Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes - Büro d. Dir. Schlange-Schöningen (Bestand)
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BArch Z 6-I
call number: Z 6-I
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Westalliierte Besatzungszonen (1945-1949) >> Ernährung, Landwirtschaft
1945-1949
Geschichte des Bestandsbildners: Als Nachfolgerin der im Juli 1945 in Obernkirchen (Kreis Grafschaft Schaumburg) errichteten Zentralstelle für Ernährung und Landwirtschaft bei der britischen MilReg. war das am 11. März 1946 (VO Nr. 7) gegründete Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft in der brit. Zone (ZEL) in Hamburg zunächst nur für den übergebietlichen Ausgleich bei der Lebensmittelversorgung und für die Förderung der landwirtschaftlichen Produktion zuständig. Seit Aug. 1946 erhielt es von der britischen MilReg. umfassende exekutive Funktionen. Mit der Errichtung der Bizone ging Anfang 1947 ein großer Teil der Aufgaben auf das Verwaltungsamt für Ernährung und Landwirtschaft des amerikanischen und britischen Besatzungsgebietes in Stuttgart über, das am 21. Aug. 1947 in Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des VWG (VELF) umbenannt und nach Frankfurt/Main verlegt wurde. Dem ZEL blieben bis zu seiner Auflösung am 30. Sept. 1948 Restaufgaben auf den Gebieten Preisstützung, Bodenreform und Betreuung von landwirtschaftlichen Beratungsringen.
Nachfolger der am 1. April 1950 aufgelösten VELF war das BM für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (B 116). Leiter des ZEL und der VELF war der ehem. Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Hans Schlange-Schöningen (siehe Nachlaß N 1071).
Am 21. Aug. 1947 wurde das Verwaltungsamt für Ernährung und Landwirtschaft des amerikanischen und britischen Besatzungsgebietes, Sitz Stuttgart, in Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes umbenannt und nach Frankfurt verlegt. Nachfolgerin des VELF ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Bestandsbeschreibung: a) Bestandsgeschichte
Die Sachakten wurden am 11. Jan. 1956 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten direkt an das Bundesarchiv abgegeben.
b) Archivische Bewertung und Bearbeitung
Die Akten waren äußerlich gut geführt, so dass ihre Ordnung keine wesentlichen Schwierigkeiten bereitete. Allerdings war eine provenienzmäßige Trennung der Unterlagen nach den beiden Behörden, die von Schlange-Schöningen leitete, nicht möglich, da die Akten eine Einheit darstellen. Einige Vorgänge privater Natur wurden dem BML 1957 zurückgegeben. Die Unterlagen der Verwaltung für Ernährung, Lanwirtschaft und Forsten (VELF) in Frankfurt/Main wurden vom BML fortgeführt.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand Z 6 gliedert sich in zwei Teile: Z 6 I, ZEL/VELF - Büro des Direktors Schlange-Schöningen - und Z 6 II, ZEL/VELF - Verwaltungsstelle Hamburg. Der Teilbestand Z 6 I umfaßt die gesamte Amtszeit des Reichsministers a.D. von Schlange-Schöningen in seiner Eigenschaft als Leiter des Zentralamtes für Ernährung und Landwirtschaft (ZEL) und der Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (VELF) aus den Jahren 1946 bis 1949.
Zu folgenden Themen sind Akten aus dem Büro des Direktors Dr. Schlange-Schöningen vorhanden: Organisation und Personalien, allgemeiner Schriftwechsel, Besatzungsbehörden, deutsche zonale und bizonale Dienststellen, Länder der Bizone, Bodenreform, ERP und Außenhandel, Bauernverbände, Versorgungsfragen, Ministerreisen, Reden, Denkschriften, Artikel, Öffentlichkeitsarbeit.
Erschließungszustand: Es steht ein online-Findbuch (1957) zur Verfügung.
Zitierweise: BArch Z 6-I/...
Nachfolger der am 1. April 1950 aufgelösten VELF war das BM für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (B 116). Leiter des ZEL und der VELF war der ehem. Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Hans Schlange-Schöningen (siehe Nachlaß N 1071).
Am 21. Aug. 1947 wurde das Verwaltungsamt für Ernährung und Landwirtschaft des amerikanischen und britischen Besatzungsgebietes, Sitz Stuttgart, in Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes umbenannt und nach Frankfurt verlegt. Nachfolgerin des VELF ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Bestandsbeschreibung: a) Bestandsgeschichte
Die Sachakten wurden am 11. Jan. 1956 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten direkt an das Bundesarchiv abgegeben.
b) Archivische Bewertung und Bearbeitung
Die Akten waren äußerlich gut geführt, so dass ihre Ordnung keine wesentlichen Schwierigkeiten bereitete. Allerdings war eine provenienzmäßige Trennung der Unterlagen nach den beiden Behörden, die von Schlange-Schöningen leitete, nicht möglich, da die Akten eine Einheit darstellen. Einige Vorgänge privater Natur wurden dem BML 1957 zurückgegeben. Die Unterlagen der Verwaltung für Ernährung, Lanwirtschaft und Forsten (VELF) in Frankfurt/Main wurden vom BML fortgeführt.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand Z 6 gliedert sich in zwei Teile: Z 6 I, ZEL/VELF - Büro des Direktors Schlange-Schöningen - und Z 6 II, ZEL/VELF - Verwaltungsstelle Hamburg. Der Teilbestand Z 6 I umfaßt die gesamte Amtszeit des Reichsministers a.D. von Schlange-Schöningen in seiner Eigenschaft als Leiter des Zentralamtes für Ernährung und Landwirtschaft (ZEL) und der Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (VELF) aus den Jahren 1946 bis 1949.
Zu folgenden Themen sind Akten aus dem Büro des Direktors Dr. Schlange-Schöningen vorhanden: Organisation und Personalien, allgemeiner Schriftwechsel, Besatzungsbehörden, deutsche zonale und bizonale Dienststellen, Länder der Bizone, Bodenreform, ERP und Außenhandel, Bauernverbände, Versorgungsfragen, Ministerreisen, Reden, Denkschriften, Artikel, Öffentlichkeitsarbeit.
Erschließungszustand: Es steht ein online-Findbuch (1957) zur Verfügung.
Zitierweise: BArch Z 6-I/...
Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (VELF), 1947-1950
243 Aufbewahrungseinheiten; 3,2 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: B 116
Amtliche Druckschriften: Amtsblatt für Ernährung und Landwirtschaft. Mitteilungs- und Verordnungsblatt des ZEL und der nachgeordneten zonalen Dienststellen und Verbände. 1946-1947.- Neue Mitteilungen für die Landwirtschaft. Hrsg. Britische Militärbehörde Food and Agriculture und ZEL, 1946-1947. - Amtsblatt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten. Amtliches Mitteilungsblatt der VELF, Hrsg. Pressestelle der VELF, 1947 (H. 1) - 1949 (H. 34). - Denkschrift über die Möglichkeiten der Aufhebung bzw. Auflockerung der Zwangsbewirtschaftungsbestimmungen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen und landwirtschaftlichen Produktionsmitteln. Hrsg. VELF, 1948. - Deutscher landwirtschaftlicher Informationsdienst. Wichtige Eilnachrichten für Presse und Radio. 1948-1949.
Literatur: Vogel: Westdeutschland, Teil I, S. 126 ff., 130 ff.- Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 164 f. - Günter Trittel: Die Bodenreform in der britischen Zone 1945-1949. Stuttgart 1975. - Im Schatten des Hungers. Dokumentarisches zur Ernährungspolitik und Ernährungswirtschaft in den Jahren 1945-1949. Hrsg. von Hans Schlange-Schöningen, bearb. von Justus Rohrbach. Hamburg, Berlin 1955. - Karl Passarge: ZEL - Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft in der britischen Zone 1945-1948. Ein Rückblick, 1948.
Amtliche Druckschriften: Amtsblatt für Ernährung und Landwirtschaft. Mitteilungs- und Verordnungsblatt des ZEL und der nachgeordneten zonalen Dienststellen und Verbände. 1946-1947.- Neue Mitteilungen für die Landwirtschaft. Hrsg. Britische Militärbehörde Food and Agriculture und ZEL, 1946-1947. - Amtsblatt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten. Amtliches Mitteilungsblatt der VELF, Hrsg. Pressestelle der VELF, 1947 (H. 1) - 1949 (H. 34). - Denkschrift über die Möglichkeiten der Aufhebung bzw. Auflockerung der Zwangsbewirtschaftungsbestimmungen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen und landwirtschaftlichen Produktionsmitteln. Hrsg. VELF, 1948. - Deutscher landwirtschaftlicher Informationsdienst. Wichtige Eilnachrichten für Presse und Radio. 1948-1949.
Literatur: Vogel: Westdeutschland, Teil I, S. 126 ff., 130 ff.- Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 164 f. - Günter Trittel: Die Bodenreform in der britischen Zone 1945-1949. Stuttgart 1975. - Im Schatten des Hungers. Dokumentarisches zur Ernährungspolitik und Ernährungswirtschaft in den Jahren 1945-1949. Hrsg. von Hans Schlange-Schöningen, bearb. von Justus Rohrbach. Hamburg, Berlin 1955. - Karl Passarge: ZEL - Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft in der britischen Zone 1945-1948. Ein Rückblick, 1948.
Besondere Benutzungsbedingungen: Keine.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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