Bitte von Hofrichter und Räten der Oberpfalz zu Neumarkt an Herzog Ulrich von Württemberg, den "briester" Leonhard, der früher Prediger in Schnaittach war und sich jetzt im Kloster Adelberg (Adelburg) aufhalten soll, als Zeugen in einem vor dem Hofgericht anhängigen Prozess zwischen dem Schnaittacher Bürger Hans Thurn und dem dort ansässigen Juden Joseph zu verhören (61)
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Bitte von Hofrichter und Räten der Oberpfalz zu Neumarkt an Herzog Ulrich von Württemberg, den "briester" Leonhard, der früher Prediger in Schnaittach war und sich jetzt im Kloster Adelberg (Adelburg) aufhalten soll, als Zeugen in einem vor dem Hofgericht anhängigen Prozess zwischen dem Schnaittacher Bürger Hans Thurn und dem dort ansässigen Juden Joseph zu verhören (61)
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 1 Bü 5, 5
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 1 Regierungsakten Herzog Ulrichs
Regierungsakten Herzog Ulrichs >> Unterlagen >> Unterlagen aus den Jahren 1534 bis 1548
8. Januar 1539
2 Bl.
Dokument
Schaden: Papier Fehlstellen
Begleitschreiben zu den (nicht erhaltenen) 'Defensional-Artikeln' des Juden Joseph vom Juni 1538
Joseph; Jude zu Schnaittach (1539)
Leonhard; Priester, ehemaliger Prediger zu Schnaittach, jetzt im Kloster Adelberg (1539)
Thurn, Hans; Bürger zu Schnaittach (1539)
Oberpfalz; Hofrichter und Räte zu Neumarkt
Unterlagen aus den Jahren 1534 bis 1548
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:23 MEZ
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