Majdanekprozeß
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7NL 017 Pfarrer Bernhard Wiebel Pfarrer Bernhard Wiebel
Pfarrer Bernhard Wiebel >> Vielfältiges Engagement im Ruhestand (1972-1987)
1978-1981
Enthält: u.a. umfangreiche hs. Protokolle von Zeugenbefragungen und Notizen Wiebels [Wiebel betreute während des Majdanekprozesses in Düsseldorf mehrere Zeugen, war bei Verhandlungen im Gerichtssaal anwesend]; mehrere Rundschreiben von Elisabeth Adler-Cremers, Geschäftsführerin der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf [Berichte über den Prozeßverlauf, Koordinierung der Zeugenbetreuung], sowie Anschreiben an die Prozeßbeobachter und Betreuer der Zeugen; Zeitungsausschnitte zum Prozeßverlauf, zur Frage der Verjährung und der zögerlichen Verfolgung von NS-Straftaten durch die bundesdeutsche Justiz, sowie zum 40. Jahrestag der "Reichskristallnacht"; Ansprachen von Ratsherr Hubert Werder und Museumsdirektorin Dr. Meta Patas zur Eröffnung einer Ausstellung aus Anlaß des 40. Jahrestags der Pogromnacht vom 9.11.1938 in Düsseldorf, 3 S.; Bulletin du comité international des camps, Nr. 60/Juni 1977, 9 S., mit einer Notiz zum Majdanek-Prozeß; "Majdanek - Konzentrationslager der Waffen-SS. Ein Report aus Anlaß des Majdanek-Prozesses in Düsseldorf", hg. vom VVN - Bund der Antifaschisten, Frankfurt/M. 1978, 25 S., Ds.; Gottesdienst vom 15.1.1978 in Kaiserswerth, Texte und Lesungen, 4 S., Fotokopie; Kommentar von Heiner Lichtenstein zu Verwüstungen auf den jüdischen Friedhöfen in Billerbeck und Havixbeck, 1 S., gesendet vom Westdeutschen Rundfunk am 4.1.1978; "Wort an die Gemeinden zur 40. Wiederkehr des Tages der Synagogenbrände im Jahre 1978" der EKU und Schreiben von Präses Immer an alle Pfarrer zum gleichen Anlaß, Sept. 1978, 4 S.; "Das Problem der Verjährung von NS-Verbrechen am Beispiel von NS-Prozessen", von Heiner Lichtenstein, Sendung des Bayrischen Rundfunks am 5.9.1978, als Mskr. gedr., 4 S.; hs. Notiz Wiebels vom 23.8.1981 zu Aussagen der Angeklagten Hildegard Lächert nach ihrer Verurteilung (durch Pastorin Schulte vom Diakoniewerk Kaiserswerth, die Frau Lächert im Gefängnis seelsorgerlich betreute, übermittelt)
Akten
130 Blatt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:00 MEZ