Bericht des Verwalters Georg Geißmann aus Hirschbach an Jobst Wilhelm Ebner in Nürnberg
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E 49/II Nr. 2193
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
13.03.1724
Enthält:
1724 März 13: Schreiben des Georg Geißmann, (Verwalters) aus Hirschbach, an Jobst Wilhelm Ebner in Nürnberg.
Heute waren zwei Grünreuther hier und berichteten, dass der Förster Befehl aus Amberg erhalten hat, kein Holz mehr an Gemeindemitglieder oder Personen der ganzen Gegend zu verabfolgen, weil momentan nur Jungholz vorhanden sei. Sollte die Herrschaft aber nach Amberg schreiben und er von dort entsprechende Anweisungen erhalten, so werde er ihnen gerne wieder Holz besorgen. Die Grünreuther bitten daher um ein diesbezügliches Schreiben, welches sie sowohl bezahlen als auch selbst nach Amberg bringen wollen.
Der Fechter möchte zwei Kühe halten, wofür er die Felder, welche Paulus Prechtel haben will, benötigen würde. Außerdem will er den Beltzgarten und den Forellenweiher bekommen, wofür er 24 Pfund Schmalz geben müsste, sowie die Kälber. Der Michael Zeltner hat diese Woche auch 1 Kalb bekommen.
Der Poppendörfer will etwas für 170 Gulden erwerben (= ein Gut?).
Fragen wegen des Zehnten des Boten. Schreiber will deswegen mit den Hersbruckern reden.
Der Kaufbrief des Johann (= Hans) Neumüller muss noch gesiegelt werden.
Eben sagt der Fechter, er traue sich die oben erwähnte Sache aus Kostengründen doch nicht zu.
Schulden der Inhaberin der Kreuzmühle.
1724 März 13: Schreiben des Georg Geißmann, (Verwalters) aus Hirschbach, an Jobst Wilhelm Ebner in Nürnberg.
Heute waren zwei Grünreuther hier und berichteten, dass der Förster Befehl aus Amberg erhalten hat, kein Holz mehr an Gemeindemitglieder oder Personen der ganzen Gegend zu verabfolgen, weil momentan nur Jungholz vorhanden sei. Sollte die Herrschaft aber nach Amberg schreiben und er von dort entsprechende Anweisungen erhalten, so werde er ihnen gerne wieder Holz besorgen. Die Grünreuther bitten daher um ein diesbezügliches Schreiben, welches sie sowohl bezahlen als auch selbst nach Amberg bringen wollen.
Der Fechter möchte zwei Kühe halten, wofür er die Felder, welche Paulus Prechtel haben will, benötigen würde. Außerdem will er den Beltzgarten und den Forellenweiher bekommen, wofür er 24 Pfund Schmalz geben müsste, sowie die Kälber. Der Michael Zeltner hat diese Woche auch 1 Kalb bekommen.
Der Poppendörfer will etwas für 170 Gulden erwerben (= ein Gut?).
Fragen wegen des Zehnten des Boten. Schreiber will deswegen mit den Hersbruckern reden.
Der Kaufbrief des Johann (= Hans) Neumüller muss noch gesiegelt werden.
Eben sagt der Fechter, er traue sich die oben erwähnte Sache aus Kostengründen doch nicht zu.
Schulden der Inhaberin der Kreuzmühle.
Archivale
Indexbegriff Person: Ebner, Jobst Wilhelm
Indexbegriff Person: Fechter, N
Indexbegriff Person: Geißmann, Georg
Indexbegriff Person: Neumüller, Hans
Indexbegriff Person: Poppendörfer, N
Indexbegriff Person: Prechtel, Paul
Indexbegriff Person: Zeltner, Michael (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Zeltner, Michael (Hirschbach)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Fechter, N
Indexbegriff Person: Geißmann, Georg
Indexbegriff Person: Neumüller, Hans
Indexbegriff Person: Poppendörfer, N
Indexbegriff Person: Prechtel, Paul
Indexbegriff Person: Zeltner, Michael (Hirschbach)
Indexbegriff Person: Zeltner, Michael (Hirschbach)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Amberg
Grünreuth
Hersbruck
Hirschbach
Hirschbach, Belzgarten
Hirschbach, Forellenweiher
Hirschbach, Kreuzmühle
Verwalter Hirschbach
Förster
Regierung, Amberg
Holzabgabe untersagt
Verbot
Jungholz
Herrschaft
Gesuch
Kühehaltung
Felder
Flurname
Garten
Weiher
Forellenweiher
Schmalz
Kälber
Gutserwerb
Zehnt
Bote
Kaufbrief
Siegelung
Schulden
Mühle
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ