Klage des Johan Osterman ./. Arnold Schaepman. Kläger heiratete in I. Ehe i. J. 1583 Else Brirups, Witwe Johan Leve. Diese schichtete damals mit ihren Kindern Franz und Margarete Leve. Vormünder waren Ratsherr Bernhard Meier, Dietrich Altholt in Hamm und Matthias Kükenbeck in M. Später übertrug die Frau des Klägers ihr Haus, das sie von ihrem Mann Johan Leve mit ihren Kindern geerbt hatte, ihrem Sohne Franz Leve; dieser trat es ab an seine Schwester Margarete Leve, die sich mit Johan Schapman, dem Vater des Beklagten, verheiratet hatte. Der Kläger focht die Übertragung, die ohne sein Wissen erfolgt war, an und klagte auf Herausgabe des Hauses; er wurde abgewiesen. Es wurde aber dahin anerkannt, dass er seine Auslagen und Aufwendungen für das Haus (Hypothekenzinsen) verlangen könne. Diese klagt er jetzt ein.
Vollständigen Titel anzeigen
Klage des Johan Osterman ./. Arnold Schaepman. Kläger heiratete in I. Ehe i. J. 1583 Else Brirups, Witwe Johan Leve. Diese schichtete damals mit ihren Kindern Franz und Margarete Leve. Vormünder waren Ratsherr Bernhard Meier, Dietrich Altholt in Hamm und Matthias Kükenbeck in M. Später übertrug die Frau des Klägers ihr Haus, das sie von ihrem Mann Johan Leve mit ihren Kindern geerbt hatte, ihrem Sohne Franz Leve; dieser trat es ab an seine Schwester Margarete Leve, die sich mit Johan Schapman, dem Vater des Beklagten, verheiratet hatte. Der Kläger focht die Übertragung, die ohne sein Wissen erfolgt war, an und klagte auf Herausgabe des Hauses; er wurde abgewiesen. Es wurde aber dahin anerkannt, dass er seine Auslagen und Aufwendungen für das Haus (Hypothekenzinsen) verlangen könne. Diese klagt er jetzt ein.
B-C Civ, 2192
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1603) 1600 - 1623
Darin: Anlage (Abschrift): 26.4. 1603. Copia documenti adjudicationis des Offizials betr. das Haus des Johan Schapman an der Königstraße zwischen Häusern des Johan Droste und des Edelbluet. Das Haus wird durch den Richter Leistinck zwangsweise versteigert und dem Franz Leve zugeschlagen. Zeugen: die Notare Johan Missinck jr. und Henrich Alerding. Beteiligte Gläubiger sind: Bernhard Kuckman; Herman Switerman; Herman Elckendorff; Bernhard Stueker; Anna Brirups; die Erben des Georg Demme; Peter Ralle; M. Gerdt Gosen.
Enthält: Der Prozess ruht 20 Jahre. Die Witwe des Klägers (seine 2. Frau, Katharina N. und seine Tochter) nehmen wieder auf und richten die Klage gegen Christoffer Leve, den Sohn des Franz Lewe, als Erben auch des Arnold Schaepman, der kinderlos gestorben ist. Erwähnt werden Jürgen Blancke; Witwe Herman Schulten, geb. Anna Blancke; Johan Vrithoff; Nikolaus Bungarth und Peter Havichorst, Prokuratoren des Klosters thor Broderen; Bernhard Otterbein; Ratsherr Johan Moderson; Barthold Seddeler; Herman Detten; Johan Hane; Gerhard Dyckhoff, Vogt des Klosters Ägidi; Berndt Peters und Henrich Breda, Amtmänner des Klosters Ägidi; Notar Johan Gerstekamp.
Enthält: Der Prozess ruht 20 Jahre. Die Witwe des Klägers (seine 2. Frau, Katharina N. und seine Tochter) nehmen wieder auf und richten die Klage gegen Christoffer Leve, den Sohn des Franz Lewe, als Erben auch des Arnold Schaepman, der kinderlos gestorben ist. Erwähnt werden Jürgen Blancke; Witwe Herman Schulten, geb. Anna Blancke; Johan Vrithoff; Nikolaus Bungarth und Peter Havichorst, Prokuratoren des Klosters thor Broderen; Bernhard Otterbein; Ratsherr Johan Moderson; Barthold Seddeler; Herman Detten; Johan Hane; Gerhard Dyckhoff, Vogt des Klosters Ägidi; Berndt Peters und Henrich Breda, Amtmänner des Klosters Ägidi; Notar Johan Gerstekamp.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:54 MEZ