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Johann (Hans) von Hutten, Sohn des Ludwig von Hutten, und seine
Ehefrau Margarete (Grethe) bekunden, dass sie ihre drei Besitzungen in
Dorf und Ma...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1411-1420
1418 März 2
Ausfertigung, Pergament, drei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini millesimo quadringentesimo XVIII° feria quarta ante dominicam Letare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann (Hans) von Hutten, Sohn des Ludwig von Hutten, und seine Ehefrau Margarete (Grethe) bekunden, dass sie ihre drei Besitzungen in Dorf und Mark Herolz - das Gut des Müllers, das von Johann (Henne) Leer bearbeitete Gut und das von Johann (Henne) Loiße bearbeitete Gut - mit allem Zubehör dem Geistlichen Johann von Spangenberg für 60 Gulden verkauft haben. Von jedem der Güter ist jährlich an Michaelis [September 29] ein Zins von einem Fuldaer Viertel Weizen, einem Fuldaer Viertel Hafer, sechs Tournosen Geld, zwei Sommerhühnern und - an Weihnachten [Dezember 25] - Weisat (wysunge zu Wynachten) zu zahlen. Wenn die drei Güter nicht bearbeitet werden oder nicht liefern können, soll der Käufer seine Rente binnen 14 Tagen nach einer Mahnung von anderen Gütern erhalten. Als Bürgen werden die Knappen Hermann von Ebersberg genannt von Weyhers (Wygers) und Simon von Spahl (Spala), beide Schwager des Johann von Hutten, eingesetzt. Jeder von ihnen ist mit Mann und Knecht in einem Wirtshaus in Fulda, Bischofsheim [Bischofsheim an der Rhön] oder Poppenhausen zum Einlager verpflichtet; sie sollen sich nicht untereinander vertreten. Johann von Hutten verspricht den Bürgen Schadlosigkeit. Ausscheidende Bürgen werden binnen eines Monats nach Mahnung ersetzt. Der Verkäufer bürgt für die Einhaltung der Bürgschaftspflichten durch die Bürgen. Der Wiederkauf wird vorbehalten. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2, Avers 3)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann von Hutten
Vermerke (Urkunde): Siegler: Hermann von Ebersberg genannt von Weyhers
Vermerke (Urkunde): Siegler: Simon von Spahl
Gemäß einer zeitgenössischen Dorsalnotiz war Johann von Spangenberg Pleban von Herolz.
Als Weisat wird eine freiwillige Abgabe in Naturalien [später in Geldform] zu besonderen Anlässen an den Grundherrn bezeichnet, vgl. Grimm, Wörterbuch, Bd. 28, Sp. 1009 f.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.