Michel Swaig[er] zu Oberreute ("Obrarüti") bekennt, daß Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten, auf seinem Gut zu Schönberg, das von Graf Ulrich von Montfort zu Lehen rührt, ein Stück Grund und Boden, das ein Mannmahd Wiese war und an Konrad Stärcks Acker grenzte, durch Aufstauen des Weihers in Ippenried teilweise unter Wasser gesetzt ("ertrenckt") hat. Nach Verhandlungen des Grafen mit dem Abt erhält der Aussteller zum Ausgleich für seinen Verlust ("widerlegt und geben") die Hälfte der Wiese des Klosters neben der Swartzenach genannt der Schlottrabrül. Der zwischenzeitlich ausgemarkte Teil der Wiese grenzt auf der einen Seite an Grundstücke derer von Gesnauwiesen sowie derer von Linden und Alßrüttinen (=Allisreute) Güter und auf der anderen Seite auf den restlichen Teil der Schlottrabrülwiese. Der Tausch soll den Zehntberechtigten unschädlich sein. Für die entgangene Nutzung der letzten Jahre hat der Aussteller pro Jahr 1 lb d erhalten. Er verzichtet für sich und seinen Lehenherren auf alle Ansprüche betreffend das unter Wasser gesetzte Mannmahd, doch vorbehaltlich des Weiderechts ("trib und tratt") an dem noch trocken liegenden Teil, das der Aussteller mit anderen von Schönberg dort hat.
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Michel Swaig[er] zu Oberreute ("Obrarüti") bekennt, daß Hartmann [von Burgau], Abt zu Weingarten, auf seinem Gut zu Schönberg, das von Graf Ulrich von Montfort zu Lehen rührt, ein Stück Grund und Boden, das ein Mannmahd Wiese war und an Konrad Stärcks Acker grenzte, durch Aufstauen des Weihers in Ippenried teilweise unter Wasser gesetzt ("ertrenckt") hat. Nach Verhandlungen des Grafen mit dem Abt erhält der Aussteller zum Ausgleich für seinen Verlust ("widerlegt und geben") die Hälfte der Wiese des Klosters neben der Swartzenach genannt der Schlottrabrül. Der zwischenzeitlich ausgemarkte Teil der Wiese grenzt auf der einen Seite an Grundstücke derer von Gesnauwiesen sowie derer von Linden und Alßrüttinen (=Allisreute) Güter und auf der anderen Seite auf den restlichen Teil der Schlottrabrülwiese. Der Tausch soll den Zehntberechtigten unschädlich sein. Für die entgangene Nutzung der letzten Jahre hat der Aussteller pro Jahr 1 lb d erhalten. Er verzichtet für sich und seinen Lehenherren auf alle Ansprüche betreffend das unter Wasser gesetzte Mannmahd, doch vorbehaltlich des Weiderechts ("trib und tratt") an dem noch trocken liegenden Teil, das der Aussteller mit anderen von Schönberg dort hat.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1163
fasc. 049 n. 14
09943
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 16. Jahrhundert
1514 März 6 (uff mentag nach dem sonntag, daran man in der hailigen kirchen singet Invocavit in der vasten)
18,6 x 34,8 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Michel Swaig[er] zu Oberreute ("Obrarüti")
Empfänger: Hartmann [von] Burgau, Abt zu Weingarten
Siegler: Graf Ulrich zu Montfort
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., besch.
Vermerke: Rückvermerk: "bis adest"
Empfänger: Hartmann [von] Burgau, Abt zu Weingarten
Siegler: Graf Ulrich zu Montfort
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., besch.
Vermerke: Rückvermerk: "bis adest"
Burgau, Hartmann von; Abt von Weingarten
Montfort, Ulrich von; Graf
Stärck, Konrad
Swaiger, Michel
Weingarten, Hartmann von Burgau; Abt
Allisreute : Bodnegg RV
Gesnauwiesen : Tannau, Tettnang FN
Ippenried : Bodnegg RV
Linden : Bodnegg RV
Oberreute = Vorderreute : Tannau, Tettnang FN (?); Einwohner
Schönberg : Bodnegg RV
Schönberg : Bodnegg RV; Einwohner
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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