Schwetzingen, Stadt (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 221
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) >> Akten >> Städte >> Schwetzingen, Stadt
[1305] 1435-1866
Überlieferungsgeschichte
Das erst im 17./18. Jahrhundert aus zwei Siedlungskernen zu einem Dorf zusammengewachsene kurpfälzische Schwetzingen erhielt 1759 das Marktrecht. Das Schloß diente seit 1720 den Kurfürsten als Ausweich- und Nebenresidenz: Während der Regierungszeit Karl Theodors 1742-1778 wurde der Hof von Mannheim aus im Sommer regelmäßig hierher verlegt. Als Sitz eines badischen Amtes seit 1803, erhielt Schwetzingen 1833 das Stadtrecht.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält vor allem Akten der kurpfälzischen Zentralverwaltung (vgl. Bestände 178 und 376).
Vorwort: Der vorliegende nach dem Pertinenzprinzip gebildete Bestand (zur Bestandsgeschichte s. Einleitung zu Teil 7 der Beständeübersicht des GLA - Best. 229, S. 9- 18) umfasst 518 Faszikel in 7,5 lfd. m. Die Überlieferung erstreckt sich über den Zeitraum von 1305- 1866, wobei ca. 64% des Schriftguts aus dem 18. Jh., ca. 28% aus dem 19. Jh. und ca. 6% aus dem 17. Jh. stammt. Die restlichen 2% verteilen sich auf das 14. -16. Jh. Die Provenienzen gliedern sich wie folgt: a) kurpfälzische Behörden ( ca. 70% der Unterlagen): ca. 43% Hofkammer ca. 21% Geheime Staatskonferenz ca. 13% Regierung ca. 5% Rheinpfälz. Generallandeskommissariat ca. 4% Geistliche Administration in Heidelberg ca. 3% Ev.-Iuth. Konsistorium ca. 2% Reform. Kirchenrat ca. 9% verschiedene Behörden; b) badische Behörden ( ab 1803; ca. 30% der Unterlagen): ca. 43% Direktorium des Neckarkreises (ab 1832 Regierung des Unterrheinkreises) ca. 19% Hofrat ca. 7% Geheimes Ratskollegium ca. 5% Finanzministerium ca. 3% Innenministerium ca. 23% verschiedene Behörden. Als Grundlage dieser Angaben dienten die jeweils letzten Provenienzangaben.
Bearbeiterbericht: Der Bestand 221 war bisher durch ein im Jahre 1956 von Wilhelm Schweinfurth unter der Aufsicht von Paul Fütterer erstelltes Zettelrepertorium erschlossen. Es erfolgte mit der Erstellung des vorliegenden Bandrepertoriums eine Modernisierung und Erweiterung der Titelaufnahmen sowie die Anlegung von Orts-, Personen- und Sachindizes. Die in einigen Akten vorgefundenen großformatigen Pläne wurden entnommen und in die Plansammlungen G ( Baupläne) bzw. H ( Gemarkungspläne) eingegliedert. Die genauen Signaturen sind in den betr. Titelaufnahmen angegeben. Karlsruhe, den 16.2.1994 G. Knopp
Literatur: Allgemein: Gropp, Heinrich: "Das Schwetzinger Schloss zu Anfang des 18. Jh.s" ( Dissertation, 1930); Seyfried, Eugen: "Heimatgeschichte des Bezirks Schwetzingen" ( 1925); Sperber, Hans: "Chronik der Stadt Schwetzingen 766-1982" ; Häusser, Ludwig: "Geschichte der Rhein. Pfalz", Bd. 2 (1924); Schaab, Meinrad: "Geschichte der Kurpfalz", Bd.2; Stiefel, Karl: "Baden 1648-1952" ; Vogelsang, Gretl: "Kanzlei- u. Ratswesen der pfälz. Kurfürsten um die Wende v. 15. zum 16.Jh." (Dissertation, 1942) Ortsindex: Das Land Baden-Württemberg, Amtl. Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden Bd. II - Die Gemeinden vor und nach der Gebietsreform (1975) Müllers Großes Dt. Ortsbuch ( 1988/89) Personenindex: Hof- u. Staatskalender der Kurpfalz sowie des Grhzgt. Baden Die kurpfälz. Dienerbücher 1476-1685 (bearb. v. M. Krebs) Stuck, Kurt: "Personal u. kurpfälz. Zentralbehörden in Heidelberg 1475-1685" ( 1986) Handbuch f. Baden und seine Diener 1790-1845 ( 1846)
Das erst im 17./18. Jahrhundert aus zwei Siedlungskernen zu einem Dorf zusammengewachsene kurpfälzische Schwetzingen erhielt 1759 das Marktrecht. Das Schloß diente seit 1720 den Kurfürsten als Ausweich- und Nebenresidenz: Während der Regierungszeit Karl Theodors 1742-1778 wurde der Hof von Mannheim aus im Sommer regelmäßig hierher verlegt. Als Sitz eines badischen Amtes seit 1803, erhielt Schwetzingen 1833 das Stadtrecht.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält vor allem Akten der kurpfälzischen Zentralverwaltung (vgl. Bestände 178 und 376).
Vorwort: Der vorliegende nach dem Pertinenzprinzip gebildete Bestand (zur Bestandsgeschichte s. Einleitung zu Teil 7 der Beständeübersicht des GLA - Best. 229, S. 9- 18) umfasst 518 Faszikel in 7,5 lfd. m. Die Überlieferung erstreckt sich über den Zeitraum von 1305- 1866, wobei ca. 64% des Schriftguts aus dem 18. Jh., ca. 28% aus dem 19. Jh. und ca. 6% aus dem 17. Jh. stammt. Die restlichen 2% verteilen sich auf das 14. -16. Jh. Die Provenienzen gliedern sich wie folgt: a) kurpfälzische Behörden ( ca. 70% der Unterlagen): ca. 43% Hofkammer ca. 21% Geheime Staatskonferenz ca. 13% Regierung ca. 5% Rheinpfälz. Generallandeskommissariat ca. 4% Geistliche Administration in Heidelberg ca. 3% Ev.-Iuth. Konsistorium ca. 2% Reform. Kirchenrat ca. 9% verschiedene Behörden; b) badische Behörden ( ab 1803; ca. 30% der Unterlagen): ca. 43% Direktorium des Neckarkreises (ab 1832 Regierung des Unterrheinkreises) ca. 19% Hofrat ca. 7% Geheimes Ratskollegium ca. 5% Finanzministerium ca. 3% Innenministerium ca. 23% verschiedene Behörden. Als Grundlage dieser Angaben dienten die jeweils letzten Provenienzangaben.
Bearbeiterbericht: Der Bestand 221 war bisher durch ein im Jahre 1956 von Wilhelm Schweinfurth unter der Aufsicht von Paul Fütterer erstelltes Zettelrepertorium erschlossen. Es erfolgte mit der Erstellung des vorliegenden Bandrepertoriums eine Modernisierung und Erweiterung der Titelaufnahmen sowie die Anlegung von Orts-, Personen- und Sachindizes. Die in einigen Akten vorgefundenen großformatigen Pläne wurden entnommen und in die Plansammlungen G ( Baupläne) bzw. H ( Gemarkungspläne) eingegliedert. Die genauen Signaturen sind in den betr. Titelaufnahmen angegeben. Karlsruhe, den 16.2.1994 G. Knopp
Literatur: Allgemein: Gropp, Heinrich: "Das Schwetzinger Schloss zu Anfang des 18. Jh.s" ( Dissertation, 1930); Seyfried, Eugen: "Heimatgeschichte des Bezirks Schwetzingen" ( 1925); Sperber, Hans: "Chronik der Stadt Schwetzingen 766-1982" ; Häusser, Ludwig: "Geschichte der Rhein. Pfalz", Bd. 2 (1924); Schaab, Meinrad: "Geschichte der Kurpfalz", Bd.2; Stiefel, Karl: "Baden 1648-1952" ; Vogelsang, Gretl: "Kanzlei- u. Ratswesen der pfälz. Kurfürsten um die Wende v. 15. zum 16.Jh." (Dissertation, 1942) Ortsindex: Das Land Baden-Württemberg, Amtl. Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden Bd. II - Die Gemeinden vor und nach der Gebietsreform (1975) Müllers Großes Dt. Ortsbuch ( 1988/89) Personenindex: Hof- u. Staatskalender der Kurpfalz sowie des Grhzgt. Baden Die kurpfälz. Dienerbücher 1476-1685 (bearb. v. M. Krebs) Stuck, Kurt: "Personal u. kurpfälz. Zentralbehörden in Heidelberg 1475-1685" ( 1986) Handbuch f. Baden und seine Diener 1790-1845 ( 1846)
523 Akten (Nummernbereich 1-519)
Bestand
Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S.386
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ