Recyclingunternehmen erstattet Anzeige gegen Landratsamt
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 D931031/113
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993 >> Juni
23. Juni 1993
Das Recyclingunternehmen HWR Wetzel GmbH aus Waldenburg im Hohenlohekreis hat Strafanzeige gegen das Landratsamt Künzelsau und gegen mehrere Konkurrenten wegen unerlaubter Wertstoffentsorgung erstattet. Die Müllentsorgungsfirma, die für sich Schaden in Millionenhöhe reklamiert, hat eine Detektei eingeschaltet, um ihre Vorwürfe zu erhärten. STEINHAUSEN: Hat mehrere Tage die Verladerampe der Mülldeponie Beltersrot beobachtet. Eine Müllbeseitungsfirma aus Öhringen hat dort Wertstoffe abgelagert, die eigentlich der Wiederverwertung zugeführt werden müßten. Diese Wertstoffe wurden gleich nach der Ablagerung eingeebnet. Es sah so aus, ob gemeinsame Sache zwischen dieser Firma und den Betreibern der Mülldeponie gemacht werden würde. RAMMHOFER: Das Landratsamt Künzelsau weist die Vorwürfe der Vorteilsnahme in dieser Angelegenheit zurück. Es werden nur im geringen Umfange Wertstoffe auf dieser Deponie abgelagert. WETZEL: Die unsortierte Anlieferung auf der Deponie ist eine massive Wettbewerbsverzerrung. Im letzten Jahr hat seine Firma eine Menge Kunden an die Konkurrenz verloren.
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Audio-Visuelle Medien
Rammhofer, Günter
Steinhausen, Jürgen
Wetzel, Werner
Beltersrot : Westernach, Kupferzell KÜN
Hohenlohekreis KÜN Landkreis
Deponie
Landkreis
Müll: Entsorgung
Recycling
Unternehmer
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:21 MEZ