Pionierformationen (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 291
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Kriegsministerium >> Truppenformationen
1837-1872
Überlieferungsgeschichte
Nach 1872 in die Registratur des Kriegsministeriums.
Inhalt und Bewertung
Enthält: Befehle und Bekanntmachungen an das Kommando und den Stab, Schriftgut des Kommandos, bzw. des Stabs (v. a. Personal- und Löhnungsangelegenheiten, Feldzug 1866 und 1870/71, Feldmusterlisten, Tagebuch, Auszeichnungen), Schriftgut der Kompanien (v. a. Befehlbücher, Kriegstagebücher 1870/71); Handakten des Pionierkommandeurs v. Loeffler.
Geschichte der Pionierformationen: Im Jahr 1815 wurde in Württemberg erstmals eine Sappeurkompanie aufgestellt, die ab 1817 dem Generalquartiermeisterstab nachgeordnet wurde; ab 1833 wurde sie offiziell als Pionierkompanie bezeichnet. 1855 wurde zusätzlich eine Festungspionierkompanie errichtet; Pionierkompanie und Festungspionierkompanie wurden jetzt auch als 1. und 2. Pionierkompanie bezeichnet, beide bildeten das Pionierkorps, an dessen Spitze ein Kommandant mit einem Stab stand. Nach dem Kriegsstand von 1855 gliederte sich das Pionierkorps in einen Avantgardebrückenzug, einen Hauptbrückenzug und die Divisionspioniere. 1866 wurde noch eine Geniekompanie errichtet, die für den Festungsbau in Ulm zuständig war. Während des Kriegs von 1866 hatte das Pionierkorps dieselbe Gliederung wie schon 1855 vorgesehen. Im Krieg von 1870/71 bestand das Pionierkorps aus dem Feldpionierkorps, den Festungs-Truppen - also der Geniekompanie - und den Ersatz- und Depottruppen (Ersatzabteilung). Das Feldpionierkorps wiederum gliederte sich in den Stab, die Pontonierkompanie (1. Kompanie), die Sappeurkompanie (2. Kompanie), den Brückentrain, die Schanzzeugkolonnen und die mobile Telegraphenabteilung.
Bestandsgeschichte: Die Akten der Pionierformationen umfassen hauptsächlich Befehlsbücher und einige wenige Akten über Personal- und Kassenangelegenheiten: Ansätze einer Ordnung der Akten nach Schlagworten sind erkennbar; es kommen vor: "Gefallene", "Kriegsreserve", "Kriegsdenkmünze". Die Unterlagen kamen über das Kriegsarchiv 1930 ins Staatsarchiv Ludwigsburg, wo sie von K. O. Müller meist dem Bestand E 279-282, Registraturbücher der obersten Militärbehören, zugewiesen wurden; einige wenige Unterlagen kamen zum Bestand E 284-286, Feldzugsakten. 1969 ins neugegründete Militärarchiv nach Stuttgart verlagert, wurden sie seit etwa 1979 unter Leitung von Dr. Günter Cordes von Werner Urban neu verzeichnet. Zu den Pionierformationen gehören auch die Handakten des Pionierkommandeurs Emil von Loeffler, vor allem auch, weil sie zum Teil nicht genau von den Dienstakten trennbar sind.
Kurzbiographie Emil von Loeffler: Emil von Loeffler wurde 1824 als Sohn des Oberst und Regimentskommandeurs Karl von Loeffler in Ludwigsburg geboren. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er 1845 Leutnant beim 1. Infanterieregiment, seit 1847 war er, abgesehen von kürzeren Kommandierungen nach Preußen, ununterbrochen bei den württembergischen Pionieren, seit 1855 als Kommandant der 1. Kompanie, seit 1868 als Kommandant des gesamten Pionierkorps, bzw. ab 1871 wurde er nach Verleihung des Titels eines Generalmajors pensioniert. 1906 ist er in Ulm verstorben.
Bearbeiterbericht: Die Unterlagen fanden sich zum größten Teil im Bestand E 271-278, wohin sie wohl von K. O. Müller im Staatsarchiv Ludwigsburg gelegt wurden. Sie wurden im Militärarchiv seit etwa 1979 vor allem von Dr. Joachim Fischer und Mitarbeitern neu verzeichnet und auch schon gesondert aufgestellt. Dr. Bernhard Theil hat dann im Februar 1993 sämtliche Archivalien entgültig geordnet, wobei er die Unterlagen nach den verschiedenen Ebenen, diese wiederum chronologisch gegliedert hat. Er hat auch die Titelaufnahmen überarbeitet und gelegentlich zusammengefaßt. Werner Urban hat im April 1993 den Bestand verpackt und aufgestellt und das Repertorium mit Hilfe des MIDOSA-Programms erstellt. Der Bestand umfaßt 80 Büschel (= 1,25 lfd.m). Stuttgart, im Februar 1993 Bernhard Theil
Literatur: Emil von Loeffler, Geschichte des Königlich württembergischen Pionierbataillons Nr. 13, Ulm 1883
Nach 1872 in die Registratur des Kriegsministeriums.
Inhalt und Bewertung
Enthält: Befehle und Bekanntmachungen an das Kommando und den Stab, Schriftgut des Kommandos, bzw. des Stabs (v. a. Personal- und Löhnungsangelegenheiten, Feldzug 1866 und 1870/71, Feldmusterlisten, Tagebuch, Auszeichnungen), Schriftgut der Kompanien (v. a. Befehlbücher, Kriegstagebücher 1870/71); Handakten des Pionierkommandeurs v. Loeffler.
Geschichte der Pionierformationen: Im Jahr 1815 wurde in Württemberg erstmals eine Sappeurkompanie aufgestellt, die ab 1817 dem Generalquartiermeisterstab nachgeordnet wurde; ab 1833 wurde sie offiziell als Pionierkompanie bezeichnet. 1855 wurde zusätzlich eine Festungspionierkompanie errichtet; Pionierkompanie und Festungspionierkompanie wurden jetzt auch als 1. und 2. Pionierkompanie bezeichnet, beide bildeten das Pionierkorps, an dessen Spitze ein Kommandant mit einem Stab stand. Nach dem Kriegsstand von 1855 gliederte sich das Pionierkorps in einen Avantgardebrückenzug, einen Hauptbrückenzug und die Divisionspioniere. 1866 wurde noch eine Geniekompanie errichtet, die für den Festungsbau in Ulm zuständig war. Während des Kriegs von 1866 hatte das Pionierkorps dieselbe Gliederung wie schon 1855 vorgesehen. Im Krieg von 1870/71 bestand das Pionierkorps aus dem Feldpionierkorps, den Festungs-Truppen - also der Geniekompanie - und den Ersatz- und Depottruppen (Ersatzabteilung). Das Feldpionierkorps wiederum gliederte sich in den Stab, die Pontonierkompanie (1. Kompanie), die Sappeurkompanie (2. Kompanie), den Brückentrain, die Schanzzeugkolonnen und die mobile Telegraphenabteilung.
Bestandsgeschichte: Die Akten der Pionierformationen umfassen hauptsächlich Befehlsbücher und einige wenige Akten über Personal- und Kassenangelegenheiten: Ansätze einer Ordnung der Akten nach Schlagworten sind erkennbar; es kommen vor: "Gefallene", "Kriegsreserve", "Kriegsdenkmünze". Die Unterlagen kamen über das Kriegsarchiv 1930 ins Staatsarchiv Ludwigsburg, wo sie von K. O. Müller meist dem Bestand E 279-282, Registraturbücher der obersten Militärbehören, zugewiesen wurden; einige wenige Unterlagen kamen zum Bestand E 284-286, Feldzugsakten. 1969 ins neugegründete Militärarchiv nach Stuttgart verlagert, wurden sie seit etwa 1979 unter Leitung von Dr. Günter Cordes von Werner Urban neu verzeichnet. Zu den Pionierformationen gehören auch die Handakten des Pionierkommandeurs Emil von Loeffler, vor allem auch, weil sie zum Teil nicht genau von den Dienstakten trennbar sind.
Kurzbiographie Emil von Loeffler: Emil von Loeffler wurde 1824 als Sohn des Oberst und Regimentskommandeurs Karl von Loeffler in Ludwigsburg geboren. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er 1845 Leutnant beim 1. Infanterieregiment, seit 1847 war er, abgesehen von kürzeren Kommandierungen nach Preußen, ununterbrochen bei den württembergischen Pionieren, seit 1855 als Kommandant der 1. Kompanie, seit 1868 als Kommandant des gesamten Pionierkorps, bzw. ab 1871 wurde er nach Verleihung des Titels eines Generalmajors pensioniert. 1906 ist er in Ulm verstorben.
Bearbeiterbericht: Die Unterlagen fanden sich zum größten Teil im Bestand E 271-278, wohin sie wohl von K. O. Müller im Staatsarchiv Ludwigsburg gelegt wurden. Sie wurden im Militärarchiv seit etwa 1979 vor allem von Dr. Joachim Fischer und Mitarbeitern neu verzeichnet und auch schon gesondert aufgestellt. Dr. Bernhard Theil hat dann im Februar 1993 sämtliche Archivalien entgültig geordnet, wobei er die Unterlagen nach den verschiedenen Ebenen, diese wiederum chronologisch gegliedert hat. Er hat auch die Titelaufnahmen überarbeitet und gelegentlich zusammengefaßt. Werner Urban hat im April 1993 den Bestand verpackt und aufgestellt und das Repertorium mit Hilfe des MIDOSA-Programms erstellt. Der Bestand umfaßt 80 Büschel (= 1,25 lfd.m). Stuttgart, im Februar 1993 Bernhard Theil
Literatur: Emil von Loeffler, Geschichte des Königlich württembergischen Pionierbataillons Nr. 13, Ulm 1883
80 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:39 PM CET