Supplicationis Auseinandersetzung um Verkauf von Acker
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0486
Wismar B 316 (W B n. 316)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
12.09.1771-08.10.1771
Kläger: (2) Cand jur. Dietrich Carl Bohse zu Wismar
Beklagter: Lic. jur. Joachim Heinrich Scheffel, gemeiner Anwalt des Bohseschen Konkurses
Fallbeschreibung: In der Konkursmasse des verstorbenen Bruders des Kl.s befindet sich ein Acker vor dem Poeler Tor, der den Brüdern gemeinsam gehört. Kl. erbittet den Verkauf dieses Ackers zu seinen Gunsten und bietet an, auf anderen gemeinschaftlichen Besitz im entsprechenden Gegenwert zugunsten der Konkursmasse zu verzichten. Das Tribunal fordert Bekl. am 17.09. zur Antwort binnen 8 Tagen auf, am 19.09. meldet Bekl., daß er einen Käufer für den Acker gefunden hat, der 240 Rtlr bezahlen will und bittet um Zustimmung des Tribunals zum Verkauf, den er am 20.09. erhält. Am 25.09. berichtet Bekl. von Abwicklung des Verkaufs und Auszahlung des halben Kaufpreises an Kl. Am 26.09. erbittet Bekl. im Namen des Käufers Bestätigung des Kaufvertrages und erreicht dies am 04.10. Am 08.10.1771 informiert Kl. über die Auslieferung seiner Obligation an Bekl., das Tribunal nimmt dies ad acta.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1771
Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Bekl. an Gläubiger des Postmeisters Bohse vom 17.09.1771 mit Stellungnahmen von Johann Franz von Palthen vom 17.09.1771, Dr. Joachim Christoph Ungnade und Dr. Christoph Erich Hertzberg vom 18.09.1771, Dr. Johann David Lembcke vom 19.09.1771; Quittung des Kl.s über 120 Rtlr vom 24.09.1771; Kaufvertrag über ein Lott Acker auf dem Kagenmarkt vom 23.09.1771; Quittung des Bekl. über Empfang einer Obligation des Kl.s vom 24.09.1771
Beklagter: Lic. jur. Joachim Heinrich Scheffel, gemeiner Anwalt des Bohseschen Konkurses
Fallbeschreibung: In der Konkursmasse des verstorbenen Bruders des Kl.s befindet sich ein Acker vor dem Poeler Tor, der den Brüdern gemeinsam gehört. Kl. erbittet den Verkauf dieses Ackers zu seinen Gunsten und bietet an, auf anderen gemeinschaftlichen Besitz im entsprechenden Gegenwert zugunsten der Konkursmasse zu verzichten. Das Tribunal fordert Bekl. am 17.09. zur Antwort binnen 8 Tagen auf, am 19.09. meldet Bekl., daß er einen Käufer für den Acker gefunden hat, der 240 Rtlr bezahlen will und bittet um Zustimmung des Tribunals zum Verkauf, den er am 20.09. erhält. Am 25.09. berichtet Bekl. von Abwicklung des Verkaufs und Auszahlung des halben Kaufpreises an Kl. Am 26.09. erbittet Bekl. im Namen des Käufers Bestätigung des Kaufvertrages und erreicht dies am 04.10. Am 08.10.1771 informiert Kl. über die Auslieferung seiner Obligation an Bekl., das Tribunal nimmt dies ad acta.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1771
Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Bekl. an Gläubiger des Postmeisters Bohse vom 17.09.1771 mit Stellungnahmen von Johann Franz von Palthen vom 17.09.1771, Dr. Joachim Christoph Ungnade und Dr. Christoph Erich Hertzberg vom 18.09.1771, Dr. Johann David Lembcke vom 19.09.1771; Quittung des Kl.s über 120 Rtlr vom 24.09.1771; Kaufvertrag über ein Lott Acker auf dem Kagenmarkt vom 23.09.1771; Quittung des Bekl. über Empfang einer Obligation des Kl.s vom 24.09.1771
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ