Stuttgart - Theresienstadt, einfache Fahrt. Erinnerungen an die Juden-Deportation
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/014 R030044/301
V
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/014 Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2003
Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2003 >> November 2003
1. November 2003
Gerhard Fabian und Inge Auerbacher haben überlebt. Sie sind die einzigen Kinder aus der Region Stuttgart, die Deportation und Haft im Konzentrationslager Theresienstadt lebend überstanden haben.
Theresienstadt - Eingang zum Gestapo-Gefängnis "Kleine Festung".
Zu Tausenden waren die Juden aus Württemberg von den Nationalsozialisten auf dem heutigen Messegelände Killesberg zusammengetrieben und anschließend vom Nordbahnhof aus in die KZs im Osten verschleppt worden.
Über sechzig Jahre ist das nun her, und doch erinnern sich die beiden noch gut an die Hölle, durch die sie als Siebenjährige auf Befehl der Nationalsozialisten gehen mussten. Nach dem Krieg emigrierte Inge Auerbacher in die USA. Garry, wie sich Gerhard Fabian nach 1945 nannte, nach Australien.
Die Stuttgarter Stiftung Geißstraße setzt sich zusammen mit Jugendräten und örtlichen Bürgerinitiativen dafür ein, die letzten noch vorhandenen Deportationsgleise vor der Bebauung durch das Großprojekt Stuttgart 21 zu bewahren und dort ein Mahnmal zu errichten.
Zum Auftakt der Kampagne für das Mahnmal hat die Stiftung Geißstraße die beiden Holocaust-Überlebenden nochmals in ihre alte Heimatstadt eingeladen und fuhr mit ihnen, Stuttgarter Jugendräten und einer Gruppe von Theaterleuten, Musikern und Malern nochmals mit dem Zug von Stuttgart nach Theresienstadt.
Theresienstadt - Eingang zum Gestapo-Gefängnis "Kleine Festung".
Zu Tausenden waren die Juden aus Württemberg von den Nationalsozialisten auf dem heutigen Messegelände Killesberg zusammengetrieben und anschließend vom Nordbahnhof aus in die KZs im Osten verschleppt worden.
Über sechzig Jahre ist das nun her, und doch erinnern sich die beiden noch gut an die Hölle, durch die sie als Siebenjährige auf Befehl der Nationalsozialisten gehen mussten. Nach dem Krieg emigrierte Inge Auerbacher in die USA. Garry, wie sich Gerhard Fabian nach 1945 nannte, nach Australien.
Die Stuttgarter Stiftung Geißstraße setzt sich zusammen mit Jugendräten und örtlichen Bürgerinitiativen dafür ein, die letzten noch vorhandenen Deportationsgleise vor der Bebauung durch das Großprojekt Stuttgart 21 zu bewahren und dort ein Mahnmal zu errichten.
Zum Auftakt der Kampagne für das Mahnmal hat die Stiftung Geißstraße die beiden Holocaust-Überlebenden nochmals in ihre alte Heimatstadt eingeladen und fuhr mit ihnen, Stuttgarter Jugendräten und einer Gruppe von Theaterleuten, Musikern und Malern nochmals mit dem Zug von Stuttgart nach Theresienstadt.
0:28:20; 0'28
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Landesschau unterwegs
Almagor, Jehuda
Beilharz, Anna
Bürkle, Hanna
R., Gerlinde
Seidel, Siegfried
Göppingen GP
Kippenheim OG
Stuttgart S
Theresienstadt = Terezín [CZ]; Konzentrationslager
Gedenkstätte
Lebenserinnerungen
Nationalsozialismus; Judenverfolgung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Audiovisuelles Archiv (Tektonik)
- Mitgeschnittene Film- und Tondokumente (Tektonik)
- Mitgeschnittene Filmdokumente von Südwest 3 und SWR 3 Fernsehen (Tektonik)
- Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2003 (Bestand)
- November 2003 (Gliederung)