Siegburg, Rep. u. Hs. AA 0505 (Bestand)
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AA 0505 121.93.02
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.2. Geistliche Institute >> 1.2.5. O - U >> 1.2.5.18. Siegburg >> 1.2.5.18.1. Abtei
(1070-) [12. Jh.-19. Jh.]
diverse Handschriften
Bestandsbeschreibung: (Adelige) Benediktiner, gegründet vor 1066, aufgehoben 1803
Retrokonversion des analogen Findbuches: Rheinisches GeschichtsKontor Klein Oesl Opheys GbR, Alfter, 2010 - Abschließende Kontrolle und Überarbeitung: Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, Juni 2013.
Übersicht
Das Archiv der adligen Benediktinerabtei Siegburg im oberen Teil des Herzogtums Berg ist sowohl wegen des inneren und eigentümlichen historisch-diplomatischen Wertes seiner vielen alten und unversehrten Urkunden als auch für die noch wenig bekannte Geschichte dieser höchst merkwürdigen Stiftung wichtig. Die gegenwärtige Übersicht gestattet nur wenige Andeutungen.
Die Pfalzgrafen am Rhein hatten allmählich begonnen, ihren ältesten Wohnsitz im Herzogtum Jülich aufzugeben und rückten immer weiter den Rhein herauf. Um die Mitte des 11. Jahrhunderts herrschte Pfalzgraf Heinrich der Wütende im Auelgau auf dem Schloss Siegburg, von dem vorbeiströmenden Siegfluss so genannt, und trieb dort Raub und Gewalttat. Der mächtige Erzbischof Anno II. von Köln, der Erzieher Heinrichs IV. und Förderer der hierarchischen Pläne Hildebrands, bekämpfte und besiegte den Pfalzgrafen und errichtete auf dem gräflichen Sitz im Jahr 1064 eine geistliche Stiftung, die er mit 12 Mönchen aus Italien besetzte und mit einer großen Zahl von Grundbesitzungen dotierte. Auf seine Bitte beschenkte König Heinrich IV. dieselbe mit mehreren großen Villen, mit Forsten und Regalien aller Art; Papst Alexander II. sowie seine Nachfolger bestätigten und unterstützten sie. Unglaublich schnell wuchs die Anstalt und übte den heilsamsten Einfluss auf die sittliche und örtliche Kultur der Gegend. Am Fuß des Berges, worauf die abteiliche Kirche [stand], bildete sich bald eine große Ortschaft, die heutige Stadt Siegburg; allenthalben in dem Auelgau, dessen Dekanie der Abtei übergeben wurde, entstanden Kirchen und Pfarrdörfer. Mit besonderer Vorneigung liebte Anno diese seine fünfte Stiftung; dort verlebte er die letzten Lebensjahre, ward dort 1076 beerdigt und im Jahr 1183 heilig gesprochen. Schon unter dem dritten merkwürdigen Abt Cuno war die Zahl der Geistlichen auf 120 gestiegen; sechs zum Teil entfernt gelegene Filialstiftungen, Zellen, später Propsteien genannt, zeugten von ihrem weitwirkenden Einfluss. Gewiss würde die Abtei zum selbstständigen Reichsstift erwachsen sein, wäre nicht die Vogtschaft über dieselbe, welche die Grafen von Berg seit der frühesten Zeit ausübten und unter mannigfachen Kämpfen immer festhielten, das Element künftiger Landeshoheit derselben über das abteiliche Gebiet gewesen, welche jedoch nur erst durch den Vergleich von 1676 völlig anerkannt wurde.
Bestandsbeschreibung: (Adelige) Benediktiner, gegründet vor 1066, aufgehoben 1803
Retrokonversion des analogen Findbuches: Rheinisches GeschichtsKontor Klein Oesl Opheys GbR, Alfter, 2010 - Abschließende Kontrolle und Überarbeitung: Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, Juni 2013.
Übersicht
Das Archiv der adligen Benediktinerabtei Siegburg im oberen Teil des Herzogtums Berg ist sowohl wegen des inneren und eigentümlichen historisch-diplomatischen Wertes seiner vielen alten und unversehrten Urkunden als auch für die noch wenig bekannte Geschichte dieser höchst merkwürdigen Stiftung wichtig. Die gegenwärtige Übersicht gestattet nur wenige Andeutungen.
Die Pfalzgrafen am Rhein hatten allmählich begonnen, ihren ältesten Wohnsitz im Herzogtum Jülich aufzugeben und rückten immer weiter den Rhein herauf. Um die Mitte des 11. Jahrhunderts herrschte Pfalzgraf Heinrich der Wütende im Auelgau auf dem Schloss Siegburg, von dem vorbeiströmenden Siegfluss so genannt, und trieb dort Raub und Gewalttat. Der mächtige Erzbischof Anno II. von Köln, der Erzieher Heinrichs IV. und Förderer der hierarchischen Pläne Hildebrands, bekämpfte und besiegte den Pfalzgrafen und errichtete auf dem gräflichen Sitz im Jahr 1064 eine geistliche Stiftung, die er mit 12 Mönchen aus Italien besetzte und mit einer großen Zahl von Grundbesitzungen dotierte. Auf seine Bitte beschenkte König Heinrich IV. dieselbe mit mehreren großen Villen, mit Forsten und Regalien aller Art; Papst Alexander II. sowie seine Nachfolger bestätigten und unterstützten sie. Unglaublich schnell wuchs die Anstalt und übte den heilsamsten Einfluss auf die sittliche und örtliche Kultur der Gegend. Am Fuß des Berges, worauf die abteiliche Kirche [stand], bildete sich bald eine große Ortschaft, die heutige Stadt Siegburg; allenthalben in dem Auelgau, dessen Dekanie der Abtei übergeben wurde, entstanden Kirchen und Pfarrdörfer. Mit besonderer Vorneigung liebte Anno diese seine fünfte Stiftung; dort verlebte er die letzten Lebensjahre, ward dort 1076 beerdigt und im Jahr 1183 heilig gesprochen. Schon unter dem dritten merkwürdigen Abt Cuno war die Zahl der Geistlichen auf 120 gestiegen; sechs zum Teil entfernt gelegene Filialstiftungen, Zellen, später Propsteien genannt, zeugten von ihrem weitwirkenden Einfluss. Gewiss würde die Abtei zum selbstständigen Reichsstift erwachsen sein, wäre nicht die Vogtschaft über dieselbe, welche die Grafen von Berg seit der frühesten Zeit ausübten und unter mannigfachen Kämpfen immer festhielten, das Element künftiger Landeshoheit derselben über das abteiliche Gebiet gewesen, welche jedoch nur erst durch den Vergleich von 1676 völlig anerkannt wurde.
Archivbestand
Deutsch
Ergänzungsüberlieferung:
1) im eigenen Hause:
s. Oediger Bd. 1, S. 89 (Briefe, 1360-1500), 109 (Reichsunmittelbarkeit, 1640-1676), 123 (1654, 1764-1802, auch Visitation, 1771-1791), 126 (Aufhebung, 1803)
Kurköln VIII Nr. 446 a) Abtwahlen, 1578-1787, Visitationen und Reformen, 1729-1737, Gymnich, 1757-1762, Haus Niederpleis, 1755, Propstei Apollinarisberg, 1698; b) Absetzung des Abtes von Bock, Wahl des Markgrafen von Baden, (1610)-1683; c) Untersuchung der Ökonomie, 1692-1798, Prof. van Wurmb, 1788-1792, Plan der Vereinigung mit Kornelimünster, 1798-1802; d) Vogtei, 1543-1624; e-f) Verkauf von Grundstücken und des Hauses zur Fetten Henne in Köln, 1788
Werden, Akten III Nr. 51) Visitation, 1630-1660
Aufhebung: s. Oediger Bd. 1, S. 126; Großherzogtum Berg Nr. 1011 ff. (betr. Oberpleis), 1044-1079, 5143 (Grabsteine, angeblich aus Heisterbach), 8437 ff., 8646
2) in anderen Archiven, Bibliotheken usw.:
im Archiv der Kathedrale von Canterbury:
Totenrolle, [ca. 1125] (s. Historical Mss. Comm. Report on Mss. in various collections 1, London 1901, S. 217 ff.; Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 137, 1940, S. 83 ff.)
im Landeshauptarchiv Koblenz:
Archivalien der Propsteien Hirzenach und Apollinarisberg (s. Oediger Bd. 4, S. 299 f., 302); Abt. 256/7391) Güter zu Faid, 1777, Cond, Bruttig, Fankel, Ellenz, Poltersdorf, Faid, 1782, Güls, 1797
im Diözesanarchiv Köln:
Dep. S. Columba B 2 30) Abrechnungen des J.P. Görresheim für den Abt von Bock, 1665-1669 (s. Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 76, S. 259)
im Historischen Archiv der Stadt Köln:
Urk. 2971)
1376 Februar 14
Rentverkauf an Hadewig von Mülheim, Witwe des Knappen Konrad von Keldenich.
Ausfertigung - s. Mitteilungen 9, 1
Farr. Gelenii XI 567) Registrum privilegiorum, [17. Jh.]; XXIX 105 und 117) Auszüge aus einem Totenbuch, [ca. 1300] (Druck: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 8, S. 221 ff.)
im katholischen Pfarrarchiv St. Servatius zu Siegburg:
1 Urkunde Nr. 41 von 1464 August 24; Akten V 1) Einzelstücke, meist die Güter betreffend, 1560-1670; 2) Vogtei, [15. Jh.]-1689; 3) Troisdorf, 1564-1648, dabei: Hexenprozess, 1630
in der Abtei Siegburg (früher im katholischen Pfarramt Siegburg-Mülldorf):
7 Urkunden, 1301-1446 (s. Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 137, 1940, S. 78 ff.), 3 Urkunden, 1411-1802, Hausarmenrechnungen, 1589-1593, 1625; Jagd im Kottenforst, 1562; Heberegister der Pfarrkirche, 1728-1810
im Deutschordenszentralarchiv Wien:
1283
Der Abt L. (?) und der Konvent zu Siegburg verkaufen dem Deutschen Haus in Koblenz ihr Haus und Weingarten zu Dinklihe.
Ausfertigung, Pergament; mit dem Siegel des Abts (Umschrift soll lauten: ... bertus de gracia Sige ...; wahrscheinlich daher L. Lesefehler), Siegel des Konvents ist abgefallen - vgl. Pettenegg, S. 162, Nr. 627
im Mirbachschen Archiv zu Harff, Graven:
29) Akten des Generalwachtmeisters von Velbrück betr. Zerstörung der Festung, Koadjutoriewahl, Visitation durch den Bischof von Fürstenberg, 1670/71
im Archiv von Plettenberg-Heeren (Kr. Unna):
Tit. II, Nr. 26 (1675-1793)
Darin: Siegburg, 1675 Oktober 2 (betr. Lehen Lausberg, Kirchspiel Halver, Westfalen)
Die Richter und Lehnsmannen der Lehnskammer der Abtei Siegburg (Abt Bernhard Gustav zu Fulda und Kempten, Administrator zu Siegburg), nämlich Otto Werner Freiherr von Waldbott zu Bassenheim, Herr zu Gudenau, und Johann Adam Raedius laden durch den Anwalt der Abtei Siegburg Bernhard Middendorff die Witwe von Edelkirchen, Ester Dorothea von Hattstein, auf den 21. Oktober, morgens 9 Uhr, in den untersten Saal der Abtei Siegburg wegen einem Kaduzitätsprozess, da das Lehen Lausberg seit 1581 nicht mehr von der Abtei belehnt gewesen wäre, auch keinen Lehnszins seitdem jährlich gezahlt wäre. Die Lehensbriefe und Reverse sub Nr. 1-4 wiesen hingegen aus, daß die von Edelkirchen und der jetzigen Witwe Ehemanns Voreltern alleweil vom Gotteshaus Siegburg belehnt gewesen wären, was auch durch einen jährlichen Lehnszins anerkannt gewesen wäre.
Aufgedrücktes Siegel der beiden Lehnsrichter; Unterschriften des Emondt Venn, Bürgermeisters zu Siegburg, und des Johann Horbach, Stadtschreibers zu Siegburg, als "secretarius"
im Wolff-Metternichschen Archiv in Vinsebeck:
1238
Ministerialentausch mit dem Grafen von Arnsberg.
im Besitz des Herrn von Stramberg:
Köln, 1110 Mai 4
Erzbischof Friedrich bekundet, daß er von König Heinrich IV. und K. (!) Heinrich V. den Ort Hirzenach erhalten und der Abtei Siegburg zur Errichtung eines Klosters übergeben habe; nach der Erbauung durch den Abt Cuno habe er dem Kloster 20 iugera Weinberge in villa Diepach bei Bacharach mit dem Zehnten und aller Nutzung geschenkt. Er bestätigt schließlich, daß die Abtei Siegburg von dem Ursulastift zu Köln (congregatio ss. Virginum) den Hof Quintinacha gegen eine Rente von 3 Mark 3 1/2 sol. zu Ingendorf eingetauscht habe. Zeugen: Adalbertus de Norvenich, Adolfus filius eius, Adulfus de Saffenberg, filius eius Adulfus, Hermannus com., Ludovicus com de Arnstein, Gerlacus com. de Isenberg, Remboldus frater eius, Beveno.
Colonie a. MCX, IIII die maii.
Vidimierte Kopie aus einem neueren Diplomatar der Propstei Hirzenach - Regest: Knipping II Nr. 6
1) im eigenen Hause:
s. Oediger Bd. 1, S. 89 (Briefe, 1360-1500), 109 (Reichsunmittelbarkeit, 1640-1676), 123 (1654, 1764-1802, auch Visitation, 1771-1791), 126 (Aufhebung, 1803)
Kurköln VIII Nr. 446 a) Abtwahlen, 1578-1787, Visitationen und Reformen, 1729-1737, Gymnich, 1757-1762, Haus Niederpleis, 1755, Propstei Apollinarisberg, 1698; b) Absetzung des Abtes von Bock, Wahl des Markgrafen von Baden, (1610)-1683; c) Untersuchung der Ökonomie, 1692-1798, Prof. van Wurmb, 1788-1792, Plan der Vereinigung mit Kornelimünster, 1798-1802; d) Vogtei, 1543-1624; e-f) Verkauf von Grundstücken und des Hauses zur Fetten Henne in Köln, 1788
Werden, Akten III Nr. 51) Visitation, 1630-1660
Aufhebung: s. Oediger Bd. 1, S. 126; Großherzogtum Berg Nr. 1011 ff. (betr. Oberpleis), 1044-1079, 5143 (Grabsteine, angeblich aus Heisterbach), 8437 ff., 8646
2) in anderen Archiven, Bibliotheken usw.:
im Archiv der Kathedrale von Canterbury:
Totenrolle, [ca. 1125] (s. Historical Mss. Comm. Report on Mss. in various collections 1, London 1901, S. 217 ff.; Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 137, 1940, S. 83 ff.)
im Landeshauptarchiv Koblenz:
Archivalien der Propsteien Hirzenach und Apollinarisberg (s. Oediger Bd. 4, S. 299 f., 302); Abt. 256/7391) Güter zu Faid, 1777, Cond, Bruttig, Fankel, Ellenz, Poltersdorf, Faid, 1782, Güls, 1797
im Diözesanarchiv Köln:
Dep. S. Columba B 2 30) Abrechnungen des J.P. Görresheim für den Abt von Bock, 1665-1669 (s. Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 76, S. 259)
im Historischen Archiv der Stadt Köln:
Urk. 2971)
1376 Februar 14
Rentverkauf an Hadewig von Mülheim, Witwe des Knappen Konrad von Keldenich.
Ausfertigung - s. Mitteilungen 9, 1
Farr. Gelenii XI 567) Registrum privilegiorum, [17. Jh.]; XXIX 105 und 117) Auszüge aus einem Totenbuch, [ca. 1300] (Druck: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 8, S. 221 ff.)
im katholischen Pfarrarchiv St. Servatius zu Siegburg:
1 Urkunde Nr. 41 von 1464 August 24; Akten V 1) Einzelstücke, meist die Güter betreffend, 1560-1670; 2) Vogtei, [15. Jh.]-1689; 3) Troisdorf, 1564-1648, dabei: Hexenprozess, 1630
in der Abtei Siegburg (früher im katholischen Pfarramt Siegburg-Mülldorf):
7 Urkunden, 1301-1446 (s. Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 137, 1940, S. 78 ff.), 3 Urkunden, 1411-1802, Hausarmenrechnungen, 1589-1593, 1625; Jagd im Kottenforst, 1562; Heberegister der Pfarrkirche, 1728-1810
im Deutschordenszentralarchiv Wien:
1283
Der Abt L. (?) und der Konvent zu Siegburg verkaufen dem Deutschen Haus in Koblenz ihr Haus und Weingarten zu Dinklihe.
Ausfertigung, Pergament; mit dem Siegel des Abts (Umschrift soll lauten: ... bertus de gracia Sige ...; wahrscheinlich daher L. Lesefehler), Siegel des Konvents ist abgefallen - vgl. Pettenegg, S. 162, Nr. 627
im Mirbachschen Archiv zu Harff, Graven:
29) Akten des Generalwachtmeisters von Velbrück betr. Zerstörung der Festung, Koadjutoriewahl, Visitation durch den Bischof von Fürstenberg, 1670/71
im Archiv von Plettenberg-Heeren (Kr. Unna):
Tit. II, Nr. 26 (1675-1793)
Darin: Siegburg, 1675 Oktober 2 (betr. Lehen Lausberg, Kirchspiel Halver, Westfalen)
Die Richter und Lehnsmannen der Lehnskammer der Abtei Siegburg (Abt Bernhard Gustav zu Fulda und Kempten, Administrator zu Siegburg), nämlich Otto Werner Freiherr von Waldbott zu Bassenheim, Herr zu Gudenau, und Johann Adam Raedius laden durch den Anwalt der Abtei Siegburg Bernhard Middendorff die Witwe von Edelkirchen, Ester Dorothea von Hattstein, auf den 21. Oktober, morgens 9 Uhr, in den untersten Saal der Abtei Siegburg wegen einem Kaduzitätsprozess, da das Lehen Lausberg seit 1581 nicht mehr von der Abtei belehnt gewesen wäre, auch keinen Lehnszins seitdem jährlich gezahlt wäre. Die Lehensbriefe und Reverse sub Nr. 1-4 wiesen hingegen aus, daß die von Edelkirchen und der jetzigen Witwe Ehemanns Voreltern alleweil vom Gotteshaus Siegburg belehnt gewesen wären, was auch durch einen jährlichen Lehnszins anerkannt gewesen wäre.
Aufgedrücktes Siegel der beiden Lehnsrichter; Unterschriften des Emondt Venn, Bürgermeisters zu Siegburg, und des Johann Horbach, Stadtschreibers zu Siegburg, als "secretarius"
im Wolff-Metternichschen Archiv in Vinsebeck:
1238
Ministerialentausch mit dem Grafen von Arnsberg.
im Besitz des Herrn von Stramberg:
Köln, 1110 Mai 4
Erzbischof Friedrich bekundet, daß er von König Heinrich IV. und K. (!) Heinrich V. den Ort Hirzenach erhalten und der Abtei Siegburg zur Errichtung eines Klosters übergeben habe; nach der Erbauung durch den Abt Cuno habe er dem Kloster 20 iugera Weinberge in villa Diepach bei Bacharach mit dem Zehnten und aller Nutzung geschenkt. Er bestätigt schließlich, daß die Abtei Siegburg von dem Ursulastift zu Köln (congregatio ss. Virginum) den Hof Quintinacha gegen eine Rente von 3 Mark 3 1/2 sol. zu Ingendorf eingetauscht habe. Zeugen: Adalbertus de Norvenich, Adolfus filius eius, Adulfus de Saffenberg, filius eius Adulfus, Hermannus com., Ludovicus com de Arnstein, Gerlacus com. de Isenberg, Remboldus frater eius, Beveno.
Colonie a. MCX, IIII die maii.
Vidimierte Kopie aus einem neueren Diplomatar der Propstei Hirzenach - Regest: Knipping II Nr. 6
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
21.04.2026, 8:22 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Archival tectonics)
- 1.2. Geistliche Institute (Archival tectonics)
- 1.2.5. O - U (Archival tectonics)
- 1.2.5.18. Siegburg (Archival tectonics)
- 1.2.5.18.1. Abtei (Archival tectonics)
- Siegburg, Rep. u. Hs. AA 0505 (Archival holding)