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Rechnung 1674/75
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1674-1675
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Einträge mit Bezug zu (kunst-)handwerklichen Erzeugnissen u.a.:
- Ankauf von Textilien aus verschiedenen Quellen (fol. 302-307).
Auszahlungen auf besonderen fürstlichen Befehl:
- Glaswaren
-- aus Venedig (ein Spiegel zum fürstlichen Brautgut, Nr. 685, fol. 313v);
-- ohne Herkunftsangabe (geschnittene Gläser, Nr. 696, fol. 314v-315r);
- Besteck von Jeremias Pfeffenhäuser, Goldschmied (Nr. 717, fol. 317r).
- Silbergeschirr von
-- Jeremias Pfeffenhäuser (Nr. 734, fol. 319r; Nr. 774, fol. 324v; Geschenk für Herzog Bernhard von Sachsen-Jena, Nr. 808, fol. 328v);
-- Balthasar Gelb, Goldschmied zu Augsburg (Nr. 762, fol. 323r).
- Ein großes Wehrgehänge von Andreas Kieß, Gürtler (Nr. 735, fol. 319v).
- Kupfergeschirr aus Augsburg für die Heimführung (der Magdalena Sybilla von Hessen-Darmstadt anlässlich ihrer Hochzeit mit Herzog Wilhelm Ludwig) (Nr. 745, fol. 320v).
- Bemalen von Fahnen durch Johann Friedrich Gruber, Maler (Nr. 768, fol. 323v).
- Schneiden von Siegeln durch den Stahl- und Wachsconterfeter Johann Christoph Müller (Nr. 775, fol. 324v).
- Gold und Silber aus Nürnberg für die Umhänge der Herzogin (Nr. 790, fol. 326v-327r).
Ausgaben für Handwerker:
- Zahlungen an
-- Isaak Faus, Hofhafner (Arbeit, Nr. 915, fol. 348r; Nr. 1044, fol. 360r);
-- Abraham Jos, Bildhauer (Engelsköpfe an einer Wiege, Nr. 922, fol. 349r; ein Löwenkopf am fürstlichen Sarg, Nr. 1025, fol. 358r);
-- Friedrich Gottlieb Müller, Maler (Wappen, Nr. 936, fol. 350r; Anstrich, Nr. 949, fol. 351v);
-- Hans Knoll, Maler (Anstriche, Nr. 939, fol. 350v);
-- Johann Wilhelm Speidel, Kannengießer (Nr. 962, fol. 352v; Nr. 1101, fol. 366r; Nr. 1119, fol. 367v);
-- Jeremias Pfeffenhäuser, Goldschmied (Arbeiten zur Silberkammer, Nr. 963, fol. 353r);
-- Georg Nikolaus List, Maler (Bemalen von Fahnen zur Beisetzung Herzog (Eberhards III.), Nr. 965, fol. 353r);
-- Bernhard Schaumann, Maler (Vergolden von Kinderwiegen, Nr. 981, fol. 354v; Arbeit an einer Kutsche, Nr. 1004, fol. 356v; Wappen, Nr. 1028, fol. 358v; Bemalen einer Kindswiege, Nr. 1061, fol. 362r; Arbeit im Gemach der Herzogin, Nr. 1065, fol. 362r; Arbeit, Nr. 1099, fol. 365v; Nr. 1108, fol. 366v);
-- Johann Friedrich Gruber, Maler (Arbeit am Kamin in ihrer Durchlaucht Gemach, Nr. 982, fol. 354v);
-- Johann Andreas Thiele (Arbeit im Balletthaus, Nr. 1001, Porträt, Nr. 1002, fol. 356v);
-- Johann Eberhard Kauder, Uhrmacher (Nr. 1006-1011, fol. 357r);
-- Johann Messerer, Glaser (Arbeit, Nr. 1060, fol. 361v);
-- außerdem an die Maler Schaumann, Gruber, Müller und Knoll für die Vergoldung von eingegossenen Engels- und Löwenköpfen auf dem Zinnsarg des Herzogs (Eberhard III.), Nr. 1034, fol. 359r).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.