Hans von Köckritz (Kokeritz), Hofmeister, Georg von Haugwitz (Hugewitz), Dechant zu Meißen, Kanzler, Mennel von Erdmanssdorf (Ertmansdorf), Ritter, Hans von Könneritz (Konritz) zu Liebenwerda, Hans von Weißbach, Vogt zu Zschopau (Zcschape), Paul Jäger (Jheger), Heinz Krahe (Hencz Kra) der Ältere, Hentze (Hencze) von Wiedebach (Wedebach), Reinhart von der Oelsnitz (Olßnitz) und Heinz Krahe (Hencz Kra) der Jüngere treffen folgenden Schiedsspruch in Jagdirrungen zwischen Kurfürst Friedrich II. von Sachsen und Anarg von Waldenburg, Herren zu Wolkenstein: 1) Dem Kürfürsten gehören die zu den Schlössern Schellenberg [heute Augustusburg], Zschopau und Scharfenstein gehörigen Jagden im Bornwald (Bornwalt), in Berthelsdorfer (Bertilstorffer) Wald [nach der Wüstung Berthelsdorf, ö. Lengefeld], in Weißbach (Wispach), auf den Ziegenrücken (Czegenrücke) [Wald s. Zschopau], auf der Weißbacher Flur. Ausgeschlossen ist jedoch die Flur zu Gelenau (Geylenaw). Die Reinung soll der Lautenbach (Lutembach) bis zur Wünschendorfer (Windigestorffer) Flur sein. 2) Dem von Waldenburg gehört die Jagd auf dem Thum bis an die Pflege zu Stollberg (Stalburg), der Herolder Wald sowie in den Fluren zu Herold, zu Venusberg (Vennsperg), zu Drebach (Tretinbach) bis an den Puchelsperg, zu Ehernfriedersdorf (Ernfriderstorff), zu Geyer und Gelenau. Ausgeschlossen ist jedoch die Jagd in der Weißbacher Flur und auf den Wäldern um den Pöhberg (Beelberg), die zu den fünf Dörfern des Kurfürsten gehört. 3) Grund und Boden sowie die Gerichtsbarkeit auf den genannten Dörfern, Fluren, Wildbahnen und Jagden sollen bei den Herren bleiben, denen sie früher gehört haben.

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Sächsisches Staatsarchiv
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