Absicherung von Steuerforderungen gegenüber Forderungen anderer Gläubiger nach dem Tod des Schuldners
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GerKer, 1082
GerKer Schöffengericht Kerpen
Schöffengericht Kerpen >> 6 Landesherrliche Angelegenheiten >> 6.4 Ausübung landesherrlicher Rechte
1675 Februar 11
Enthält: Nach dem Tod von Jacob Kroch zu Ahrem bei Lechenich versucht Clara Capuana, die Witwe des Schultheißen und ehemaligen kurfürstlichen Kellners Caspar Friedrich Hansonis, ihre noch ausstehenden Forderungen gegenüber anderen Gläubigern geltend zu machen. Ihr Mann hatte von dem genannten Kroch bei Amtsantritt der Kellnerei ein Gut mit Haus, Hof und Zubehör zu Ahrem in Kaution genommen und ihm dann stattdessen verkauft. Der Kaufpreis war aber noch nicht bezahlt und hatte sich inzwischen mit den Zinsen auf wohl 1000 Rtlr summiert. Inzwischen waren im Krieg Scheune und Stall abgebrannt, so dass der Schuldner in seinem Vermögen noch weiter geschwächt worden war. Sie fürchtet auch, dass andere Gläubiger Anspruch auf die ebenfalls unter Kaution gestellten 3 Morgen zugehörenden Ackerlands erheben und bittet den kurfürstlichen Rent- und Kammerdirektor Ignaz Widtman, dem Schultheiß zu Lechenich einen entsprechenden Befehl zu erteilen, dass ihr als Gläubigerin auf diese Ländereien Vorzug vor den anderen einzuräumen sei.
Schriftstücke: 1
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:16 MEZ