Gutsarchiv Lönnewitz (Bestand)
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H 142 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1772) 1822 - 1846
Findhilfsmittel: Findbuch von 1989 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Lönnewitz gehört zur Stadt Mühlberg/Elbe, Lkr. Elbe-Elster, Brandenburg.
Lönnewitz gehörte zum Amt Liebenwerda, das in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts durch die askanischen Kurfürsten von Sachsen eingerichtet wurde. 1423 gelangte es mit der Übertragung der Kurwürde an die Wettiner und wurde 1815 an Preußen abgetreten, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
1455 belehnt Kurfürst Friedrich II. von Sachsen Philipp und Heinrich von Weltewitz u. a. mit dem Dorf Lönnewitz. Die wohl aus Weltewitz bei Delitzsch stammende Familie wird noch 1766 als Besitzerin genannt.
Für 1812 sind zwei amtsässige Rittergüter Alt-Lönnewitz und Neu-Lönnewitz nachweisbar.
Die Fragmente eines Gutsarchivs gehörten zum Rittergut Neu-Lönnewitz, das 1827 das Patrimonialgericht über sieben Häuser des nach Alt-Lönnewitz eingepfarrten Ortes sowie über das Dorf Zinsdorf und das Vorwerk Neumühle besaß. Das Gut war seit dem frühen 19. Jh. in bürgerlichem Besitz. Nachweisbare Eigentümer sind 1825 Ludwig Ferdinand Kretzschmar, 1834 und noch 1844 Karl Gottfried Kaul, der 1839 auch Alt-Lönnewitz besaß, 1857 und noch 1880 eine Familie Bilau sowie 1900 und bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 eine Familie Landmann.
Bestandsinformationen: Der Bestand wurde 1989 aus dem 1987 verzeichneten utsarchiv Emseloh herausgelöst.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Lönnewitz gehört zur Stadt Mühlberg/Elbe, Lkr. Elbe-Elster, Brandenburg.
Lönnewitz gehörte zum Amt Liebenwerda, das in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts durch die askanischen Kurfürsten von Sachsen eingerichtet wurde. 1423 gelangte es mit der Übertragung der Kurwürde an die Wettiner und wurde 1815 an Preußen abgetreten, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
1455 belehnt Kurfürst Friedrich II. von Sachsen Philipp und Heinrich von Weltewitz u. a. mit dem Dorf Lönnewitz. Die wohl aus Weltewitz bei Delitzsch stammende Familie wird noch 1766 als Besitzerin genannt.
Für 1812 sind zwei amtsässige Rittergüter Alt-Lönnewitz und Neu-Lönnewitz nachweisbar.
Die Fragmente eines Gutsarchivs gehörten zum Rittergut Neu-Lönnewitz, das 1827 das Patrimonialgericht über sieben Häuser des nach Alt-Lönnewitz eingepfarrten Ortes sowie über das Dorf Zinsdorf und das Vorwerk Neumühle besaß. Das Gut war seit dem frühen 19. Jh. in bürgerlichem Besitz. Nachweisbare Eigentümer sind 1825 Ludwig Ferdinand Kretzschmar, 1834 und noch 1844 Karl Gottfried Kaul, der 1839 auch Alt-Lönnewitz besaß, 1857 und noch 1880 eine Familie Bilau sowie 1900 und bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 eine Familie Landmann.
Bestandsinformationen: Der Bestand wurde 1989 aus dem 1987 verzeichneten utsarchiv Emseloh herausgelöst.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 0.2
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ