Ferdinand I. als Fürst zu Österreich und Inhaber der Landvogtei in Schwaben, Wilhelm Truchseß von Waldburg, Schweikhard von Gundelfingen und Hans Marquard von Königsegg-Aulendorf als Vormünder der Söhne des Landvogts +Georg Truchseß von Waldburg einerseits, Gerwig [Blarer], Abt, und der Konvent zu Weingarten andererseits schließen einen Vergleich über die Streitigkeiten zwischen dem Kloster und der Landvogtei, namentlich betreffend die Atzung für vier Knechte, einen Buben und sechs Pferde, ferner in der Fastenzeit für Jäger, Jägerbuben und Hunde im Kloster Weingarten; Reise und Reissteuer von den Gotteshausleuten, die im Hoch- und Niedergericht der Landvogtei ansässig sind;Jurisdiktion in den Dörfern, die in der Landvogtei liegen; Besetzung des Ammannamts in Altdorf; Jurisdiktion innerhalb der Klostermauern; Besetzung des Brudergerichts; niederer Gerichtszwang innerhalb und außerhalb Etters in den Gerichten Blitzenreute, Fronhofen, Esenhausen, Waldhausen, Blönried, Ausnang sowie in Oppeltshofen und Halbertshofen (=Albertshofen), die in das Brudergericht gehören; Auflistung der Höfe und Äcker, über die der Landvogt hohe und niedere Obrigkeit hat; Maiengericht auf dem Kammerhof; Entlohnung der Landvogteiknechte, die an Abmarkungen und Untergängen teilnehmen; Festnahme und Gefängnis von Gotteshausleuten.
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Ferdinand I. als Fürst zu Österreich und Inhaber der Landvogtei in Schwaben, Wilhelm Truchseß von Waldburg, Schweikhard von Gundelfingen und Hans Marquard von Königsegg-Aulendorf als Vormünder der Söhne des Landvogts +Georg Truchseß von Waldburg einerseits, Gerwig [Blarer], Abt, und der Konvent zu Weingarten andererseits schließen einen Vergleich über die Streitigkeiten zwischen dem Kloster und der Landvogtei, namentlich betreffend die Atzung für vier Knechte, einen Buben und sechs Pferde, ferner in der Fastenzeit für Jäger, Jägerbuben und Hunde im Kloster Weingarten; Reise und Reissteuer von den Gotteshausleuten, die im Hoch- und Niedergericht der Landvogtei ansässig sind;Jurisdiktion in den Dörfern, die in der Landvogtei liegen; Besetzung des Ammannamts in Altdorf; Jurisdiktion innerhalb der Klostermauern; Besetzung des Brudergerichts; niederer Gerichtszwang innerhalb und außerhalb Etters in den Gerichten Blitzenreute, Fronhofen, Esenhausen, Waldhausen, Blönried, Ausnang sowie in Oppeltshofen und Halbertshofen (=Albertshofen), die in das Brudergericht gehören; Auflistung der Höfe und Äcker, über die der Landvogt hohe und niedere Obrigkeit hat; Maiengericht auf dem Kammerhof; Entlohnung der Landvogteiknechte, die an Abmarkungen und Untergängen teilnehmen; Festnahme und Gefängnis von Gotteshausleuten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 287
B 515 U 0287
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden >> Urkunden
1533 März 22 (am zwenundzwaintzigisten tag des monats Marcii)
56 x 82,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Ferdinand I. als Fürst zu Österreich und Inhaber der Landvogtei in Schwaben und andere
Empfänger: Gerwig [Blarer], Abt, und der Konvent zu Weingarten
Siegler: Aussteller und Empfänger
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 6 S., 1 leicht besch.
Empfänger: Gerwig [Blarer], Abt, und der Konvent zu Weingarten
Siegler: Aussteller und Empfänger
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 6 S., 1 leicht besch.
Albertshofen : Ravensburg RV
Altdorf = Weingarten RV; Ammannamt
Ausnang : Hofs, Leutkirch im Allgäu RV; Gericht
Blitzenreute : Fronreute RV; Gericht
Blönried : Aulendorf RV; Gericht
Esenhausen : Wilhelmsdorf RV; Gericht
Fronhofen : Fronreute RV; Gericht
Halbertshofen = Albertshofen : Ravensburg RV
Kammerhof : Bodnegg RV; Maiengericht
Oppeltshofen, aufgeg. in Ravensburg RV
Schwaben, Landvogt
Schwaben, Landvogtei
Schwaben, Landvogtei; Knecht
Waldhausen = Ober- und Unterwaldhausen RV; Gericht
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Weingarten RV; Kloster, Brudergericht
Weingarten RV; Kloster, Jurisdiktion
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
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