Bad. Ministerium der Finanzen
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Tektonik
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg (Archivtektonik) >> (Süd-) Baden 1945-1952: Ministerien und Zentralbehörden
Überlieferungsgeschichte
Im Juli 1945 wurde das Bad. Finanz- und Wirtschaftsministeriums von Karlsruhe nach Freiburg verlegt. Es stand zunächst unter der Leitung von Alfred Bund, der zugleich als "Präsident der Landesverwaltung Baden - französisches Besatzungsgebiet" fungierte; ihm folgten im Dezember 1946 Paul Waeldin, nach kommissarischer Leitung der Amtsgeschäfte durch Staatspräsident Leo Wohleb (ab August 1947) am 23. Januar 1948 Wilhelm Eckert und nach dessen Rücktritt am 6. März 1952 Alois Schnorr. Ab Dezember 1945 wurden die Wirtschafts-, Landwirtschafts-, Forst- und Domänenangelegenheiten ausgegliedert und den Ministerien der Wirtschaft und Arbeit bzw. der Landwirtschaft und Ernährung zugewiesen. Durch das Gesetz über Zahl und Geschäftsbereich der Minister (Ministergesetz) vom 6. August 1947 wurden die Kompetenzen des Bad. Ministeriums der Finanzen wie folgt festgelegt: Landeshaushalt, -vermögen und
-schulden; Finanz- und Lastenausgleich; Währungs- und Kreditwesen; Beamten- und Besoldungsrecht; Tarifwesen für Staatsangestellte und Staatsarbeiter; Steuern und Zölle; staatliches Hochbau-, Maschinen- und Elektrowesen; Wasser-, Straßen- und Vermessungswesen; Verkehr (einschließlich Post); Aufsicht über Banken und Versicherungen; kontrollierte Vermögen. 1948/49 wurden die Aufgaben der Bad. Landesstelle für die Betreuung der Opfer des Nationalsozialismus und des Bad. Landesamts für kontrollierte Vermögen auf das Finanzministerium übertragen. Seit 1. April 1950 führte die Abteilung für Steuern und Zölle die Bezeichnung Oberfinanzpräsidium Baden und wurde sodann aufgrund des Bundesgesetzes über die Finanzverwaltung vom 6. September 1950 zur Oberfinanzdirektion Freiburg umgewandelt. Nach der Gründung des Landes Baden-Württemberg gingen die Aufgaben des Ministeriums der Finanzen, sofern sie nicht von den Zentralbehörden in Stuttgart übernommen wurden, im Wesentlichen auf das Regierungspräsidium Südbaden, die Oberfinanzdirektion Freiburg, das Landesamt für Wiedergutmachung und die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg über.
Im Juli 1945 wurde das Bad. Finanz- und Wirtschaftsministeriums von Karlsruhe nach Freiburg verlegt. Es stand zunächst unter der Leitung von Alfred Bund, der zugleich als "Präsident der Landesverwaltung Baden - französisches Besatzungsgebiet" fungierte; ihm folgten im Dezember 1946 Paul Waeldin, nach kommissarischer Leitung der Amtsgeschäfte durch Staatspräsident Leo Wohleb (ab August 1947) am 23. Januar 1948 Wilhelm Eckert und nach dessen Rücktritt am 6. März 1952 Alois Schnorr. Ab Dezember 1945 wurden die Wirtschafts-, Landwirtschafts-, Forst- und Domänenangelegenheiten ausgegliedert und den Ministerien der Wirtschaft und Arbeit bzw. der Landwirtschaft und Ernährung zugewiesen. Durch das Gesetz über Zahl und Geschäftsbereich der Minister (Ministergesetz) vom 6. August 1947 wurden die Kompetenzen des Bad. Ministeriums der Finanzen wie folgt festgelegt: Landeshaushalt, -vermögen und
-schulden; Finanz- und Lastenausgleich; Währungs- und Kreditwesen; Beamten- und Besoldungsrecht; Tarifwesen für Staatsangestellte und Staatsarbeiter; Steuern und Zölle; staatliches Hochbau-, Maschinen- und Elektrowesen; Wasser-, Straßen- und Vermessungswesen; Verkehr (einschließlich Post); Aufsicht über Banken und Versicherungen; kontrollierte Vermögen. 1948/49 wurden die Aufgaben der Bad. Landesstelle für die Betreuung der Opfer des Nationalsozialismus und des Bad. Landesamts für kontrollierte Vermögen auf das Finanzministerium übertragen. Seit 1. April 1950 führte die Abteilung für Steuern und Zölle die Bezeichnung Oberfinanzpräsidium Baden und wurde sodann aufgrund des Bundesgesetzes über die Finanzverwaltung vom 6. September 1950 zur Oberfinanzdirektion Freiburg umgewandelt. Nach der Gründung des Landes Baden-Württemberg gingen die Aufgaben des Ministeriums der Finanzen, sofern sie nicht von den Zentralbehörden in Stuttgart übernommen wurden, im Wesentlichen auf das Regierungspräsidium Südbaden, die Oberfinanzdirektion Freiburg, das Landesamt für Wiedergutmachung und die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Freiburg über.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:41 PM CET