Wilhelm Meisenbug (Meysenbugk) und seine Ehefrau Agnese bekennen, dass Conrad, Abt des Stifts Hersfeld (Hersfelde), ihr gnädiger lieber Herr, Herr...
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Abt. VIII, Nr. 1,3
B 13 Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach
Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1303 - 1450
1440 November 30
Ausfertigung, Pergament (26,8 x 41,3 cm) mit acht anhängenden Siegeln (1, 3, 5, 6, 7 und 8 gut erhalten; 2 und 4 leicht ausgebrochen); Die Siegelführer sind auf den Presseln namentlich vermerkt.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: in die sancti Andree apostoli
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wilhelm Meisenbug (Meysenbugk) und seine Ehefrau Agnese bekennen, dass Conrad, Abt des Stifts Hersfeld (Hersfelde), ihr gnädiger lieber Herr, Herr Johann Meisenbug, Ritter, ihr Vater und Schwäher, Syman von Schlitz genannt von Görtz (Slytzsch, Gortze), Herman Meisenbug (Meysenbug), Erke von Schenkwald (Schengwalt), Heinrich vo Ehringshausen (Iringishusen), ihre lieben Schwäger, Oheime und Vettern, mit ihrer Vollmacht folgenden Vertrag mit Herrn Herman (II.) Riedesel, Ritter, Erbmarschall zu Hessen, geschlossen haben: (1) Von dem Geld, das Erzbischof Ditherich zu Mainz (Mentze) von ihrem Schwäher und Vater selbst, Herrn Rorich zu Eisenbach (Eysinbach), innehat, sollen die Aussteller 1000 Silberlinge erhalten; weitere 1000 Silberlinge sollen eigentlich Johann (VI.) Riedesel und seiner ehelichen Hausfrau Margarete, ihrem Schwager und Schwester, zufallen; diese 1000 Silberlinge wollen die beiden ihnen auch zukommen lassen. Es bleiben von dem Gelde noch 1600 Silberlinge, deren Zinsen Frau Grete von Weilnau (Wylauwe), ihre Schwieger und Mutter, ihre Lebtage haben soll; nach deren Tode sollen von diesen 1600 Silberlingen den Ausstellern 1100 Silberlinge gehören. (2) Mit diesem Gelde sollen sie wegen jeder Ansprache und Forderung an alles Erbe Ritter Rörichs von Eisenbach abgefunden sein, nämlich an das Schloss Eisenbach (Eysenbach) mit all seiner Zubehörung, sei es an Gerichten, Dörfern, Mannschaften, Lehen, geistlichen oder weltlichen, Zinsen, Gülten, Renten, Gefällen, Nutzungen, Wäldern, Feldern, Wildbahnen,Wasser, Weide, Fischweide, Gebot oder Verbot, Schuld oder Geld. Sie verichten in Gegenwart des Abts zu Hersfeld auf dies alles zu Gunsten Herrn Herman Rydesel und bitten die Lehenherrn, diesen mit den Lehen zu belehnen.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "V(er)zygeßbriff Wilhelm meyssenbach" "Verzicht Wilhelm Meisenburgk und Agnesen seiner ehel(ichen) Haußfrauwen auf die gantze Verlaßenschafft H(errn) Rörichs v(on) Eyßenbach ihres Schwers imd Vetter seel(ich) gegen empfang einer Summ geldes von Herrman von Riedeseln Rittern, welcher und seine Erben dieselbe allein behalten sollte, de Anno 1470"
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wilhelm, Agnes und Johann Meisenbug, der Abt zu Hersfeld und die Teidingsleute.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 605
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wilhelm Meisenbug (Meysenbugk) und seine Ehefrau Agnese bekennen, dass Conrad, Abt des Stifts Hersfeld (Hersfelde), ihr gnädiger lieber Herr, Herr Johann Meisenbug, Ritter, ihr Vater und Schwäher, Syman von Schlitz genannt von Görtz (Slytzsch, Gortze), Herman Meisenbug (Meysenbug), Erke von Schenkwald (Schengwalt), Heinrich vo Ehringshausen (Iringishusen), ihre lieben Schwäger, Oheime und Vettern, mit ihrer Vollmacht folgenden Vertrag mit Herrn Herman (II.) Riedesel, Ritter, Erbmarschall zu Hessen, geschlossen haben: (1) Von dem Geld, das Erzbischof Ditherich zu Mainz (Mentze) von ihrem Schwäher und Vater selbst, Herrn Rorich zu Eisenbach (Eysinbach), innehat, sollen die Aussteller 1000 Silberlinge erhalten; weitere 1000 Silberlinge sollen eigentlich Johann (VI.) Riedesel und seiner ehelichen Hausfrau Margarete, ihrem Schwager und Schwester, zufallen; diese 1000 Silberlinge wollen die beiden ihnen auch zukommen lassen. Es bleiben von dem Gelde noch 1600 Silberlinge, deren Zinsen Frau Grete von Weilnau (Wylauwe), ihre Schwieger und Mutter, ihre Lebtage haben soll; nach deren Tode sollen von diesen 1600 Silberlingen den Ausstellern 1100 Silberlinge gehören. (2) Mit diesem Gelde sollen sie wegen jeder Ansprache und Forderung an alles Erbe Ritter Rörichs von Eisenbach abgefunden sein, nämlich an das Schloss Eisenbach (Eysenbach) mit all seiner Zubehörung, sei es an Gerichten, Dörfern, Mannschaften, Lehen, geistlichen oder weltlichen, Zinsen, Gülten, Renten, Gefällen, Nutzungen, Wäldern, Feldern, Wildbahnen,Wasser, Weide, Fischweide, Gebot oder Verbot, Schuld oder Geld. Sie verichten in Gegenwart des Abts zu Hersfeld auf dies alles zu Gunsten Herrn Herman Rydesel und bitten die Lehenherrn, diesen mit den Lehen zu belehnen.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "V(er)zygeßbriff Wilhelm meyssenbach" "Verzicht Wilhelm Meisenburgk und Agnesen seiner ehel(ichen) Haußfrauwen auf die gantze Verlaßenschafft H(errn) Rörichs v(on) Eyßenbach ihres Schwers imd Vetter seel(ich) gegen empfang einer Summ geldes von Herrman von Riedeseln Rittern, welcher und seine Erben dieselbe allein behalten sollte, de Anno 1470"
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wilhelm, Agnes und Johann Meisenbug, der Abt zu Hersfeld und die Teidingsleute.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 605
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.07.2025, 1:41 PM CEST
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