Vertrag zwischen Kloster Bredelar und den Vettern von Padberg namens ihrer Hintersassen zu Beringhausen wegen der Hude in und um den Schafbruch. Kloster Bredelar erlaubt denen von Beringhausen, gegen zwei Handdienste jeden Hauses im Hegeholz oder Schafbruch des Klosters mit denen von Bredelar die Hude mit Ausnahme der Ziegenhude betreiben zu dürfen, soweit es die näher bezeichneten Hudesteine ausweisen. Die Beringhauser dürfen den Bredelarer Pferdekamp nicht benutzen; widrigenfalls werden die Bredelarer eingetriebenes Vieh pfänden. Zur Zeit der Mast und Nachmast dürfen die Beringhauser Hirten und Schäfer in den Gehölzen und an den Feldbäumen bis auf Petri Stuhlfeier nicht weiden. Sollten die von Bredelar in den bezeichneten Distrikten ihre Ländereien mit Winter- oder Sommerfrucht bestellen, so dürfen die von Beringhausen dort nicht weiden lassen. Die neugesetzten elf Steine sollen künftig nicht als Schnadsteine, sondern "als Zeichen der Großhude" angesehen werden, und gegenwärtiger Vertrag soll ältere Verträge nicht berühren.
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Vertrag zwischen Kloster Bredelar und den Vettern von Padberg namens ihrer Hintersassen zu Beringhausen wegen der Hude in und um den Schafbruch. Kloster Bredelar erlaubt denen von Beringhausen, gegen zwei Handdienste jeden Hauses im Hegeholz oder Schafbruch des Klosters mit denen von Bredelar die Hude mit Ausnahme der Ziegenhude betreiben zu dürfen, soweit es die näher bezeichneten Hudesteine ausweisen. Die Beringhauser dürfen den Bredelarer Pferdekamp nicht benutzen; widrigenfalls werden die Bredelarer eingetriebenes Vieh pfänden. Zur Zeit der Mast und Nachmast dürfen die Beringhauser Hirten und Schäfer in den Gehölzen und an den Feldbäumen bis auf Petri Stuhlfeier nicht weiden. Sollten die von Bredelar in den bezeichneten Distrikten ihre Ländereien mit Winter- oder Sommerfrucht bestellen, so dürfen die von Beringhausen dort nicht weiden lassen. Die neugesetzten elf Steine sollen künftig nicht als Schnadsteine, sondern "als Zeichen der Großhude" angesehen werden, und gegenwärtiger Vertrag soll ältere Verträge nicht berühren.
A 103u, 807
A 103u Kloster Bredelar - Urkunden
Kloster Bredelar - Urkunden >> 10. 1601 bis 1700
1657 August 9
Vermerke: Ausfertigung, Papier, deutsch, durch Fäulnis teilweise stark zerstört. Unterschriften des Abtes Absalon, des Priors Augustinus, der Vettern Johann und Ludwig Friedrich von Padberg und des Briloner Richters Jakob Kannegießer. Siegel des Abtes und des Konvents aufgedrückt, letzteres zerstört, Petschaften der Vettern von Padberg aufgedrückt, das aufgedrückte Siegel des Richters verloren. Abschrift in Bredelar Akten 2 fol. 503v-507v
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:30 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.1. Kölnisches Westfalen (A) (Tektonik)
- 1.1.1. Herzogtum Westfalen (Tektonik)
- 1.1.1.2. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Kloster Bredelar (Tektonik)
- Kloster Bredelar / Urkunden (Bestand)
- 10. 1601 bis 1700 (Gliederung)