B Rep. 069 Jugendstrafanstalt Plötzensee (Bestand)
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B Rep. 069
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> B Bestände (West-) Berliner Behörden bis 1990 >> B 5 Justizbehörden >> B 5.2 Justizeinrichtungen
Vorwort: B Rep. 069 - Jugendstrafanstalt Berlin
1. Behördengeschichte
Die Jugendstrafanstalt Berlin wurde 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Strafgefängnisses Plötzensee am Heckerdamm 7 eingerichtet. Sie diente dem Vollzug von Jugendstrafen an jungen Männern.
Um den steigenden Gefangenenzahlen gerecht zu werden, wurden 1947 und 1949 in Barackenlagern in Nikolassee und Schlachtensee Außenstellen eingerichtet, die jedoch nur teilweise den Anforderungen des Jugendstrafvollzugs genügten und Mitte der 1950er Jahre wieder aufgelöst wurden.
Im Dezember 1974 konnte ein Erweiterungsbau am Saatwinkler Damm bezogen werden. Seit 1987 war der Sitz der Hauptanstalt ein Neubau am Friedrich-Olbricht-Damm 40.
Weibliche Jugendliche waren in der Jugendvollzugsanstalt in der Kantstraße 79, ab 1985 in der Justizvollzugsanstalt für Frauen untergebracht.
Die Jugendstrafanstalt Berlin unterstand zunächst dem Justizvollzugsamt, ab 1972 der Senatsverwaltung für Justiz.
Ein Großteil der Überlieferung der Jugendstrafanstalt Berlin gelangte 1987 zusammen mit Akten des ehemaligen Strafgefängnisses Plötzensee durch eine Abgabe der Anstalt in das Landesarchiv Berlin. 1998 übernahm das Landesarchiv in einer zweiten großen Abgabe der Jugendstrafanstalt Gefangenenakten aus den 1950er und 1960er Jahren.
2. Bestandsbeschreibung
Enthält:
Gefangenenakten.- Personalakten.- Bau- und Grundstücksangelegenheiten.
Erschlossen: 414 [AE] 4.65 [lfm]
Nicht erschlossen: 31.80 [lfm]
Laufzeit:
1950 -
Benutzung:
Datenbank
Benutzungsbeschränkung
3. Korrespondierende Bestände
-> LAB B Rep. 005 Senatsverwaltung für Justiz
-> LAB B Rep. 059 Strafvollzugsamt/Justizvollzugsamt Berlin
-> LAB B Rep. 065-02 Jugendvollzugsanstalt für Frauen
4. Literatur
-> Fiedler, Marius: Jugendstrafanstalt Berlin zwischen Jugendhilfe und Justiz. In: Straftaten junger Menschen im vereinigten Berlin, hrsg. von Detlef Bischoff und Michael Matzke, Berlin 2001.
1. Behördengeschichte
Die Jugendstrafanstalt Berlin wurde 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Strafgefängnisses Plötzensee am Heckerdamm 7 eingerichtet. Sie diente dem Vollzug von Jugendstrafen an jungen Männern.
Um den steigenden Gefangenenzahlen gerecht zu werden, wurden 1947 und 1949 in Barackenlagern in Nikolassee und Schlachtensee Außenstellen eingerichtet, die jedoch nur teilweise den Anforderungen des Jugendstrafvollzugs genügten und Mitte der 1950er Jahre wieder aufgelöst wurden.
Im Dezember 1974 konnte ein Erweiterungsbau am Saatwinkler Damm bezogen werden. Seit 1987 war der Sitz der Hauptanstalt ein Neubau am Friedrich-Olbricht-Damm 40.
Weibliche Jugendliche waren in der Jugendvollzugsanstalt in der Kantstraße 79, ab 1985 in der Justizvollzugsanstalt für Frauen untergebracht.
Die Jugendstrafanstalt Berlin unterstand zunächst dem Justizvollzugsamt, ab 1972 der Senatsverwaltung für Justiz.
Ein Großteil der Überlieferung der Jugendstrafanstalt Berlin gelangte 1987 zusammen mit Akten des ehemaligen Strafgefängnisses Plötzensee durch eine Abgabe der Anstalt in das Landesarchiv Berlin. 1998 übernahm das Landesarchiv in einer zweiten großen Abgabe der Jugendstrafanstalt Gefangenenakten aus den 1950er und 1960er Jahren.
2. Bestandsbeschreibung
Enthält:
Gefangenenakten.- Personalakten.- Bau- und Grundstücksangelegenheiten.
Erschlossen: 414 [AE] 4.65 [lfm]
Nicht erschlossen: 31.80 [lfm]
Laufzeit:
1950 -
Benutzung:
Datenbank
Benutzungsbeschränkung
3. Korrespondierende Bestände
-> LAB B Rep. 005 Senatsverwaltung für Justiz
-> LAB B Rep. 059 Strafvollzugsamt/Justizvollzugsamt Berlin
-> LAB B Rep. 065-02 Jugendvollzugsanstalt für Frauen
4. Literatur
-> Fiedler, Marius: Jugendstrafanstalt Berlin zwischen Jugendhilfe und Justiz. In: Straftaten junger Menschen im vereinigten Berlin, hrsg. von Detlef Bischoff und Michael Matzke, Berlin 2001.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST