Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Rechnung 1572/73
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1572-1573
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Ausgaben für (kunst-)handwerkliche Erzeugnisse:
- an Martin Waibel, Plattner zu Stuttgart, 150 fl. für drei ganze Kürasse, 583 fl. für 12 weitere, davon einer für den Herzog im Wert von 55 fl., die übrigen für 48 fl. das Stück, 480 fl. für 10 weitere Kürasse (fol. 315v);
- an Meister Hans Raiser, Goldschmied zu Augsburg, 168 fl. 40 kr. für eine Kette, die dem Hans von Janowitz zur Hochzeit verehrt wurde (fol. 335r), 178 fl. 24 kr. für Ringe für die Herzogin (fol. 338r);
- an Karl Seckler, Goldschmied, 12 fl. für einen Diamantring, der Emilia, Ehefrau des Friedrich von Bettendorf, zur Hochzeit geschenkt wurde (fol. 335v), 161 fl. 21 kr. für ein doppeltes vergoldetes Trinkgeschirr (69 fl. 16 kr. Materialwert) und ein "silberin glas" (34 fl. 36 kr. Materialwert), die Hans Wild zur Hochzeit verehrt wurden, und einen Hofbecher (21 fl. 44 kr. Materialwert), 23 fl. 45 kr. für ein "silberin glas", das Philipp Dietrich Speth als Gevattergeld verehrt wurde (fol. 346v);, 35 fl. 12 1/2 kr. für ein "silberin Glas", das Hans Burkhart von Anweil als Gevattergeld verehrt wurde (25 fl. 12 1/2 kr.) sowie für einen Ring, den Fräulein Emilie ihm aus gleichem Anlass gegeben hat (10 fl.) (fol. 347r), 60 fl. 50 kr. für "etliche Arbeiten", u.a. zwei silberne Fläschlein, die der jungen Gräfin von Sulz verehrt wurden (fol. 347v), 71 fkl. 19 kr. für ein doppeltes Trinkgeschirr, das der Helmstätterin, der Kammerjungfrau der Fürstin von Anhalt (d.h. Eleonora, geb. von Württemberg), zur Hochzeit geschenkt wurde, 25 fl. 3 kr., für ein silbernes Glas, das dem "Erlacher" verehrt wurde, 69 fl. 16 1/2 kr. für zwei weitere silberne Gläser, die Klaus Kraus zur Hochzeit verehrt wurden (fol. 347cr), 14 fl. 42 kr. für einen Silberbecher, der der Ehefrau des Burgvogts von Schorndorf zur Geburt ihres Kindes verehrt wurde, 24 fl. 10 kr. für ein silbernes Glas, das "gen Onsbach dem Buchholz" zur Hochzeit geschenkt wurde (fol. 347cv), 54 fl. 56 kr. für verschiedene Silberarbeiten (fol. 338v), 37 fl. 46 kr. für "etliche Arbeiten" (fol. 357br);;
- an die "Personen", die für den Herzog "das spil der historien Josefs" im Schloss aufgeführt haben, 32 1/2 fl. (fol. 335v);
- an Meister Hans Maisch, Goldschmied, 34 fl. 10 1/2 kr. für einen Becher, den der Herzog dem Friedrich von Bettendorf als Gevattergeld geschenkt hat (fol. 335v), 17 fl. 21 kr. für ein Trinkgeschirr, das Ehrenfried Senft als Gevattergeld verehrt wurde (fol. 346r);
- an Karl (Seckler? vgl. u.), Goldschmied, 136 fl. 6 1/2 kr. für zwei gedoppelte Trinkgeschirre, "so der Riedeslin und Marschalks Tochter" auf ihre Hochzeiten nach Schleusingen verehrt wurden (fol. 346r);
- an Doktor Pantalion zu Basel 30 fl. für die Widmung einer französischen, verdeutschten Chronik (fol. 346v);
- an Franz Gürtler von Stuttgart für zwei Halsbänder, die er dem Herzog geschenkt hat (fol. 347v), 8 fl. 23 kr. für Hundehalsbänder (fol. 357v);
- an Abraham Löffellad, "teutschem schulmeister" zu Ansbach, 17 fl. 15 kr. für ein Brettspiel, das er dem Herzog geschenkt hat (fol. 347v);
- an Hans Stainer, Maler, 11 1/2 fl. "von wegen ains illuminierten sichlins der urstennd Cristi" (fol. 347br), 7 fl. 26 kr. für ein Büchlein mit dem Porträt des türkischen Kaisers sowie dessen Bindung (fol. 356v), 3 1/2 fl. für das Bemalen und Vergolden einer Uhr (fol. 357r), 3 fl. 16 kr. für das Malen der Wappen der 16 (württembergischen) Agnaten ("Anatten") (fol. 357v), 15 fl. 20 kr. für das Bemalen der hölzernen Uhr u.a. (vgl. u. "Vischesen") (fol. 357br); - an Georg Bletzger, Goldschmied zu Urach, 55 fl. für einen von ihm gekauften vergoldeten hohen Becher, der dem landgräflichen Hofdiener Michael Gundecker und der Amalia von Remchingen zur Hochzeit verehrt wurden (fol. 347br);
- 62 fl. für ein silbernes Glas, das dem Jägermeister des Markgrafen von Brandenburg-Ansbach verehrt wurde (fol. 347cr);
- 69 fl. für ein Kleinod, das der Herzog der Gemahlin des Landgrafen Philipp geschenkt hatte (d.h. Anna Elisabeth geb. von Pfalz-Simmern, Ehefrau des Landgrafen Philipp II. von Hessen-Rheinfels) (fol. 347cr);
- an Marx Fugger zu Augsburg 4900 fl. 11 kr. für 475 Mark 12 Lot 2 Quint Feinsilber (fol. 349r), 476 fl. 31 kr. für Fuggers Auslagen für den Kauf von 90 goldenen "bickeln" und fünf Armbändlein (fol. 349v);
- an Wilhelm Campost von Augsburg 150 fl. 48 kr. für goldene und silberne Borten für Fräulein Emilia (fol. 349r);
- an Andreas (Endriss) Rittel 10 fl. für ein Buch über das Herkommen der österreichischen Herren (fol. 349r);
- an Meister Baltofer von München 17 fl. 12 kr. für acht große und kleine Jagdhörner (fol. 349v);
- an Hans Fries, Büchsenmacher zu Esslingen, 42 fl. für sieben Pirschbüchsen (fol. 344r), 16 fl. 9 kr. für 2 Pirschbüchsen und Schäftarbeiten (fol. 344v), 5 fl. für eine Pirschbüchse (fol. 357r);
- an Jakob Schludin, Büchsenschäfter, 9 fl. 36 kr. für das Schäften der Hakenbüchsen für Hohentwiel (fol. 344r);
- an Salomon Seidensticker 17 fl. 29 kr. für das Malen von drei Trompetenfahnen (fol. 344v) sowie 10 fl. 16 kr. für etliche Arbeiten für Fräulein Emilia (fol. 356r);
- an Eberhard Bage, Maler, 3 1/2 fl. "vonn ainem bildt zum stechen oder rennen zu malen" (fol. 344v), 100 fl. für weitere Malerarbeiten u.a. im Tiergarten (fol. 355v);
- an Jakob Schultheiß, Panzermacher, 75 fl. für 50 neue "Flancken" (fol. 355v), 80 fl. 30 kr. für ein Paar Panzerärmel und Schurze (fol. 357r);
- an Eberhard und Georg Rieger, Büchsenmacher, für die Reparatur von 69 verbrannten "Rohren" (fol. 356r);
- an Georg Breen, Goldschmied zu Tübingen, 27 fl. 57 kr. für das Beschlagen eines Schwerts (fol. 356r), 54 fl. 38 kr. für das Beschlagen von drei Dolchen (fol. 357r);
- an den Maler des württembergischen Stammbaums, der an Landgräfin Hedwig von Hessen (geb. von Württemberg) geschickt wurde, 40 fl. (fol. 356r);
- an den Glasbrenner zu Weinsberg 8 fl. 12 kr. für ein gebranntes württembergisches Wappen, das "denen von Tübingen" in ihre neue "Behausung" geschickt wurde (fol. 356v), an den Glasmaler zu Weinsberg 3 fl. 24 kr. für das Wappen, das der Herzog "denen von Ofterdingen" verehrt hat (fol. 357v);
- an Christoph Guntz, Schreiner, 25 fl. 32 kr. für Turnierspieße (fol. 357r);
- an Hans Jakob Vischesen, Dreher und Bürger zu Urach, 16 fl. für eine hölzerne Uhr (fol. 357v);
- an Hans Rotenburger, Schreiner, 40 Taler für eine Truhe (fol. 357v);
- an den Schlosser 18 fl., um diese Truhe zu beschlagen (fol. 357v);
- an Hans Mayer, Schlosser, 13 fl. 4 kr. für Rüstungsarbeiten (fol. 357bv);
- an Bastian Messerschmied 1 fl. 3 kr. für Turnierschwerter u.a. (fol. 357bv);
- an Abraham Strottel 11 fl. 10 kr. für 50 Turnierschwerter (fol. 357bv);
- an Jakob Schludin 11 fl. 36 kr. für das Schäften etlicher Pirschbüchsenrohre (fol. 357bv);
- an Hans Bickling, Messerschmied zu Reutlingen, 54 fl. 44 kr. 4 h. für 322 Turnierschwertklingen (fol. 357bv).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.