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Der Knappe Johann von der Kere genannt von Roßdorf und der Knecht
Eckhard von Lichtenberg bekunden, dass sie von Heinrich [von Kranlucken],
Abt vo...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1351-1360
1354 Juni 20
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der gebin ist an iare und tage als vorgeschriben stet
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Der Knappe Johann von der Kere genannt von Roßdorf und der Knecht Eckhard von Lichtenberg bekunden, dass sie von Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, und dem Kloster Fulda eine im Folgenden inserierte Urkunde erhalten haben. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1354 Juni 20: Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, Dekan Dietrich und der Konvent von Fulda bekunden, dass sie Johann von der Kere genannt von Roßdorf und Eckhard von Lichtenberg und ihren Erben Burg (hus) und Dorf Roßdorf [Lkr. Schmalkalden-Meiningen] mit dem dazugehörigen Gericht und allen Rechten und Einkünften für 1000 Pfund alter Heller verkauft haben. Vom Verkauf ausgenommen ist das Herbergsrecht. Zusätzlich erhalten Johann und Eckhard Einkünfte aus einer jährlichen Rente von 50 Pfund Heller für Sand aus den Dörfern, die im Sand liegen, zahlbar am Tag des heiligen Michael [September 29] und am Tag der heiligen Walburga [Mai 1]. Weitere Einkünfte kommen aus der heutigen Wüstung Werdenhausen (Wernhusen) [Wüstung bei Wiesenthal, Wartburgkr.] - sechs Pfund Heller -, aus Eckardts [Gem. Schwallungen, Lkr. Schmalkalden-Meiningen] (Eckerichs) - zwei Pfund Heller -, aus Wiesenthal (Wisental) [Thüringen] - zehn Schilling Heller aus dem Bannwein von Roßdorf - sowie jährlich 16 Malter Hafer von Eigenleuten und den Äckern an der Fulda. Es besteht für Heinrich ein Rückkaufrecht für 1000 Pfund Heller. Der Rückkauf muss einen Monat vorher angekündigt werden. Die Rückzahlung erfolgt in Roßdorf; Johann und Eckhard haben dort im Umkreis von einer Meile Geleitrecht. Die 1000 Pfund Heller können zur Hälfte in Gulden und zur Hälfte in Würzburger oder anderer Währung gezahlt werden. Sollten Johann, Eckhard oder ihre Erben das Geschäft rückgängig machen wollen, müssen sie dies ein Vierteljahr vorher ankündigen. Können oder wollen Heinrich und der Konvent das Geld nicht zurückzahlen, können Johann und Eckhard alles für 1000 Pfund Heller an einen Lehnsmann Heinrichs verkaufen oder verpfänden. Sollten Johann und Eckhard den Besitz verlieren, sollen sie von Heinrich angemessen entschädigt werden. Die Burg Roßdorf soll für Heinrich und das Kloster Offenhaus sein, ohne dass Johann und Eckhard ein Schaden entsteht. Beide Parteien wählen zwei Vertraute, die bauliche Veränderungen einvernehmlich beschließen sollen. Mit diesem Geschäft entsteht zudem ein Lehnsverhältnis zwischen beiden Parteien. Siegelankündigung des Abtes und des Konvents von Fulda. (Do man tzalte nach Crist geburte drutzenhundert iare in dem vier und funiftzegsten iare am Fritage nach sante Vits tage). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite, Siegel: Avers 1, Avers 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann von der Kere genannt von Roßdorf
Vermerke (Urkunde): Siegler: Eckhard von Lichtenberg
Vgl. hierzu Nr. 412; hier wird ein Teil von Roßdorf von einem Verwandten Eckhards an Heinrich übergeben.
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Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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