Kriegstagebücher Höherer Stäbe und von Feldverwaltungsbehörden (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 410
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Militärische Bestände 1871-ca. 1920 >> Selekte >> Kriegstagebücher >> Behörden und Formationen des XIII. A.K.
1914-1919
Inhalt und Bewertung
Alle mobilen Formationen waren verpflichtet, Kriegstagebücher zu führen, die zusammen mit den Anlagen (Befehle, Meldungen, Gefechtsberichte, Plane, Skizzen, Karten, Fotografien, Gefechtsverluste, Aufzeichnungen über Kriegserfahrungen, private Notizen und dgl.) als Unterlagen für spätere Beschreibungen eines Feldzugs dienen sollten; die Eintragungen waren täglich zu machen. Die Bestimmungen über die Anlage und den Verbleib der Kriegstagebücher und anderer Kriegsakten (sog. Operationsakten) sowie über die Zahl und die Verteilung der davon zu fertigenden Abschriften wurden während des Weltkriegs wiederholt geändert und präzisiert, um so mehr, als darüber beim Stellvertretenden Generalstab der Armee in Berlin und bei den Bundesstaaten unterschiedliche Auffassungen bestanden. In Württemberg war das Kriegsarchiv (vgl. M 1/11) mit der Sammlung der Kriegstagebücher beauftragt.
Nach Berlin gelangte Kriegstagebücher württ. Formationen wurden meist 1938/39 vom Heeresarchiv Potsdam an das Heeresarchiv Stuttgart abgegeben und dort anscheinend zum größten Teil den Beständen der jeweiligen Provenienz eingeordnet (vgl. z. B. M 90).
Der Bestand enthält Kriegstagebücher der Heeresgruppe Herzog Albrecht, des Generalkommandos XIII. A.K., des Generalkommandos z.b.V. Nr. 64, von Höheren Infanterie-Stäben und von Feldverwaltungsbehörden (einschließlich Korps- und Divisionsärzten, evangelischen und katholischen Divisions-Feldgeistlichen) sowie - für Zwecke württ. Stäbe angefertigt - einige Kriegstagebücher nichtwürtt. Kommandobehörden (5. Armee, 9. Armee, Generalkommando XVI. A.K., Generalkommando XIV. Reservekorps).
1491 Bände (36,3 lfd. m.)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ