Mainz, 1574.05.14. (Richter Martin Weidmann). Andreas Keim von Hechtsheim (Hex-) verträgt sich mit Jost Kopferschmid und dessen Frau dahin, daß die Eheleute ihn zeitlebens mit Essen, Trinken und Lager versehen, ihm ein Stüblein mit Bett in ihrem Hause geben und ihn mit Essen und Trinken wie sich selbst halten, des Morgens eine Suppe und ein echtmas neuen Wein, mittags ein echtmas virnen Wein, zum Untertrunk ein echtmas neuen Wein, zum Nachtessen ein echtmas virnen Wein. Dafür bezahlt er ihnen 200 fl. (je 26 Albus) bar, außerdem 20 fl. der Frau für die Wäsche, und bringt ein Bett mit, das nach seinem Tod im Hause bleibt. Sterben die Eheleute vor ihm, so erhält er 200 fl. zurück, und was er verzehrt hat, soll ihm geschenkt sein. Z.: Meister Valentin Ammeling, Schneider, und Hans Diether von Konigsteden.
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Mainz, 1574.05.14. (Richter Martin Weidmann). Andreas Keim von Hechtsheim (Hex-) verträgt sich mit Jost Kopferschmid und dessen Frau dahin, daß die Eheleute ihn zeitlebens mit Essen, Trinken und Lager versehen, ihm ein Stüblein mit Bett in ihrem Hause geben und ihn mit Essen und Trinken wie sich selbst halten, des Morgens eine Suppe und ein echtmas neuen Wein, mittags ein echtmas virnen Wein, zum Untertrunk ein echtmas neuen Wein, zum Nachtessen ein echtmas virnen Wein. Dafür bezahlt er ihnen 200 fl. (je 26 Albus) bar, außerdem 20 fl. der Frau für die Wäsche, und bringt ein Bett mit, das nach seinem Tod im Hause bleibt. Sterben die Eheleute vor ihm, so erhält er 200 fl. zurück, und was er verzehrt hat, soll ihm geschenkt sein. Z.: Meister Valentin Ammeling, Schneider, und Hans Diether von Konigsteden.
U / 1574 Mai 14 (in 5 / 5)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
14.05.1574
Stadtgericht Mainz
In 5 / 05, fol. 78 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ