Bürgermeister, Gericht und Rat der Stadt Urach bekunden, daß sie der früheren Kartause Güterstein (Carthus zum Gueterstain) für die Dauer ihres Bestehens 20 Tagwerk Wald- und Rainwiesen, an der staig under dem Biesterstain[!] gelegen, überlassen hatten. Nach Aufhebung der Kartause durch Herzog Ulrich von Württemberg suchte die Stadt Urach um Rückerstattung der Wiesen nach. Da man sich auf deren Abtrennung nicht verständigen konnte, schlossen die beiden Parteien folgenden Vergleich: Die genannten Wiesen verbleiben mit allen Rechten dem Herzog von Württemberg. Als Gegenleistung erhält die Stadt Urach 250 Gulden in bar. Außerdem wird ihr die Zahlung eines Zinses von 10 Gulden erlassen, der jährlich am St. Laurentiustag an Württemberg zu entrichten war und auf einem Kapital von 200 Gulden für eine Fronleichnamsmesse beruhte. Der betreffende Gültbrief wird der Stadt Urach ausgehändigt.
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Bürgermeister, Gericht und Rat der Stadt Urach bekunden, daß sie der früheren Kartause Güterstein (Carthus zum Gueterstain) für die Dauer ihres Bestehens 20 Tagwerk Wald- und Rainwiesen, an der staig under dem Biesterstain[!] gelegen, überlassen hatten. Nach Aufhebung der Kartause durch Herzog Ulrich von Württemberg suchte die Stadt Urach um Rückerstattung der Wiesen nach. Da man sich auf deren Abtrennung nicht verständigen konnte, schlossen die beiden Parteien folgenden Vergleich: Die genannten Wiesen verbleiben mit allen Rechten dem Herzog von Württemberg. Als Gegenleistung erhält die Stadt Urach 250 Gulden in bar. Außerdem wird ihr die Zahlung eines Zinses von 10 Gulden erlassen, der jährlich am St. Laurentiustag an Württemberg zu entrichten war und auf einem Kapital von 200 Gulden für eine Fronleichnamsmesse beruhte. Der betreffende Gültbrief wird der Stadt Urach ausgehändigt.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 569 U 1
Entnommen aus: A 569 Bü 1 Qu. 2
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 569 Haupt- und Landgestüt Marbach
Haupt- und Landgestüt Marbach >> 1. Urkunden
1541 März 28 (Montag nach Letare)
Urkunden
Siegler: Sr.: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; am Rand besch.; Legende auf umlaufender Banderole: secretum civium in urach 1512; in einem Schild Hifthorn mit Fessel
Vermerke: Rückvermerke
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg.; am Rand besch.; Legende auf umlaufender Banderole: secretum civium in urach 1512; in einem Schild Hifthorn mit Fessel
Vermerke: Rückvermerke
Bad Urach RT
Güterstein, Gestütshof : Bad Urach RT; Kartause
Urach s. Bad Urach
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:19 MEZ