Handakten J. M. Knörzer (+1823) (Bestand)
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Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, Sf 165
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Archiv Schillingsfürst >> Sonstige Bestände
1765-1823
Inhalt und Bewertung
Die Handakten des in leitenden Funktionen in Diensten von Hohenlohe-Schillingsfürst und Hohenlohe-Bartenstein stehenden Juristen kamen 1843 in das Archiv Schillingsfürst.
Gliederung: 1. Persönliche Angelegenheiten; 2. Korrespondenzen; 3. Fränkisches Reichsgrafenkollegium; 4. Hohenlohe-Schillingsfürst; 5. Hohenlohe-Bartenstein; 6. Graf von Fries'sche Administration; 7. Sonstiges.
Obwohl Johann Michael Knörzer (gest. 1823) in der Schillingsfürster und in der Bartensteiner Administration in Spitzenstellungen gelangte, lassen sich Unterlagen, die Auskunft über seine Person und seine berufliche Laufbahn geben können, nur in geringem Umfang nachweisen. Wohl nach einem Jurastudium, das er mindestens teilweise bei einem in Schillingsfürst angestellten Juristen absolvierte, wurde er 1767 Oberamtsaktuar, 1785 Regierungsrat bei der Gemeinschaftlichen Regierung, dann um 1800 Kammerdirektor in Schillingsfürst und 1802 Chef der Regierung in Bartenstein. Sonderaufgaben nahm er wahr als Syndicus des Fränkischen Reichsgrafenkollegiums katholischen Teils und als zeitweiliger Gesandter der Waldenburger Linie beim Fränkischen Kreis. Als einziger leitender hohenlohischer Beamter wurde er im November 1806 wegen Renitenz gegen die Anordnungen der württembergischen Verwaltung verhaftet und verbrachte einige Monate als Staatsgefangener auf dem Hohenasperg. Nach seiner Entlassung 1807 verließ er Württemberg und kehrte in seine bayerisch gewordene Heimat zurück. Der Begründer der jüngeren Linie des Hauses Schillingsfürst, Fürst Franz, und sein Hauptgläubiger Graf Moritz von Fries nahmen Knörzer in ihre Dienste. Daneben vertrat er die Interessen seines früheren Dienstherrn, des in Frankreich lebenden Fürsten Ludwig Aloys zu Hohenlohe-Bartenstein, bei der Auseinandersetzung der Hinterlassenschaft des früheren Fürstbischofs von Breslau. Wie die Akten erkennen lassen, betätigte er sich ferner außerhalb seiner speziellen Dienstverhältnisse als Advokat. Der vorliegende Bestand enthält diejenigen Handakten Knörzers, die in den unverzeichneten oder nur listenmäßig erfaßten älteren Teilbeständen des Archivs Schillingsfürst aufgefunden werden konnten. Alle Akten, deren originale Titelblätter erhalten sind, tragen eine Signatur aus römischen und arabischen Ziffern, den Namen "von Peter" sowie den Vermerk: "Vom königl. Landgericht Schillingsfürst an die f. Domänenkanzlei daselbst ausgehändigt am 09. Febr. 1843." Bei dem "von Peter" könnte es sich um den bayerischen Appellationsgerichtsadvokaten Ritter von Peter handeln, ohne daß eine Beziehung zu Knörzer oder seinen Nachkommen bislang nachweisbar wäre. Ebenso konnte nicht geklärt werden, aus welchem Grund das Schriftgut in die Obhut des Landgerichts Schillingsfürst gelangt war. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dürften sich weitere Handakten Knörzers in den Archiven Bartenstein und Waldenburg befinden. Der Bestand, der die Bezeichnung "Sf 165 Handakten J.M. Knörzer" erhielt, wurde 1996 von W. Beutter verzeichnet und geordnet. Er umfaßt in 1,8 lfd. m 95 Büschel. Neuenstein, im November 1997 Beutter
95 Bü (1,8 lfd.m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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13.11.2025, 2:39 PM CET