Georg Kranich (Jorge Kranch), Bastardsohn des Göbel Kranich (+) [von Lambsheim], verkauft die aufgezählten Güter und Gülten in Rüdesheim (Ruderßheym), die ihm von seinem Vater zu dessen Lebzeiten erblich übergeben worden waren und die er eine Zeitlang besessen und genossen hat, mit allen zugehörigen Freiheiten, Herrlichkeiten und Gerechtigkeiten dem Kurfürsten Philipp von der Pfalz für 80 rheinische Gulden und quittiert die Bezahlung durch dessen Burggrafen zu Alzey. Außerdem verspricht er Währschaft, zugehörige Schriftstücke zu übergeben und den Käufer bei etwaige aufgefundenen Beschwernissen oder Klagen schadlos zu halten. Zur Besiegelung bittet er den Junker Antonius (Anthis) von Heppenheim genannt vom Saal, Schultheiß zu Alzey, hinzu. Die Zinsen werden im Detail mit Zinsgebern und gegebenenfalls der Lage der Grundstücke aufgeführt. Gezinst werden Korn, Geld, Kappaune, und Gänse. Erwähnung finden u. a. das Kloster Hane bei Bolanden und das Kloster Mariacron (Mergenkron) bei Oppenheim als Anteilshaber an einem Hof, das Backhaus der Susanna, die von dieser Erbleihe einen jährlichen Zins entrichtet, und ein Kohlgarten.