Mainz, 1577.07.27. (Richter Valentin Spieß). Der B. und Meister Melchior Gensfueß, Goldschmied und Matheis Meißner, Schreiner, beide als Vormünder des Kindes Dorothea des Johann Rauch, Prokurators des Hof- und Geistlichen Gerichts, haben den Verwesern und Vorstehern der armen Feldsiechen zu St. Jörg (Valentin Osterrodt und Herr Melchior Steick) 10 fl. Wiederkaufszins, fällig auf Pauli Bekehrung, verkauft und als Unterpfand verlegt einen Garten samt Eckhaus auf dem Frauenbrüderplatz, einerseits und oben an Dr. Konrad Vogten Haus zum Vogelsgesang, unten an Wendel Aßlers Haus. Nun hat aber Valentin Osterrodt diesen Garten dem edlen Johann Eberhard von Kronberg verkauft, aber diese Belastung verschwiegen. Deshalb verlegen die Vormünder den Feldsiechen (jetziger Pfleger und Vorsteher: Melchior Riem) das vorgenannte Haus und allen Besitz ihres Pflegkinds. Z.: Die Meister Franz Benz, Schneider, und Heinrich Hain, Gebrüder.

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