu zahlen. Die Kaufsumme hat Abt Konstantin durch die Rentkammer vollständig bezahlen lassen. Die Vormünder quittieren im Namen ihrer Pflegbefohlenen den Erhalt des Geldes, weisen den Abt in den Besitz der Wiese ein, verzichten auf alle Ansprüche auf die Wiese und leisten Währschaft. Siegelankündigung. Der Verkauf ist auf Bitte der Vormünder im Amtsbuch (gerichts- und ambts handelsbuch) vom Jahr 1722 auf Seite 264 vermerkt und diese Urkunde als Auszug aus dem Gerichtsbuch ausgefertigt worden. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Seite 1, Seite 2 und 3, Rückseite; Siegel: Lacksiegel)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Taxa kauff- und quittung 60 Xer)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Hochfürstliches centhambt / daselbsten / Georg Wilhelm Krifft / manu propria)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Fuldaer Zentamt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.