J. Dambroch, Erbgenahme des Reiner Rham, Doktors der Rechte, Kanonikers und Scholasters des Stifts St. Cassius und Florentius, dem die auf der Vorderseite stehende Rentverschreibung über 500 Reichstaler [von 1643 März 16] anerfallen ist, die Johann Georg Fabritius, Kanoniker und Scholaster von St. Cassius, mit den 500 Talern eingelöst hat, bekundet, die Verschreibung demselben ausgehändigt zu haben, und quittiert ihm über die 500 Taler file://fn@01 . - Er kündigt seine Unterschrift und die seiner Ehefrau sowie sein aufgedrücktes Petschaft an. Bonn den eilfften Novembris 1662.
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J. Dambroch, Erbgenahme des Reiner Rham, Doktors der Rechte, Kanonikers und Scholasters des Stifts St. Cassius und Florentius, dem die auf der Vorderseite stehende Rentverschreibung über 500 Reichstaler [von 1643 März 16] anerfallen ist, die Johann Georg Fabritius, Kanoniker und Scholaster von St. Cassius, mit den 500 Talern eingelöst hat, bekundet, die Verschreibung demselben ausgehändigt zu haben, und quittiert ihm über die 500 Taler file://fn@01 . - Er kündigt seine Unterschrift und die seiner Ehefrau sowie sein aufgedrücktes Petschaft an. Bonn den eilfften Novembris 1662.
AA 0147 Bonn, St. Cassius, Urkunden (AA 0147)
Bonn, St. Cassius, Urkunden (AA 0147) >> 1. Urkunden >> Dekan, Senior und Kapitel der Kollegiatkirche St. Cassius und Florentius in der Stadt Bonn verkaufen unter Bedingungen wie in Urkunde von 1631 November 15 [s. Bonn, St. Cassius, Urkunden Nr. 649] dem Rener Rham, Doktor der Rechte, ihrem Scholaster, dem Offizial der hiesigen archidiakonalen Präpositur-Jurisdiktion, eine Erbjahrrente von 25 Reichstalern, zahlbar am 16. März oder binnen 14 Tagen danach in der Stadt Bonn im Wohnhaus des Rentgläubigers von 1644 an, für 500 Reichstaler Kapital. Zu Unterpfand setzen sie ihren Weinzehnten und alle ihre Weingefälle und Einkünfte zu Dottendorf (-ff) und Friesdorf (Fristorff), die in durchschnittlichen Jahren 5-6 Fuder Wein erbringen und ansonsten unbelastet sind, sowie alle ihre Güter und Einkünfte inner- und außerhalb der Stadt Bonn, im Erzstift Köln und in anderer Herren Landen. Die Löse kann in Raten zu je 100 Reichstalern erfolgen. - Die Anleihe wurde aus folgendem Grund notwendig: Sie mussten zur Auslösung ihrer Kapitularkanoniker, die im jüngsten Herbst nach Rheidt (Reidt) zur Einsammlung ihrer Weingefälle geschickt und von den hessischen Feinden gefangengenommen worden waren, Geld beschaffen und mehrere Anleihen aufnehmen. Es fehlten ihnen noch 300 Reichstaler, die ihnen dann auf ihr Bitten Rham zu Händen ihres Mitbruders Johannes Tappius lieh. Außerdem mussten sie vor Jahresfrist eine rückständige Kontribution beim Clerus intraneus et secundarius erbringen. Deswegen waren sie von den Kollektoren des Klerus scharf gemahnt worden. Dazu hat Rham ihnen zu Händen ihres Mitbruders Joseph Negri, des Magisters aerarii, 200 Reichstaler vorgeschossen. - Dekan und Kapitel bevollmächtigen Johann Jakob Latomus, vereideten Prokurator des kurfürstlichen geistlichen Hofgerichts, die Approbation des Kölner Offizials einzuholen. - Dekan, Senior und Kapitel kündigen ihr Kirchensiegel ad causas und die Unterschrift ihres Sekretärs an. So geschehen Bonn denn sechszehenden tag monats Martii 1643.
1662 November 11
Diverse Registraturbildner
Pergament
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: Unterschriften: J. Dambroch, Maria Catharina Rahm genandt Dambrochs
Vermerke: Unterschriften: J. Dambroch, Maria Catharina Rahm genandt Dambrochs
Urkunde
Ausstellort: Bonn
Dekan, Senior und Kapitel der Kollegiatkirche St. Cassius und Florentius in der Stadt Bonn verkaufen unter Bedingungen wie in Urkunde von 1631 November 15 [s. Bonn, St. Cassius, Urkunden Nr. 649] dem Rener Rham, Doktor der Rechte, ihrem Scholaster, dem Offizial der hiesigen archidiakonalen Präpositur-Jurisdiktion, eine Erbjahrrente von 25 Reichstalern, zahlbar am 16. März oder binnen 14 Tagen danach in der Stadt Bonn im Wohnhaus des Rentgläubigers von 1644 an, für 500 Reichstaler Kapital. Zu Unterpfand setzen sie ihren Weinzehnten und alle ihre Weingefälle und Einkünfte zu Dottendorf (-ff) und Friesdorf (Fristorff), die in durchschnittlichen Jahren 5-6 Fuder Wein erbringen und ansonsten unbelastet sind, sowie alle ihre Güter und Einkünfte inner- und außerhalb der Stadt Bonn, im Erzstift Köln und in anderer Herren Landen. Die Löse kann in Raten zu je 100 Reichstalern erfolgen. - Die Anleihe wurde aus folgendem Grund notwendig: Sie mussten zur Auslösung ihrer Kapitularkanoniker, die im jüngsten Herbst nach Rheidt (Reidt) zur Einsammlung ihrer Weingefälle geschickt und von den hessischen Feinden gefangengenommen worden waren, Geld beschaffen und mehrere Anleihen aufnehmen. Es fehlten ihnen noch 300 Reichstaler, die ihnen dann auf ihr Bitten Rham zu Händen ihres Mitbruders Johannes Tappius lieh. Außerdem mussten sie vor Jahresfrist eine rückständige Kontribution beim Clerus intraneus et secundarius erbringen. Deswegen waren sie von den Kollektoren des Klerus scharf gemahnt worden. Dazu hat Rham ihnen zu Händen ihres Mitbruders Joseph Negri, des Magisters aerarii, 200 Reichstaler vorgeschossen. - Dekan und Kapitel bevollmächtigen Johann Jakob Latomus, vereideten Prokurator des kurfürstlichen geistlichen Hofgerichts, die Approbation des Kölner Offizials einzuholen. - Dekan, Senior und Kapitel kündigen ihr Kirchensiegel ad causas und die Unterschrift ihres Sekretärs an. So geschehen Bonn denn sechszehenden tag monats Martii 1643.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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- 1.2. Geistliche Institute (Archival tectonics)
- 1.2.1. A - D (Archival tectonics)
- 1.2.1.15. Bonn (Archival tectonics)
- 1.2.1.15.1. St. Cassius (Archival tectonics)
- Bonn, St. Cassius, Urkunden AA 0147 (Archival holding)
- 1. Urkunden (Classification)
- Dekan, Senior und Kapitel der Kollegiatkirche St. Cassius und Florentius in der Stadt Bonn verkaufen unter Bedingungen wie in Urkunde von 1631 November 15 [s. Bonn, St. Cassius, Urkunden Nr. 649] dem Rener Rham, Doktor der Rechte, ihrem Scholaster, dem Offizial der hiesigen archidiakonalen Präpositur-Jurisdiktion, eine Erbjahrrente von 25 Reichstalern, zahlbar am 16. März oder binnen 14 Tagen danach in der Stadt Bonn im Wohnhaus des Rentgläubigers von 1644 an, für 500 Reichstaler Kapital. Zu Unterpfand setzen sie ihren Weinzehnten und alle ihre Weingefälle und Einkünfte zu Dottendorf (-ff) und Friesdorf (Fristorff), die in durchschnittlichen Jahren 5-6 Fuder Wein erbringen und ansonsten unbelastet sind, sowie alle ihre Güter und Einkünfte inner- und außerhalb der Stadt Bonn, im Erzstift Köln und in anderer Herren Landen. Die Löse kann in Raten zu je 100 Reichstalern erfolgen. - Die Anleihe wurde aus folgendem Grund notwendig: Sie mussten zur Auslösung ihrer Kapitularkanoniker, die im jüngsten Herbst nach Rheidt (Reidt) zur Einsammlung ihrer Weingefälle geschickt und von den hessischen Feinden gefangengenommen worden waren, Geld beschaffen und mehrere Anleihen aufnehmen. Es fehlten ihnen noch 300 Reichstaler, die ihnen dann auf ihr Bitten Rham zu Händen ihres Mitbruders Johannes Tappius lieh. Außerdem mussten sie vor Jahresfrist eine rückständige Kontribution beim Clerus intraneus et secundarius erbringen. Deswegen waren sie von den Kollektoren des Klerus scharf gemahnt worden. Dazu hat Rham ihnen zu Händen ihres Mitbruders Joseph Negri, des Magisters aerarii, 200 Reichstaler vorgeschossen. - Dekan und Kapitel bevollmächtigen Johann Jakob Latomus, vereideten Prokurator des kurfürstlichen geistlichen Hofgerichts, die Approbation des Kölner Offizials einzuholen. - Dekan, Senior und Kapitel kündigen ihr Kirchensiegel ad causas und die Unterschrift ihres Sekretärs an. So geschehen Bonn denn sechszehenden tag monats Martii 1643. (Record)