II,3 Karl Josef Kardinal Schulte, Erzbischof von Köln
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9501, Ohne Signatur
A004
9501 Widerstand und Verfolgung
Widerstand und Verfolgung >> 01.02. Bischöfe
ohne Datum
Enthält: (enthält seitens des Erzbischofs an die Dechanten gerichtete "Pastorale Winke betr. Stellung zum Nationalsozialismus" vom März 1931, das Anerbieten des Vizekanzlers v. Papen bei Schulte, sich bei Hitler als Vermittler zur Behebung der Differenzen zwischen katholischer Kirche und nat. soz. Staat einzusetzen vom 25. 3. 1933, eine vertrauliche Instruktion des Kölner Generalvikariats vom 8. 4. 1933 an die Geistlichkeit bezüglich des seelsorglichen Verhaltens zu Anhängern des Nationalsozialismus mit angefügtem Schreiben des Großindustriellen Fritz Thyssen an Erzbischof Schulte vom 24. 3. 1933, das Telegramm des Kölner Erzbischofs an Hitler vom 2. 7. 1933 mit Bitte um Herbeiführung von Verhandlungen über die katholisch-kirchlichen Vereine, den Bericht über die von Erzbischof Schulte geleitete Diözesankonferenz vom 10. 10. 1933, das Schreiben Vizekanzlers v. Papen an den Kölner Erzbischof vom 9. 2. 1934 über eine Besprechung mit Hitler, in deren Mittelpunkt Rosenbergs "Lythus" und das Verhältnis Partei - Staat - Kirche standen, die am 1. 3. 1934 veröffentlichte "Oberhirtliche Warnung" vor einer arteigenen Religion des deutschen Volkes, den von Reichsinnenminister Frick vorgelegten umfangreichen Untersuchungsbericht über die Beschwerden, die der Kölner Erzbischof bei einer Besprechung mit Hitler vorgetragen hatte - mit Gegenstellungnahme des Generalvikariats vom 13. 4. 1934, das strengvertrauliche Protokoll des Domkapitulars Lenne vom 29. 5. 1934 über den Besuch des neuen Kölner Regierungspräsidenten Diels auf dem Generalvikariat, verschiedene Schreiben vom Oktober 1934 und Januar 1935 zu Verleumdungen des Kölner Erzbischofs durch den Wuppertaler Apotheker Weber, den vom 6. 12. 1935 datierenden Protest Schultes bei Reichskirchenminister Kerrl gegen die Eingriffe der Polizei in die kirchliche Versammlungstätigkeit und in die Tätigkeit der katholischen Vereine, von erzbischöflichen Generalvikariat mit Datum vom 19. 3. 1936 herausgegebene "Mitteilungen zur Lage", in denen u. a. über die Verhaftung von Diözesanpräses Clemens, Generalpräses Wolker und anderen katholischen Priestern und Jugendführern berichtet wird, den Protest des Erzbischofs gegen die Durchsuchung der Räume des Generalvikariats durch die Gestapo vom 11. 6. 1937, die Aufzeichnung eines Gesprächs vom 25. 10. 1939, das zwischen Generalvikar David und dem Kölner Stapochef, Reg. Rat Isselhorst, geführt wurde, eine von Generalvikar David im Jahre 1941 erstellte "Beurteilung der gegenwärtigen kirchlichen Lage", die vom 12. 3. 1941 datierende Regelung Hitlers betr. die Teilnahme von NS-Stellen bei der Beisetzung des Kölner Erzbischofs, zuletzt eine Ausgabe des "Feuerreiter", die am 16. 3. 1935 anlässlich des silbernen Bischofsjubiläums von Kardinal Schulte erschien, und mehrere Fotos)
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:15 MEZ