Schuldforderung an die Gemeinde, Rückzahlung durch Pfändung; Appellationsprozess am Gericht Limburg
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GerKer, 922
GerKer Schöffengericht Kerpen
Schöffengericht Kerpen >> 7 Prozesse anderer Gerichte >> 7.3 Prozesse der Appellationsinstanz unter Beteiligung des Schöffengerichts
1681 - 1686
Enthält: Die hier vorhandenen Akten dokumentieren das Appellationsverfahren am Hohen Gericht in Limburg, das seit 1681 anhängig ist. Mittelpunkt ist das Reskript des Kölner Kurfürsten Maximilian Heinrich vom 2.11.1683, in dem er die Gemeinde anweist, die Witwe Kinckius hinsichtlich ihrer Forderungen zufriedenzustellen, gleichzeitig die auf den 4. d. M. angesetzte Distraktion durchzuführen. Es gelingt der Klägerin jedoch immer wieder, die Pfändung und Versteigerung aufzuschieben, zuletzt 1686, indem sie ihren Sohn erklären lässt, sie sei zum Vergleich bereit. Die Kerpener bezweifeln dies jedoch und wenden sich wieder an das Gericht. Witwe Kinckius wird erneut geladen. Aber wegen der bevorstehenden Karwoche, in die der einberaumte Termin (8.4.) fällt, muss er wieder ausgesetzt werden.
Schriftstücke: 39
Archivale
Dulmans, Theodor
Kinckius, Maria ... geb. Dulmans
Kinckius, Witwe
Maximilian Heinrich, Kurfürst
Notare - Prumme, Anton Dietrich
Notare - Wilhelm Mauß
Kerpen - Gemeinde
Kerpen - Bürgermeister und Gemeinde
Köln, Kurfürsten - Maximilian Heinrich
Limburg - Hohes Gericht
Appellationsprozess
Reskript
Schuldforderung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:32 MEZ