Ritterkanton Hegau-Allgäu-Bodensee (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 574
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Grafenkollegien und Ritterkantone
Inhalt und Bewertung
Der Kanton gliederte sich in die Bezirke Hegau und Allgäu-Bodensee. Der Bezirk Hegau führte in Radolfzell die Kantonsdirektorialkanzlei, deren Schriftgut heute hauptsächlich im Generallandesarchiv Karlsruhe verwahrt wird. Kanzleisitz des Bezirks Allgäu-Bodensee war Wangen im Allgäu. Das dort entstandene Archiv wurde 1807-1808 von Bayern nach Kempten , später nach Neuburg an der Donau verbracht.
Der vorliegende Bestand enthält daher nur die später im Staatsarchiv Ludwigsburg eingekommenen Archivalien beider Kanzleien betreffend württtembergische Familien und Orte, darunter eine größere Gruppe von Akten des 18.Jahrhunderts betreffen die Herrschaft Mühlheim an der Donau durch den Kantonsbezirk Hegau (68 Büschel).
Archivalien aus der Kanzlei Wangen auch im Fürstlich-Waldburg-Zeilschen Archiv auf Schloß Zeil, Bestand Ratzenried (Vgl. Württembergische Archivinventare 24, 1953, S. 57 und 229-250).
Archivalien gleicher Provenienz im Bayerischen Hauptstaatsarchiv und im Staatsarchiv Augsburg wurden 1997 im Rahmen des bayerisch-baden-württembergischen Beständeausgleichs an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart übergeben (siehe B 574Au und B 574M).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ