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Balthasar [von Dernbach], Abt von Fulda, bekundet, dass er Jost
Bapper (Bappere), Kesselhändler (kesselfurer) aus Höxter (Hoxter)
[Nordrhein-Westf...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1601-1610
1604 November 4
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel in Holzkapsel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gebenn Fuldt umb viertten tag deß monats Novembris anno 1604
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Balthasar [von Dernbach], Abt von Fulda, bekundet, dass er Jost Bapper (Bappere), Kesselhändler (kesselfurer) aus Höxter (Hoxter) [Nordrhein-Westfalen], auf dessen Ersuchen hin ab dem Datum der Ausstellung dieser Urkunde für zwei Jahre lang erlaubt hat, auf das Gebiet des Klosters Fulda seine Kupferarbeiten und Kessel einzuführen, sie zu verkaufen und mit ihnen zu handeln (partieren). Dies geschieht unter dem Vorbehalt, dass Jost Bapper sich verpflichtet, gute Arbeit zu leisten und unverfälschte Kaufmannsware anzubieten, niemanden zu betrügen und seine Waren zu einem reellen Preis zu verkaufen. In dieser Zeit ist es anderen Kesselhändlern verboten, ihre Waren innerhalb des Klosters Fulda anzubieten. Die fuldischen Beamten werden angehalten, die Einhaltung dieses Verbots zu überwachen. Für dieses Privileg verpflichtet sich Jost Bapper, dem Kloster Fulda jährlich 40 Pfund Kupfer, die für solche Kesselarbeiten verwendet werden, als Zins zu geben. Seine Konzession wird bei der fuldischen Kanzlei hinterlegt. Siegelankündigung. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Balthasar
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.