Verein zur Beförderung der Klein-Kinder-Bewahr-Anstalten Berlin (Bestand)
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VBK
Archiv für Diakonie und Entwicklung (Archivtektonik) >> Sonstige Verbände und Rechtsträger
1919-1933
Die vorhandenen Unterlagen spiegeln hauptsächlich die Schwierigkeiten des Vereins während der Inflationszeit wider.
Vorwort: Der Verein zur Beförderung von Klein-Kinder-Bewahr-Anstalten basiert auf dem 1829 von Frau Gemberg gegründeten kleinen "Frauenverein zum Besuche von Kranken, Linderung von Notständen unter den Armen und Fürsorge für verwahrloste Kinder". Frau Gemberg hatte bereits am 2. Mai 1831 in persönlicher Initiative eine Kleinkinder-Bewahranstalt (die zweite in Berlin) gegründet, der am 18. April 1833 eine weitere folgte. Die dauernde Unterhaltung dieser Einrichtungen überstieg aber bald die finanziellen Kräfte des Frauenvereins. Daraufhin wurde - auf Veranlassung der Kronprinzessin Elisabeth und unter ihrem Protektorat - ein neuer Vorstand gebildet, dem unter anderem die Gebrüder Leopold und Ludwig von Gerlach angehörten. Die Gründungsversammlung des neuen Vereins fand am 26. November 1833 statt. Ein Freundeskreis unterstützte ihn mit Jahresbeiträgen und Spenden.
Die vorliegenden Akten, die sich im Archiv des Diakonischen Werkes der EKD fanden, sind z.T. Handakten des Vorsitzenden (seit 1919), des Kaufmanns Walter Schlunk, Direktor im Central-Ausschuß für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche, und z.T. Prozeßakten (1927-1933) der den Verein in einer Mietangelegenheit vertretenden Rechtsanwälte. Die Handakten, die den Zeitraum von 1918 bis 1925 umfassen, spiegeln die Schwierigkeiten wider, mit denen der Verein während der Inflationszeit zu kämpfen hatte und die er nur mit Hilfe der Spenden von Deutschen aus dem Ausland und vor allem der Beihilfen des Magistrats von Berlin bewältigen konnte.
Der Bestand wurde im Sommer 1986 geordnet und verzeichnet. Elektronisch erfaßt wurde das Findbuch 2002 mit dem Archivprogramm AUGIAS von Ingeborg König. Veränderungen wurden dabei nicht vorgenommen.
Literatur
100 Jahre Verein zur Beförderung der Klein-Kinder-Bewahr-Anstalten Berlin 1833-1933. Festschrift, Berlin 1933
Hundert Jahre Evangelische Kinderpflege in Berlin 1830-1930. Festschrift. Sonniges Kinderland. Mitteilungen des Evangelischen Verbandes für Kinderpflege in Berlin e.V., Nr. 7, 1930
Die Klein-Kinder-Bewahranstalten, in: Friedrich Gustav Lisco: Das wohltätige Berlin, Berlin 1846 S. 241-244
Walter Wendland: Die Entwicklung der christlichen Liebestätigkeit in Groß-Berlin vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Berlin 1939, S. 35 f.
Vorwort: Der Verein zur Beförderung von Klein-Kinder-Bewahr-Anstalten basiert auf dem 1829 von Frau Gemberg gegründeten kleinen "Frauenverein zum Besuche von Kranken, Linderung von Notständen unter den Armen und Fürsorge für verwahrloste Kinder". Frau Gemberg hatte bereits am 2. Mai 1831 in persönlicher Initiative eine Kleinkinder-Bewahranstalt (die zweite in Berlin) gegründet, der am 18. April 1833 eine weitere folgte. Die dauernde Unterhaltung dieser Einrichtungen überstieg aber bald die finanziellen Kräfte des Frauenvereins. Daraufhin wurde - auf Veranlassung der Kronprinzessin Elisabeth und unter ihrem Protektorat - ein neuer Vorstand gebildet, dem unter anderem die Gebrüder Leopold und Ludwig von Gerlach angehörten. Die Gründungsversammlung des neuen Vereins fand am 26. November 1833 statt. Ein Freundeskreis unterstützte ihn mit Jahresbeiträgen und Spenden.
Die vorliegenden Akten, die sich im Archiv des Diakonischen Werkes der EKD fanden, sind z.T. Handakten des Vorsitzenden (seit 1919), des Kaufmanns Walter Schlunk, Direktor im Central-Ausschuß für die Innere Mission der deutschen evangelischen Kirche, und z.T. Prozeßakten (1927-1933) der den Verein in einer Mietangelegenheit vertretenden Rechtsanwälte. Die Handakten, die den Zeitraum von 1918 bis 1925 umfassen, spiegeln die Schwierigkeiten wider, mit denen der Verein während der Inflationszeit zu kämpfen hatte und die er nur mit Hilfe der Spenden von Deutschen aus dem Ausland und vor allem der Beihilfen des Magistrats von Berlin bewältigen konnte.
Der Bestand wurde im Sommer 1986 geordnet und verzeichnet. Elektronisch erfaßt wurde das Findbuch 2002 mit dem Archivprogramm AUGIAS von Ingeborg König. Veränderungen wurden dabei nicht vorgenommen.
Literatur
100 Jahre Verein zur Beförderung der Klein-Kinder-Bewahr-Anstalten Berlin 1833-1933. Festschrift, Berlin 1933
Hundert Jahre Evangelische Kinderpflege in Berlin 1830-1930. Festschrift. Sonniges Kinderland. Mitteilungen des Evangelischen Verbandes für Kinderpflege in Berlin e.V., Nr. 7, 1930
Die Klein-Kinder-Bewahranstalten, in: Friedrich Gustav Lisco: Das wohltätige Berlin, Berlin 1846 S. 241-244
Walter Wendland: Die Entwicklung der christlichen Liebestätigkeit in Groß-Berlin vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Berlin 1939, S. 35 f.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
22.04.2025, 11:01 MESZ