Dreikönigsgymnasium (Bestand)
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Best. 560
Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik) >> Stadt Köln >> Stadt Köln nach 1815 >> Bildung, Jugend, Sport >> Schulen >> Gymnasien
I. Einleitung
1) Geschichtlicher Überblick
Am 24. April 1815 fand die feierliche Eröffnung des Kölnischen Gymnasiums durch den Konsistorialrat Karl Friedrich August Grashof statt.
Nach Abzug der Franzosen und Übergang des Rheinlandes an Preußen ordnete Grashof das Kölner Schulsystem neu. In zwei vierklassigen Kollegien sollten die Schüler auf das ebenfalls vier Klassen umfassende Gymnasium vorbereitet werden.
Das eine Kollegium war, wie das Gymnasium, im ehemaligen Jesuitengebäude unterge-bracht, das andere im früheren Karmeliterkloster an der Severinstraße.
Ab 1819 ging das Jesuitenkollegium ganz im Gymnasium auf. Für das Gymnasium wurde ab 1820 auch die Bezeichnung Jesuitengymnasium gebräuchlich.
Durch Kabinettsordre vom 15. Dezember 1829 erhielt das Gymnasium den Namen Katholisches Gymnasium.
Um es von dem 1860 gegründeten, ebenfalls katholischen Apostelgymnasium zu unter-scheiden, bekam es den Zusatz "an Marzellen".
Im Jahre 1911 erfolgte der Umzug in den Neubau am Thürmchenswall mit einer erneuten Namensänderung in Dreikönigsgymnasium.
Im Zuge der Kommunalisierung der bisher staatlichen Gymnasien kehrte das Drei-königsgymnasium 1974 in städtische Trägerschaft zurück.
1977 wurde die Schule vom Thürmchenswall in einen Neubau an der Escher Straße verlegt.
2) Direktoren:
Seber, Franz-Josef
1815 -1819
Heuser, Adolf Rudolf Josef
1819 - 1823
Birnbaum, Eugen Jakob Maria
1824 - 1854
Ditges, Philipp Jakob
1854 - 1884
Milz, Heinrich
1884 - 1901
Wetzel, Martin
1901 - 1902
Wesener, Georg
1903 - 1912
Franke, Josef
1912 - 1925
Limper, Wilhelm
1926 - 1939
Kempen, Reiner von
1939 - 1945
Klein, Anton
1945 - 1955
Rick, Gottfried
1955 - 1969
Rosner, Bruno
1970 -
3) Literatur
Klinkenberg, Josef (Herausgeber): Das Marzellen-Gymnasium
in Köln 1450 - 1911. Festschrift. Köln 1911. (Ek 15.7)
Gerhartz, Josef und Wedekind, Peter (Herausgeber): Die Abiturienten und Lehrer des Marzellen-Gymnasiums 1815 - 1911. Köln 1911. (Ek 116)
Kuckhoff, Josef: Die Geschichte des Gymnasium Tricoronatum. Köln 1931.
(Ea 28,1)
Tricoronatum. Festschrift zur 400-Jahr-Feier des Dreikönigsgymnasiums. Köln 1952.
(Ek 16a)
Dreikönigsgymnasium 1977. Festschrift aus Anlaß des Umzugs des Dreikönigsgymnasiums im August 1977 vom Thürmchenswall zur Escher Straße. Köln 1977.
(Ek 127)
4) Aktenübernahme und Ordnungsverfahren
Die Akten des Dreikönigsgymnasiums wurden am 23. Juni 1977 an das Historische Archiv abgeliefert. Zwölf weitere Aktenstücke, die Herr Direktor Trautmann vom Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds zur Einsichtnahme vom Dreikönigsgymnasium erhalten hatte, überbrachte er am 3. und 5. Januar 1978 dem Archiv. Herr Doktor Trautmann macht im Schreiben vom 5. Januar 1978 (Az. 412101-7) an diesen und weiteren Akten des Dreikönigsgymnasiums Eigentumsrechte des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds geltend.
Die Akten waren bei der Übernahme vollkommen ungeordnet und sind in einem schlechten Erhaltungszustand. Sie weisen häufig Wasserschäden auf (verwaschene Schrift, zusammenklebende Seiten), zahlreiche fadengebundene Akten sind im Rücken gebrochen.
Nach einer groben Vorsortierung wurden die Akten umgebettet, von Metallteilen befreit, nach numerus currens verzeichnet und abschließend klassifiziert.
Sie erhielten die Bestandsnummer 560.
Die Akten umfassen die Zeit von 1815 bis 1948/49.
Folgende Serien reichen bis in spätere Zeit:
Geschäftstagebücher 1957
Schulprogramme 1968
Mitteilungen an die Lehrer 1965
Protokolle der Lehrerkonferenzen 1964
Aufnahme von Schülern in die Sexta 1954
Reifeprüfungsakten und -arbeiten
des Gymnasiums 1972
Zeugnislisten 1969
Alle anderen Aktenstücke, die über den zeitlichen Rahmen hinaus gingen (2 Archivkartons), wurden dem Bestand unverzeichnet angegliedert, um bei zukünftigen Abliefe-rungen mit bearbeitet zu werden.
Zwei Akten wurden dem Bestand 208: Kaiser-Wilhelm-Gymnasium angefügt; die Pläne des Schulgebäudes wurden an die Plankammer abgegeben.
Der Bestand 560 umfaßt 150 Archivkartons.
1) Geschichtlicher Überblick
Am 24. April 1815 fand die feierliche Eröffnung des Kölnischen Gymnasiums durch den Konsistorialrat Karl Friedrich August Grashof statt.
Nach Abzug der Franzosen und Übergang des Rheinlandes an Preußen ordnete Grashof das Kölner Schulsystem neu. In zwei vierklassigen Kollegien sollten die Schüler auf das ebenfalls vier Klassen umfassende Gymnasium vorbereitet werden.
Das eine Kollegium war, wie das Gymnasium, im ehemaligen Jesuitengebäude unterge-bracht, das andere im früheren Karmeliterkloster an der Severinstraße.
Ab 1819 ging das Jesuitenkollegium ganz im Gymnasium auf. Für das Gymnasium wurde ab 1820 auch die Bezeichnung Jesuitengymnasium gebräuchlich.
Durch Kabinettsordre vom 15. Dezember 1829 erhielt das Gymnasium den Namen Katholisches Gymnasium.
Um es von dem 1860 gegründeten, ebenfalls katholischen Apostelgymnasium zu unter-scheiden, bekam es den Zusatz "an Marzellen".
Im Jahre 1911 erfolgte der Umzug in den Neubau am Thürmchenswall mit einer erneuten Namensänderung in Dreikönigsgymnasium.
Im Zuge der Kommunalisierung der bisher staatlichen Gymnasien kehrte das Drei-königsgymnasium 1974 in städtische Trägerschaft zurück.
1977 wurde die Schule vom Thürmchenswall in einen Neubau an der Escher Straße verlegt.
2) Direktoren:
Seber, Franz-Josef
1815 -1819
Heuser, Adolf Rudolf Josef
1819 - 1823
Birnbaum, Eugen Jakob Maria
1824 - 1854
Ditges, Philipp Jakob
1854 - 1884
Milz, Heinrich
1884 - 1901
Wetzel, Martin
1901 - 1902
Wesener, Georg
1903 - 1912
Franke, Josef
1912 - 1925
Limper, Wilhelm
1926 - 1939
Kempen, Reiner von
1939 - 1945
Klein, Anton
1945 - 1955
Rick, Gottfried
1955 - 1969
Rosner, Bruno
1970 -
3) Literatur
Klinkenberg, Josef (Herausgeber): Das Marzellen-Gymnasium
in Köln 1450 - 1911. Festschrift. Köln 1911. (Ek 15.7)
Gerhartz, Josef und Wedekind, Peter (Herausgeber): Die Abiturienten und Lehrer des Marzellen-Gymnasiums 1815 - 1911. Köln 1911. (Ek 116)
Kuckhoff, Josef: Die Geschichte des Gymnasium Tricoronatum. Köln 1931.
(Ea 28,1)
Tricoronatum. Festschrift zur 400-Jahr-Feier des Dreikönigsgymnasiums. Köln 1952.
(Ek 16a)
Dreikönigsgymnasium 1977. Festschrift aus Anlaß des Umzugs des Dreikönigsgymnasiums im August 1977 vom Thürmchenswall zur Escher Straße. Köln 1977.
(Ek 127)
4) Aktenübernahme und Ordnungsverfahren
Die Akten des Dreikönigsgymnasiums wurden am 23. Juni 1977 an das Historische Archiv abgeliefert. Zwölf weitere Aktenstücke, die Herr Direktor Trautmann vom Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds zur Einsichtnahme vom Dreikönigsgymnasium erhalten hatte, überbrachte er am 3. und 5. Januar 1978 dem Archiv. Herr Doktor Trautmann macht im Schreiben vom 5. Januar 1978 (Az. 412101-7) an diesen und weiteren Akten des Dreikönigsgymnasiums Eigentumsrechte des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds geltend.
Die Akten waren bei der Übernahme vollkommen ungeordnet und sind in einem schlechten Erhaltungszustand. Sie weisen häufig Wasserschäden auf (verwaschene Schrift, zusammenklebende Seiten), zahlreiche fadengebundene Akten sind im Rücken gebrochen.
Nach einer groben Vorsortierung wurden die Akten umgebettet, von Metallteilen befreit, nach numerus currens verzeichnet und abschließend klassifiziert.
Sie erhielten die Bestandsnummer 560.
Die Akten umfassen die Zeit von 1815 bis 1948/49.
Folgende Serien reichen bis in spätere Zeit:
Geschäftstagebücher 1957
Schulprogramme 1968
Mitteilungen an die Lehrer 1965
Protokolle der Lehrerkonferenzen 1964
Aufnahme von Schülern in die Sexta 1954
Reifeprüfungsakten und -arbeiten
des Gymnasiums 1972
Zeugnislisten 1969
Alle anderen Aktenstücke, die über den zeitlichen Rahmen hinaus gingen (2 Archivkartons), wurden dem Bestand unverzeichnet angegliedert, um bei zukünftigen Abliefe-rungen mit bearbeitet zu werden.
Zwei Akten wurden dem Bestand 208: Kaiser-Wilhelm-Gymnasium angefügt; die Pläne des Schulgebäudes wurden an die Plankammer abgegeben.
Der Bestand 560 umfaßt 150 Archivkartons.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Rechteinformation beim Datengeber zu klären.
10.06.2025, 8:12 AM CEST