Johann [von Henneberg], Koadjutor von Fulda, der Dekan und der Konvent von Fulda bekunden, dass es zwischen Philipp [I. dem Großmütigen], Landgraf...
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1472
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1521-1530
1526 November 13
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist zu Fulda auf Dinstag nach sant Martins tag des hailigen bischofs unnd nach Christi geburt gezelet tausent funfhundert und im sechsundzwainzigsten iaren
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann [von Henneberg], Koadjutor von Fulda, der Dekan und der Konvent von Fulda bekunden, dass es zwischen Philipp [I. dem Großmütigen], Landgraf von Hessen und Graf von Katzenelnbogen, und ihnen wegen der Einnahme der Städte, Burg und Flecken Fulda und Hünfeld samt Zehnt und Zubehör, die Philipp aufgrund von bäuerlichen Unruhen und wegen eines, auf Grund von Beschwerungen von Konvent und Ritterschaft von Fulda, unvollzogenen Vertrages besetzt hatte, zu Streitigkeiten gekommen war. Der in Folge dessen ausgestellte Schiedsspruch, der auf Befehl der kaiserlichen Majestät Prinz Ferdinand, Infant von Spanien und Erzherzog von Österreich, von den als Kommissaren eingesetzten Erich [I., der Ältere], Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Philipp [I.], Markgraf von Baden und Hachberg (Hochberg), Bernhard [III. von Cles], Bischof von Trient, und Kasimir, Markgraf von Brandenburg[-Kulmbach], in Allendorf an der Werra (Werrh) geschlossen und worüber eine besiegelte Urkunde ausgestellt wurde, wird mit Anfang (vonn Gotes gnaden wir Erich herzog zu Braunschweig und Lunenburg et cetera) und Ende (Gebenn und gescheen zu Allendorf an der Werrh nach Christi geburt gezelt tausent funfhundert und sechsundzwainzig iare am abent Simonis et Iude apostolorum) zitiert. Es wird bekundet, dass diese Urkunde von Koadjutor, Dekan und Konvent von Fulda die Zahlung von 18000 rheinischen Gulden, halb in Gold, halb in Münzen Frankfurter Währung aus der Münze der Kurfürsten am Rhein, an den Landgrafen Philipp von Hessen verlangt. Das Kloster Fulda soll demnach jeweils 6000 Gulden an drei Terminen bezahlen: zur nächsten [1527] Frankfurter Fastenmesse, zur darauf folgenden [1528] und zur hierauf folgenden [1529]. Die Aussteller versprechen, diese Zahlungen gegen Ausstellung von Quittungen fristgerecht in Frankfurt zur Messe (zu Franckfurt in der Mesze) vorzunehmen. Sollten sie mit der Zahlung in Verzug kommen, ist der Landgraf von Hessen berechtigt, sich an Burg, Städten, Dörfern, Gütern und Zubehör des Klosters Fulda Erstattung zu verschaffen, bis ihm die genannte Summe bezahlt worden ist. Es wird bekundet, dass den Ausstellern vorbehalten bleibt, die Summe mit einer Einmalzahlung von 16000 Gulden zur nächsten Frankfurter Fastenmesse zu begleichen. Ausstellungsort: Fulda. Siegelankündigung des Koadjutors Johann für sich und den Abt Hermann [Burggraf] von Kirchberg. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Koadjutor Johann, Konvent von Fulda
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 440, S. 544-550
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann [von Henneberg], Koadjutor von Fulda, der Dekan und der Konvent von Fulda bekunden, dass es zwischen Philipp [I. dem Großmütigen], Landgraf von Hessen und Graf von Katzenelnbogen, und ihnen wegen der Einnahme der Städte, Burg und Flecken Fulda und Hünfeld samt Zehnt und Zubehör, die Philipp aufgrund von bäuerlichen Unruhen und wegen eines, auf Grund von Beschwerungen von Konvent und Ritterschaft von Fulda, unvollzogenen Vertrages besetzt hatte, zu Streitigkeiten gekommen war. Der in Folge dessen ausgestellte Schiedsspruch, der auf Befehl der kaiserlichen Majestät Prinz Ferdinand, Infant von Spanien und Erzherzog von Österreich, von den als Kommissaren eingesetzten Erich [I., der Ältere], Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Philipp [I.], Markgraf von Baden und Hachberg (Hochberg), Bernhard [III. von Cles], Bischof von Trient, und Kasimir, Markgraf von Brandenburg[-Kulmbach], in Allendorf an der Werra (Werrh) geschlossen und worüber eine besiegelte Urkunde ausgestellt wurde, wird mit Anfang (vonn Gotes gnaden wir Erich herzog zu Braunschweig und Lunenburg et cetera) und Ende (Gebenn und gescheen zu Allendorf an der Werrh nach Christi geburt gezelt tausent funfhundert und sechsundzwainzig iare am abent Simonis et Iude apostolorum) zitiert. Es wird bekundet, dass diese Urkunde von Koadjutor, Dekan und Konvent von Fulda die Zahlung von 18000 rheinischen Gulden, halb in Gold, halb in Münzen Frankfurter Währung aus der Münze der Kurfürsten am Rhein, an den Landgrafen Philipp von Hessen verlangt. Das Kloster Fulda soll demnach jeweils 6000 Gulden an drei Terminen bezahlen: zur nächsten [1527] Frankfurter Fastenmesse, zur darauf folgenden [1528] und zur hierauf folgenden [1529]. Die Aussteller versprechen, diese Zahlungen gegen Ausstellung von Quittungen fristgerecht in Frankfurt zur Messe (zu Franckfurt in der Mesze) vorzunehmen. Sollten sie mit der Zahlung in Verzug kommen, ist der Landgraf von Hessen berechtigt, sich an Burg, Städten, Dörfern, Gütern und Zubehör des Klosters Fulda Erstattung zu verschaffen, bis ihm die genannte Summe bezahlt worden ist. Es wird bekundet, dass den Ausstellern vorbehalten bleibt, die Summe mit einer Einmalzahlung von 16000 Gulden zur nächsten Frankfurter Fastenmesse zu begleichen. Ausstellungsort: Fulda. Siegelankündigung des Koadjutors Johann für sich und den Abt Hermann [Burggraf] von Kirchberg. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Koadjutor Johann, Konvent von Fulda
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 440, S. 544-550
Die Urkunde ist durch Einschnitte ungültig gemacht worden.
Vgl. hierzu auch Nr. 1471.
Die Frankfurter Fastenmesse scheint mindestens zwischen dem Sonntag Letare und dem Palmsonntag stattgefunden zu haben, vgl. Fabian, Messkataloge.
Vgl. hierzu auch Nr. 1471.
Die Frankfurter Fastenmesse scheint mindestens zwischen dem Sonntag Letare und dem Palmsonntag stattgefunden zu haben, vgl. Fabian, Messkataloge.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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- 1521-1530 (Classification)
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