Anbringen und Consilium betreffend Hans Brodbeck von Gärtringen, der wegen Ehebruchs zur Schwertstrafe verurteilt wurde. Gelegenheitlich der Brodbeckschen Mitschuldigen Anna Hackerin, die sich auch mit dem Brodbeckschen Sohn durch Unzucht vergangen hat, erbat sich die Juristenfakultät zu Tübingen Deklaration des in der fürstlichen Constitution vom Jahre 1586 über Bestrafung der Hurerei enthaltenen Paragraphen. Das Malefizgericht zu Herrenberg wurde hierauf angewiesen, von der Juristenfakultät zu Straßburg ein Consilium anzufordern. Gutachten des Oberrats über die Bestrafung, weitere Begutachtung durch die Juristenfakultät.
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Anbringen und Consilium betreffend Hans Brodbeck von Gärtringen, der wegen Ehebruchs zur Schwertstrafe verurteilt wurde. Gelegenheitlich der Brodbeckschen Mitschuldigen Anna Hackerin, die sich auch mit dem Brodbeckschen Sohn durch Unzucht vergangen hat, erbat sich die Juristenfakultät zu Tübingen Deklaration des in der fürstlichen Constitution vom Jahre 1586 über Bestrafung der Hurerei enthaltenen Paragraphen. Das Malefizgericht zu Herrenberg wurde hierauf angewiesen, von der Juristenfakultät zu Straßburg ein Consilium anzufordern. Gutachten des Oberrats über die Bestrafung, weitere Begutachtung durch die Juristenfakultät.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 209 Bü 1231
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 209 Oberrat: Kriminalakten
Oberrat: Kriminalakten >> 1.33. Herrenberg
1658
12 St.
Archivale
Brodbeck, Hans
Hacker, Anna
Gärtringen BB
Herrenberg BB
Straßburg (Strasbourg), Dép. Bas-Rhin [F]; Geistliches Gericht
Tübingen TÜ
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:19 MEZ