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Papst Eugen IV. teilt [Johann von Merlau], Abt [von Fulda], mit,
dass er auf Bitten Johanns von Buchenau, Propst von Holzkirchen, und des
Konvents...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1431-1440
1434 März 21
Ausfertigung, Pergament, Bleibulle an Hanfschnur
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Florentie anno incarnationis Dominice millesimoquadringentesimotricesimoquarto duodecimo Kalendas Aprilis pontificatus nostri anno quinto
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Eugen IV. teilt [Johann von Merlau], Abt [von Fulda], mit, dass er auf Bitten Johanns von Buchenau, Propst von Holzkirchen, und des Konvents von Holzkirchen diesen aufgrund der durch Krieg und andere Widrigkeiten erlittenen Verluste die Pfarreien in Helmstadt und Uettingen inkorporiert. Besonders aus dem Besitz einer Mühle, die jährlich 400 Malter Weizenmehl oder Getreide (siliginis sive bladi) produzierte, sind mehr als 6000 rheinische Gulden entfremdet worden, da die Mühle von der weltlichen Macht vernachlässigt wurde. Der Propst, der durch beide Eltern von vornehmer Herkunft ist, und die Mönche der Propstei können so nicht auf angemessene Weise ernährt werden. Deshalb werden die Pfarreien von Helmstadt und Uettingen, die bereits vorher durch die Mönche verwaltet wurden, mit allen Rechten und allem Zubehör der Propstei dauerhaft übertragen. Sollten die jährlichen Einkünfte und Erträge der Propstei und der beiden Pfarreien 316 Mark Silber nicht übersteigen, wird der apostolische Stuhl für den Zustand der Propstei und der Pfarreien Sorge tragen. Mit der Umsetzung dieser Vorhaben wird Abt Johann beauftragt. Für die Besetzung der Pfarrstellen sollen Propst Johann und der Konvent zuständig sein. Über die dazugehörigen Besitzungen und Rechte können sie dauerhaft und frei verfügen, genauso wie über die Erträge und Einkünfte; die Zustimmung der Bewohner dieses Sprengels ist nicht erforderlich. Andere päpstliche Urkunden sollen keine aufschiebende Wirkung haben und die genannten Pfarreien nicht betreffen. Propst und Konvent sind gehalten, gemeinsam den mit den Pfarreien zusammenhängenden seelsorgerischen Verpflichtungen nachzukommen. Ausstellungsort: Florenz. Pastoralis officii. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bulle: [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsabtei Fulda 1434 Maerz 21 Apostelstempel.jpg|Apost...
Auf der Plica ein Schreibervermerk: (G. de Callio), und ein Registraturvermerk: (Registrata gratis).
Unter der Plica links eine Taxquittung: (XXXX) [4 Grossi].
Über dem Text steht: (ad cameram); rechts oben ein weiterer Registraturvermerk.
Auch auf der Rückseite zahlreiche Kanzleivermerke, darunter die Namen: (Ia[cobus] de Ugemis [?]), (P[etrus] de Magio), (Ia[cobus] de Ugollius), (B. Valven[sis] [?]).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.