3. Prüfungsprotokolle (Niederschriften)
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Gliederung
NW 1130 Reichsjustizprüfungsamt Berlin - Prüfungsstelle Düsseldorf, 2. Staatsprüfung - Generalia
Reichsjustizprüfungsamt Berlin - Prüfungsstelle Düsseldorf, 2. Staatsprüfung - Generalia
Die chronologisch geordneten, aus jeweils einem Bogen bestehenden Protokolle verzeichnen auf der 1. Seite die Namen der Prüfer (Prüfungsausschuss) und der Prüflinge (Referendare); auf S. 2-3 sind in 11 Spalten vermerkt: 1. die lfd. Nummer, 2. die Namen der Prüflinge, 3a-b die Urteile des Lehrgangsleiters im Gemeinschaftslager u. des Gemeinschaftsleiters, 4-10 die Noten der schriftlichen Prüfungsarbeiten - 4: Vorstellung zur großen Staatsprüfung, 5: Praktische Arb., 6-10: Aufsichtsarbeiten (Klausuren): 6: A (bürgerliches Recht), 7: B (Zwangsvollstreckung, freiwillige Gerichtsbarkeit), 8: C (Strafrecht), 9: D (Staats- oder Verwaltungsrecht), 10: G (Geschichte u. Wirtschaftskunde) -, 11-13: die Noten der mündlichen Prüfung 12: fachliches Können, 13: Allgemeinbildung, Staats- u. Volkskunde -, 14. Gesamtergebnis; auf der 4. Seite sind die Themen (Gegenstände) der mündlichen Prüfung mit den Unterschriften der Prüfer verzeichnet. Die VO des RJM über den Ausbau des RJP v. 27. Feb. 1935 legte in § 7 Abs. 1 fest, dass die Aufsichtsarbeiten etwa einen Monat nach Einreichung des Zulassungsgesuchs am Sitz des OLG zu schreiben waren u. der Referendar "unmittelbar im Anschluss daran die Akten für die praktische Arbeit" erhielt. Die anfangs beobachtete Reihenfolge - erst P-Arbeit, dann Klausuren - war also verordnungswidrig u. wurde schon bald nur noch selten praktiziert. Die Zentrale des RJP in Berlin führte ebenfalls eine Sammlung der Prüfungsniederschriften. Auf Grund der VO des RJM u. des Reichsinnenministers über die Laufbahn für das Amt des Richters u. des Staatsanwalts v. 16. Mai 1939 (RGBl. I S. 917) - § 2 (1) Wer zum Richteramt befähigt ist, kann auf seinen Antrag als Anwärter für das Amt des Richters oder des Staatsanwalts übernommen werden. (2) Der Antrag kann schon nach der Zulassung zur großen Staatsprüfung gestellt werden... - wurden die Kandidaten bei der Vorstellung bzw. im Rahmen der vereinfachten mündlichen Prüfung gefragt, ob sie den Antrag stellen. (Die Vorstellungstermine sind in den ersten Jahren fast immer, später weniger häufig durch eigene Terminzettel dokumentiert).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:38 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 4. Oberste und obere Landesbehörden NRW (Tektonik)
- 4.2. Oberste Landesbehörden (Tektonik)
- 4.2.4. Justizministerium (Tektonik)
- 4.2.4.9. Landesjustizprüfungsamt (Tektonik)
- JM Reichsjustizprüfungsamt Berlin - Prüfungsstelle Düsseldorf, 2. Staatsprüfung NW 1130 (Bestand)
- 3. Prüfungsprotokolle (Niederschriften) (Gliederung)