Kriminal-Prozess contra Hans Bernhard Mandel, ledigen Standes zu Markt Seinsheim, und seine Komplizin Margaretha Hirt von Pfahlenheim, ehemalige Dienstmagd zu Winkelbach (= Winkelhof?), welche beide wegen ihrer miteinander verübten Kindsermordung und vor zwei Jahren zu Walkershofen begangenen, noch ungestraften Ehebruchs zwar auf große Fürbitte mit dem Leben begnadigt, jedoch durch den Scharfrichter eine Stunde lang an den Pranger gestellt, mit Ruten ausgestrichen und über die vier Wälder vier Meilen in der Runde des schwarzenbergischen Gebiets auf ewig verwiesen wurden
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Kriminal-Prozess contra Hans Bernhard Mandel, ledigen Standes zu Markt Seinsheim, und seine Komplizin Margaretha Hirt von Pfahlenheim, ehemalige Dienstmagd zu Winkelbach (= Winkelhof?), welche beide wegen ihrer miteinander verübten Kindsermordung und vor zwei Jahren zu Walkershofen begangenen, noch ungestraften Ehebruchs zwar auf große Fürbitte mit dem Leben begnadigt, jedoch durch den Scharfrichter eine Stunde lang an den Pranger gestellt, mit Ruten ausgestrichen und über die vier Wälder vier Meilen in der Runde des schwarzenbergischen Gebiets auf ewig verwiesen wurden
Herrschaft Schwarzenberg, Schwarzenberger Archiv 161/2
Herrschaft Schwarzenberg, Schwarzenberger Archiv
Herrschaft Schwarzenberg, Schwarzenberger Archiv >> Herrschaft Schwarzenberg, Schwarzenberger Archiv (Rep. 321.5) >> VIII.c. Centfälle in der Herrschaft Hohenlandsberg, Gnötzheim und Michelbach >> 8.169. Centfälle in Markt Seinsheim
1675
Schwarzenberger Archiv
Akten
deutsch
Registratursignatur/AZ: Schw. Arch. VIII.169.9
Mandel, Johann Bernhard
Hirt, Margaretha
Seinsheim (Lkr. Kitzingen)
Pfahlenheim (Gde. Hemmersheim, Lkr. Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim)
Winkelhof (Gde. Seinsheim, Lkr. Kitzingen)
Walkershofen (Gde. Simmershofen, Lkr. Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 11:52 MESZ
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