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Es wird bekundet, dass zwischen den Brüdern und Vettern Karl
(Karle) von Mansbach, Wilhelm von Mansbach und Christoph von Mansbach
einerseits und ...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1561-1570
1567 September 6
Ausfertigung, Papier, vier aufgedrückte Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geschehenn am sechstenn Septembris im ihar des Hern thausent funffhundert sechzig unnd siebenn
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass zwischen den Brüdern und Vettern Karl (Karle) von Mansbach, Wilhelm von Mansbach und Christoph von Mansbach einerseits und den Gemeindevorstehern und -angehörigen von Pferdsdorf andererseits Streitigkeiten über die Gehölze am Metzelsgraben, am Herberts, am Romroder Holz und Kornberg bestehen. Bereits vor einigen Jahren haben beide Streitparteien ihre Beweisschriften eingereicht. Die dazu beauftragten Bevollmächtigten (commissarien) haben die Zeugen verhört, ihre Aussagen aufgenommen, mehrere Gerichtssitzungen anberaumt und Beschlüsse gefasst, worauf einige Pfändungen vorgenommen worden sind, die wiederum etliche Klagen nach sich gezogen haben. Nun haben auf Anordnung Landgraf Wilhelms von Hessen sowie Wolfgangs [Schutzbar genannt Milchling], Abt von Fulda, [die fürstlichen Räte] Jobst (Joist) Didomar, Doktor der Rechte, Johann Meckbach [?], Amtmann von Landeck, Eustachius (Stachius) von Schlitz genannt Görtz, Hofmarschall von Fulda, und Stephan Kuling [?], Doktor der Rechte, die Streitparteien einbestellt, den Streitfall untersucht und mit Zustimmung beider Parteien folgenden Vergleich ausgehandelt. Nach erfolgter Ortsbegehung erhalten die von Pferdsdorf die Gehölze vom Metzelsgraben über den Herberts bis zum Romroder Holz. Die Gehölze vom Romroder Holz bis zur Breitbecher Mark und am Kornberg werden zu gleichen Teilen unter den beiden Streitparteien aufgeteilt: die Gebiete, die Richtung Mansbacher Gebiet liegen, erhalten die von Mansbach, und die, die Richtung Pferdsdorfer Gebiet liegen, erhält die Gemeinde Pferdsdorf. Darauf sind die Räte des Landgrafen von Hessen und des Abtes von Fulda die Grenze zwischen den von Mansbach und der Gemeinde Pferdsdorf abgegangen. Es folgt eine Beschreibung der Grenze mit Angabe der aufgeworfenen Hügel (uffworff) und Grenzsteine. Jede Streitpartei hat sich an die Grenzziehung zu halten und die andere bei der Nutzung ihres Gebietes nicht zu behindern. Von dem Vergleich sind zwei gleich lautende Urkunden erstellt und mit den Siegeln der fürstlichen Räte besiegelt worden; jede Partei hat eine Urkunde erhalten. Siegelankündigung der Räte. (siehe Abbildungen: Seite 1, Seite 2 und 3, Seite 4, Rückseite; Siegel: Papiersiegel 1, Papiersiegel 2, Papiersiegel 3, Papiersiegel 4)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Jobst Didomar, Johann Meckbach [?], Eustachius von Schlitz genannt Görtz, Stephan Kuling [?]
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 444, f. 100r-102v
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.