Bevorstehende Rückkehr nach Paris und Bezahlung von Nachbildungen
Vollständigen Titel anzeigen
LLA 029/026
LLA Lindenschmit, Ludwig d. Ä.
Lindenschmit, Ludwig d. Ä. >> Korrespondenz >> Korrespondenz Hof Napoleon III.
1860-08-25
Inhalt/Beschreibung/Darin: "Creuznach 25 Aout 1860
Monsieur.
Je regrette infiniment de ne pas avoir eu [l]e plaisir de vous rencontrer hier au [M]uséee: J'ai accompagné la princesse de Hohenzollern jusqu'à Gustavsbourg, ce qui m'a fait revenir tard à Mayence. Je ne vous ai donc plus trouvé. J'avais à vous remercier, Monsieur, de vouloir bien consentir aux changements [...] les moulages. En revoyant le Lanzentraeger, je l'ai bien regretté. Cependant [ch]ez tous en au moulage des armures étrusques [...] à concurrence de la [...] des deux grandes pièces. Si le Lanzentraeger était plustard désiré je me permettrais de vous le demander en plus. [...]-je vous prier, Monsieur, de me faire parvenir ici, je ne part que mecredi[,] une [recu?] des 450 [...] recu qui indiquerait à peu près les espèces des [p...] moulées. C'est pour pouvoir [...] me justifier de l'emploi de l'argent à [mon?] retour à Paris. Le reçu serait fait à mon nom. Le [...] serait aussi très oblige de [vous?] bien me faire envoyer par le libraire mon adresse, Me Hortense Cornu, 6 Boulevard Latour, Maubourg à Paris[,] la continuation de votre si interessante publication du musée. Quant à moi je m'[...] [...] mon retour de vous faire offrir l'autres inscriptions de l'Algérie [...] réussir. Veuillez agréer, Monsieur, et faire agréer à M. Le Directeur Wittmann avec mes remerciements de toute votre complaisance et de la manière avec laquelle vous avez bien voulu me accueillir, l'expression de mes sentiments les plus distingués
Hortense Cornu"
Übersetzung:
Bad Kreuznach, 25. August 1860
Mein Herr!
Ich bedauere unendlich, nicht das Vergnügen gehabt zu haben, Sie gestern im Museum anzutreffen: Ich habe die Prinzessin von Hohenzollern nach Gustavsburg begleitet, was mich erst spät nach Mainz zurückkommen ließ. Ich habe Sie also nicht mehr angetroffen. Ich habe Ihnen zu danken, mein Herr, dass Sie sehr wohl dem veränderten Vorgehen bezüglich der Nachbildungen zugestimmt haben. Als ich den Lanzenträger [gestern] wiedersah, habe ich es sehr bedauert. Indessen [sinngemäß:] kann die Nachbildung der etruskischen Waffen als Äquivalent für die beiden großen Stücke [= röm. Legionär u. Franke] gelten. Wenn der Lanzenträger später erwünscht sein sollte, werde ich mir erlauben, ihn wieder von Ihnen zu erbitten. Ich bitte Sie, mein Herr, mir hierher kommen zu lassen - ich reise erst am Mittwoch ab - eine Quittung über 450 Franken, eine Quittung, welche ungefähr die Ausgaben für die Nachbildungen angibt. Das dient dazu, dass ich mich nach meiner Rückkehr nach Paris hinsichtlich der Verwendung des Geldes rechtfertigen kann. Die Quittung soll auf meinen Namen ausgestellt sein. Ich wäre Ihnen auch sehr verbunden, wenn Sie mir durch den Bibliothekar an meine Adresse - Frau Hortense Cornu, Boulevard Latour 6, Maubourg bei Paris - die Fortsetzung Ihrer interessanten Museumspublikation schicken lassen wollten. Was mich betrifft, so beeile ich mich, nach meiner Rückkehr Ihnen die anderen Inschriften von Algerien zukommen zu lassen. Wollen Sie entgegennehmen, mein Herr, und Herrn Direktor Wittmann übermitteln den Ausdruck meiner ausgezeichnetesten Empfindungen, verbunden mit meinem Dank für all Ihre Gefälligkeit und für die Art und Weise, mit der Sie mich bereitwillig aufgenommen haben,
Hortense Cornu
Transkription und Übersetzung: Hermann Ament
Monsieur.
Je regrette infiniment de ne pas avoir eu [l]e plaisir de vous rencontrer hier au [M]uséee: J'ai accompagné la princesse de Hohenzollern jusqu'à Gustavsbourg, ce qui m'a fait revenir tard à Mayence. Je ne vous ai donc plus trouvé. J'avais à vous remercier, Monsieur, de vouloir bien consentir aux changements [...] les moulages. En revoyant le Lanzentraeger, je l'ai bien regretté. Cependant [ch]ez tous en au moulage des armures étrusques [...] à concurrence de la [...] des deux grandes pièces. Si le Lanzentraeger était plustard désiré je me permettrais de vous le demander en plus. [...]-je vous prier, Monsieur, de me faire parvenir ici, je ne part que mecredi[,] une [recu?] des 450 [...] recu qui indiquerait à peu près les espèces des [p...] moulées. C'est pour pouvoir [...] me justifier de l'emploi de l'argent à [mon?] retour à Paris. Le reçu serait fait à mon nom. Le [...] serait aussi très oblige de [vous?] bien me faire envoyer par le libraire mon adresse, Me Hortense Cornu, 6 Boulevard Latour, Maubourg à Paris[,] la continuation de votre si interessante publication du musée. Quant à moi je m'[...] [...] mon retour de vous faire offrir l'autres inscriptions de l'Algérie [...] réussir. Veuillez agréer, Monsieur, et faire agréer à M. Le Directeur Wittmann avec mes remerciements de toute votre complaisance et de la manière avec laquelle vous avez bien voulu me accueillir, l'expression de mes sentiments les plus distingués
Hortense Cornu"
Übersetzung:
Bad Kreuznach, 25. August 1860
Mein Herr!
Ich bedauere unendlich, nicht das Vergnügen gehabt zu haben, Sie gestern im Museum anzutreffen: Ich habe die Prinzessin von Hohenzollern nach Gustavsburg begleitet, was mich erst spät nach Mainz zurückkommen ließ. Ich habe Sie also nicht mehr angetroffen. Ich habe Ihnen zu danken, mein Herr, dass Sie sehr wohl dem veränderten Vorgehen bezüglich der Nachbildungen zugestimmt haben. Als ich den Lanzenträger [gestern] wiedersah, habe ich es sehr bedauert. Indessen [sinngemäß:] kann die Nachbildung der etruskischen Waffen als Äquivalent für die beiden großen Stücke [= röm. Legionär u. Franke] gelten. Wenn der Lanzenträger später erwünscht sein sollte, werde ich mir erlauben, ihn wieder von Ihnen zu erbitten. Ich bitte Sie, mein Herr, mir hierher kommen zu lassen - ich reise erst am Mittwoch ab - eine Quittung über 450 Franken, eine Quittung, welche ungefähr die Ausgaben für die Nachbildungen angibt. Das dient dazu, dass ich mich nach meiner Rückkehr nach Paris hinsichtlich der Verwendung des Geldes rechtfertigen kann. Die Quittung soll auf meinen Namen ausgestellt sein. Ich wäre Ihnen auch sehr verbunden, wenn Sie mir durch den Bibliothekar an meine Adresse - Frau Hortense Cornu, Boulevard Latour 6, Maubourg bei Paris - die Fortsetzung Ihrer interessanten Museumspublikation schicken lassen wollten. Was mich betrifft, so beeile ich mich, nach meiner Rückkehr Ihnen die anderen Inschriften von Algerien zukommen zu lassen. Wollen Sie entgegennehmen, mein Herr, und Herrn Direktor Wittmann übermitteln den Ausdruck meiner ausgezeichnetesten Empfindungen, verbunden mit meinem Dank für all Ihre Gefälligkeit und für die Art und Weise, mit der Sie mich bereitwillig aufgenommen haben,
Hortense Cornu
Transkription und Übersetzung: Hermann Ament
Brief
Französisch
Rücksprache
Wittmann, Joseph Ignaz - Erwähnt
Hohenzollern, von - Erwähnt
Bad Kreuznach - Absendeort
Mainz-Gustavsburg - Erwähnt
Paris (Frankreich) - Erwähnt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
13.05.2026, 11:29 MESZ