Klage des Freiherrn Alexander Anton von Ketteler zum Harkotten ./. die Witwe des Fähndrichs von Plettenberg, geb. Magdalene Elisabeth Morissen wegen eines zu nahe gesetzten "Privés"
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B-Acta scab, II 99
B-Acta scab Acta Scabinalia (Nachbarrechtliche Grundstücksstreitigkeiten)
Acta Scabinalia (Nachbarrechtliche Grundstücksstreitigkeiten) >> 1701-1800
1739 - 1742
Enthält: Klage des Freiherrn Alexander Anton von Ketteler zum Harkotten gegen die Witwe des Fähndrichs von Plettenberg, geb. Magdalene Elisabeth Morissen (Mauritz) wegen eines zu nahe gesetzten "Privés", 1739 - 1742. Der Hof des Klägers liegt am Alten Steinweg und ist an den Sekretarius Claholt vermietet; das Haus der Beklagten liegt an der Mauritzstraße. Die Beklagte erklärt, das Haus gehöre ihr nicht allein, sondern auch ihrem Bruder, dem Leutnant Mauritz im Donopschen Regiment zu Osnabrück; dieser soll 1740 gestorben sein. - Der Vorbesitzer des Klägers von der Tinnen ist vor 16 Jahren gestorben. Erwähnt werden Schuhmacher Herman Frerckman (Frerichman); Bäcker Ferdinand Hülsebeumer und dessen Frau, die frühere Witwe Roggenbach; Kramer Gerdt Wilhelm Ross; Knopfmacher Mauritz Freise; Dietherich Anton Uhrwercker; Prokurator Johan Nikolaus Otto; Schuhmachergeselle Henrich Klock; Notar Johan Espenhöver; Stadtzimmermeister Berndt Wilhelm Hilcke; Berndt Josef Heuman; Gerhard Greive.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:32 MEZ
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