Bestätigung der Stadt Treysa betr. zwei Rechtssprüche von 1486
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Urk. 18, 542
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1491 Juni 20
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1490-1499
1491 Juni 20
Ausf. Papier. - RundSg der Stadt Treysa vorderseitig aufgedrückt, Abb. Küch: Siegel (wie Nr.5) S.298 Nr.1
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum vf Montag nach Geruasii et Prothasii martirum anno domini etc 1491
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Schultheiß, Bürgermeister und Rat der Stadt Treysa bekunden, daß der vor ihnen erschienene Abt Johann von Cappel Auskunft begehrte über einen zwischen ihm und Cuntze Röllshausen (Reilshusen) am 23. Januar 1486 ergangenen Rechtsspruch (der gespruchen ist in anno etc. lxxx sexto vf montag nach Vincenti martiris), der wie folgt kautet: Nach Beschuldigung und Antwort beider Parteien haben die Schöffen in der Weise Recht gesprochen, daß Cuntze die schuldige Gülte, nämlich 5 fl., innerhalb von 14 Tagen zahlen soll. Ein weiterer Rechtsspruch aus der gleichen Zeit, den Abt Johann ebenfalls begehrte, betraf ihn und Kuntze Lupolt (Lupult). Hier sprachen die Schöffen dergestalt Recht, daß Johann sich 'billich halde' nach Ausweis der Urkunde betreffend Kuntze Lupolt. Die Ausst. bekunden eidlich, daß diese Rechtssprüche so ergangen und gesprochen waren, und daß sie den Hauptbrief darüber unverletzt an Siegel und Schrift im Gericht gesehen hatten.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: ---
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Stadt Treysa
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: ---
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Schultheiß, Bürgermeister und Rat der Stadt Treysa bekunden, daß der vor ihnen erschienene Abt Johann von Cappel Auskunft begehrte über einen zwischen ihm und Cuntze Röllshausen (Reilshusen) am 23. Januar 1486 ergangenen Rechtsspruch (der gespruchen ist in anno etc. lxxx sexto vf montag nach Vincenti martiris), der wie folgt kautet: Nach Beschuldigung und Antwort beider Parteien haben die Schöffen in der Weise Recht gesprochen, daß Cuntze die schuldige Gülte, nämlich 5 fl., innerhalb von 14 Tagen zahlen soll. Ein weiterer Rechtsspruch aus der gleichen Zeit, den Abt Johann ebenfalls begehrte, betraf ihn und Kuntze Lupolt (Lupult). Hier sprachen die Schöffen dergestalt Recht, daß Johann sich 'billich halde' nach Ausweis der Urkunde betreffend Kuntze Lupolt. Die Ausst. bekunden eidlich, daß diese Rechtssprüche so ergangen und gesprochen waren, und daß sie den Hauptbrief darüber unverletzt an Siegel und Schrift im Gericht gesehen hatten.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: ---
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: die Stadt Treysa
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: ---
Wir schultheise, burgermeister vnd raid der stad Treisa bekennen (2) mit dissem vffin briue das vor vns komen ist der wirdige vnd (3) geistliche her Johan apt zcu Cappel etc begerende eins rechtspruchs (4) zcuschin siner liebe vnd einen genant Kuntze Reilshusen, der gespruchen (5) ist in anno etc lxxx sexto vf montag nach Vincenti martiris (Jan.23] also luden(6)de: Item nach schulden vnd antworte so ergangen zcuschin dem vor(7)genanten er Johan apt zcu Cappel vnd Kuntze Reilshusen han die schef(8)fin vor recht gewieset das Kuntze Reilshusen sal billich hobenungk (?) (9) machen ern Johan apt etc. der gulde, nemlich funf gulden bynnen (10) vierzcehin tagen. Ouch had der megenante er Johan apt etc. begert eins (11) rechtspruchs zcuschin siner liebe vnd Kuntzen Lupult, ouch gespruchen vf die (12) selbe zciit egerurt. Item han die scheffin vor recht gewieset das sich (13) er Johan apt etc. billiche halde nach vßwisunge siner briue antref(14)finde Kuntze Lupult. Das sulliche rechtspruche also ergangen ime ge(15)richt stad vnd gespruchen sprechen wir vf die eyde, die wir vnserm (16) gnedigen herren getan han. Ouch bekennen wir schultheise, burgermeister, rad (17) egenant das wir sulliche hoibt briue da sulliche rechtspruche vbir ge(18)scheen sind vnuerletzt an sigil vnd schrift gesehin habin an gericht (19) stad. Das nehmen wir ouch vf die berurten eyde. Vnd des zcu bekent(20)ße so han wir burgermeister vnd rad vnser ingesigel zcu ende der schrift (21) vfgedruckt, des ich schultheise obgerurt hier zcu mit gebruche. Datum ...
Information on confiscated assets
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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