Wildberg W und G (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 422 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Heimsheim - Winnenden
1532-1806
1. Zur Geschichte von Wildberg - Stadt, Amt / Oberamt und Geistlicher Verwaltung: Bei dem 1237 erstmals genannten Wildberg ("Wilpberg") handelt es sich um eine Gründung der Grafen von Hohenberg. Der Ort schloss sich an die gleichnamige Burg über der Nagoldschleife an; er wurde bereits um 1270/80 durch die Grafen von Hohenberg zur Stadt erhoben. 1281 werden Schultheiß und Bürger ("cives") genannt, 1285 ein Markt ("forum"). Die Burg (bzw. das Schloss) gestaltete der württembergische Baumeister Heinrich Schickhardt um 1600 um; sie diente bis 1618 als Sitz des Vogtes/Obervogtes. Nach einem Brand baute man sie 1688/92 als Amtshaus neu auf. Es wurde bei einem Fliegerangriff 1945, bei dem auch die Stadt in Mitleidenschaft gezogen wurde, zerstört. Die Herrschaft Wildberg enstand 1318 durch eine Erbteilung; sie wurde zum Sitz einer Seitenlinie der Grafen von Hohenberg. 1360/63 an Pfalzgraf Ruprecht versetzt, gingen die Eigentumsrechte 1377 an die Kurpfalz über. Pfalzgraf Otto verpfändete die Herrschaft um 1430 an Gumpolt von Gültlingen und veräußerte sie 1440 für 27 000 Gulden an Württemberg. Wildberg bildete bis 1807 ein eigenes Amt/Oberamt und kam anschließend zum Oberamt Nagold. Im Bereich der kirchlichen Organisation gehörte das Gebiet des späteren Amtes/Oberamtes Wildberg zum Bistum Konstanz, Archidiakonat vor dem Schwarzwald ("ante Nemus"). Nach der Einführung der Reformation 1534/35 in Württemberg teilte man die neu geschaffene evangelische Landeskirche in Generalsuperintendenzen ein, denen die Spezialsuperintendenzen (Dekanate) untergeordnet waren. Im 17./18. Jahrhundert festigte sich die Einteilung der Landeskirche; das Spezialat Wildberg war nun auch für die Ämter Nagold und Altensteig zuständig. Der Spezialsuperintendent in Wildberg wurde dem Generalsuperintendent in Bebenhausen unterstellt. Der Stadtpfarrer von Wildberg war stets auch Dekan; er übte die Aufsicht über sämtliche Kirchendiener seines Sprengels aus. Um 1800 bestanden im Dekanat Wildberg 19 Pfarreien mit 23 Pfarrstellen. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts übte der Vogt - mit einer Ausnahme im 17. Jahrhundert - gleichzeitig das Amt des Geistlichen Verwalters aus. Literatur: Beschreibung des Oberamts Nagold, Stuttgart 1862 Binder, Christian, Wirtembergs Kirchen- und Lehrämter, 1, Tübingen 1798 Das Land Baden-Württemberg, 5, Stuttgart 1976 Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands, 6, 1965 Pfeilsticker, Walther, Neues württembergisches Dienerbuch 2, 1963 Schäfer, Gerhard, Gliederung der evangelischen Landeskirche in Württemberg um 1840, in: Historischer Atlas von Baden-Württemberg. Erläuterungen VIII, 9, Stuttgart 1974
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Bei den altwürttembergischen Ämter- und Kellereibeständen handelt es sich um "topographische Auslesebestände", die verschiedene Provenienzen umfassen. Die Entstehung dieser Bestände ist in der "Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Altwürttembergisches Archiv" (1975, S. 119 f.) erläutert. Der vorliegende Bestand A 422 L wurde 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustausches an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Az.: H.I.11a; 1969). Nach einem Vermerk auf dem Titelblatt des alten, handschriftlichen Repertoriums war er im Januar 1920 dem Archiv des Innern vom Oberamt Nagold übergeben worden. Die Abgabe blieb als eigenständiger Bestand bestehen. Zur Unterscheidung von dem im Hauptstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 422 Wildberg wurde diesem die Kennzeichnung L beigefügt. Weitere Überlieferung dieser Provenienz sowie Archivalien betreffend Wildberg W und G finden sich u. a. in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten - Wildberg A 249 Rentkammer: Ämterakten - Wildberg A 281 Kirchenvisitationsakten A 284/108 Kirchenrat: Ämterregistratur - Wildberg GV A 298 Weltliche Leibeigenenbücher A 302 Weltliche Ämterrechnungen A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 304 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter A 423 Wildberg G A 602 Württembergische Regesten H 101 Weltliche Lagerbücher: OA Wildberg H 102/84 Geistliche Lagerbücher: GV Wildberg 14 Büschel (0,1 lfd. m.) des Bestandes waren bisher durch ein von Karl Otto Müller und anderen erstelltes, handschriftliches Findbuch erschlossen; 0,05 lfd. m. waren unverzeichnet. Bei der Neuverzeichnung wurden die seitherigen Büschelnummern weitgehend beibehalten. Vergleiche die Konkordanz (Bl. 16). Der Entstehungszusammenhang der Ämterbestände ist aufgrund der Überlieferungsgeschichte weitgehend nicht mehr rekonstruierbar. Deshalb wurde bei der Neuverzeichnung nach einer Sachgliederung, die aus der Überlieferungsstruktur der Ämterbestände gewonnen wurde, klassifiziert (vgl. die Sachgliederung zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände vom 1.1.1997 von Barbara Hoen; Az.: 7511.0). Als Mischbestände enthalten die Ämterbestände i.d.R. verschiedene Provenienzen. Diese wurden, soweit sie bei der Verzeichnung festgestellt werden konnten, bei den Titelaufnahmen vermerkt. Die Verzeichnung erfolgte im Juli 1998 unter Mitwirkung der Praktikantin Diana Otterbach und mit Hilfe des Computerprogramms MIDOSA. Der Bestand umfasst nun 18 Büschel (Büschel 1-16 sowie 1a und 12a) im Umfang von 0,2 lfd. m. Das handschriftliche Findbuch K.O. Müllers wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Stuttgart, im Juli 1998 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis: Bl. Blatt Bü Büschel G Geistlich GV Geistliche Verwaltung OA Oberamt o. D. ohne Datum Pap. Papier S. Seite(n) Schr. Schriftstück(e) W Weltlich
Konkordanz: alte Bü-Nr. neue Bü-Nr. Ordnungs-Nr. 1 1 3 1a 1a 7 2 2 16 3 3 8 4 4 4 5 5 6 6 6 14 7 7 9 8 8 1 8 9 2 9 jetzt StA Sigmaringen: Kameralamt Altensteig 10 10 18 11 11 12 12 12 13 12 12a 11 13 13 10 14 14 15 unverzeichnet 15 17 unverzeichnet 16 5
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Bei den altwürttembergischen Ämter- und Kellereibeständen handelt es sich um "topographische Auslesebestände", die verschiedene Provenienzen umfassen. Die Entstehung dieser Bestände ist in der "Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Altwürttembergisches Archiv" (1975, S. 119 f.) erläutert. Der vorliegende Bestand A 422 L wurde 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustausches an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Az.: H.I.11a; 1969). Nach einem Vermerk auf dem Titelblatt des alten, handschriftlichen Repertoriums war er im Januar 1920 dem Archiv des Innern vom Oberamt Nagold übergeben worden. Die Abgabe blieb als eigenständiger Bestand bestehen. Zur Unterscheidung von dem im Hauptstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 422 Wildberg wurde diesem die Kennzeichnung L beigefügt. Weitere Überlieferung dieser Provenienz sowie Archivalien betreffend Wildberg W und G finden sich u. a. in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten - Wildberg A 249 Rentkammer: Ämterakten - Wildberg A 281 Kirchenvisitationsakten A 284/108 Kirchenrat: Ämterregistratur - Wildberg GV A 298 Weltliche Leibeigenenbücher A 302 Weltliche Ämterrechnungen A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 304 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter A 423 Wildberg G A 602 Württembergische Regesten H 101 Weltliche Lagerbücher: OA Wildberg H 102/84 Geistliche Lagerbücher: GV Wildberg 14 Büschel (0,1 lfd. m.) des Bestandes waren bisher durch ein von Karl Otto Müller und anderen erstelltes, handschriftliches Findbuch erschlossen; 0,05 lfd. m. waren unverzeichnet. Bei der Neuverzeichnung wurden die seitherigen Büschelnummern weitgehend beibehalten. Vergleiche die Konkordanz (Bl. 16). Der Entstehungszusammenhang der Ämterbestände ist aufgrund der Überlieferungsgeschichte weitgehend nicht mehr rekonstruierbar. Deshalb wurde bei der Neuverzeichnung nach einer Sachgliederung, die aus der Überlieferungsstruktur der Ämterbestände gewonnen wurde, klassifiziert (vgl. die Sachgliederung zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände vom 1.1.1997 von Barbara Hoen; Az.: 7511.0). Als Mischbestände enthalten die Ämterbestände i.d.R. verschiedene Provenienzen. Diese wurden, soweit sie bei der Verzeichnung festgestellt werden konnten, bei den Titelaufnahmen vermerkt. Die Verzeichnung erfolgte im Juli 1998 unter Mitwirkung der Praktikantin Diana Otterbach und mit Hilfe des Computerprogramms MIDOSA. Der Bestand umfasst nun 18 Büschel (Büschel 1-16 sowie 1a und 12a) im Umfang von 0,2 lfd. m. Das handschriftliche Findbuch K.O. Müllers wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Stuttgart, im Juli 1998 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis: Bl. Blatt Bü Büschel G Geistlich GV Geistliche Verwaltung OA Oberamt o. D. ohne Datum Pap. Papier S. Seite(n) Schr. Schriftstück(e) W Weltlich
Konkordanz: alte Bü-Nr. neue Bü-Nr. Ordnungs-Nr. 1 1 3 1a 1a 7 2 2 16 3 3 8 4 4 4 5 5 6 6 6 14 7 7 9 8 8 1 8 9 2 9 jetzt StA Sigmaringen: Kameralamt Altensteig 10 10 18 11 11 12 12 12 13 12 12a 11 13 13 10 14 14 15 unverzeichnet 15 17 unverzeichnet 16 5
18 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET
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